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DEL

Die DEL startet in die 13. Saison

Alle Neuerungen in der Übersicht - Mannheim ist Favorit

Die Deutsche Eishockey Liga startet am Donnerstag mit der Partie Kölner Haie gegen Hannover Scorpions (19.30 Uhr) in ihre 13. Saison. Neu im Kreis der 14 Mannschaften sind die Straubing Tigers, die als sportlicher Aufsteiger die Aufnahmekriterien der DEL erfüllen konnten und den Platz von Absteiger Kassel Huskies einnahmen.

Trotz heftiger Fanproteste wird es in der kommenden Saison keinen sportlichen Auf- und Abstieg mehr geben. Allein wirtschaftliche Gründe können in den nächsten fünf Jahren zum Ausstieg aus der Liga führen. Die Klubs versprechen sich von der geschlossenen Liga langfristige Planungssicherheit bzw. die Möglichkeit zur wirtschaftlichen Konsolidierung.

Auch beim Modus hat sich etwas geändert. Um nicht frühzeitig Langeweilie im Tabellenkeller aufkommen zu lassen, hat nun auch der Tabellenzehnte noch bis zum Schluss die Möglichkeit die Playoffs zu erreichen. Nach Abschluss der Hauptrunde findet erstmals eine Qualifikationsrunde statt, wo die Teams der Plätze 7 bis 10 in einer Best-of-three die letzten beiden freien Plätze ausspielen. Die ersten 6 Teams haben eine Pause von zwölf Tagen.

Neu ist auch eine fünfminütige Verlängerung, sofern nach regulärer Spielzeit noch keine Entscheidung gefallen sein sollte. Gespielt wird nach dem "Sudden-Death"-Modus mit vier gegen vier Feldspielern. Sollte in der Verlängerung kein Tor gefallen sein, wird anschließend das bekannte Penaltyschießen durchgeführt.

Neben US-Schiedsrichter Rick Looker hat die DEL mit Frank Awizus einen zweiten Profi-Schiedsrichter unter Vertrag genommen. Awizus hat sich allerdings bei einem Testspiel schwer verletzt und wird noch einige Zeit ausfallen.

In der Hoffnung die Umsätze in den Stadien steigern zu können wurden die Drittelpausen um drei Minuten auf insgesamt 18 Minuten verlängert. Nur bei Premiere Live-Spielen müssen die Spieler nach einer Viertelstunde wieder aufs Eis.

Spieler und Torhüter müssen sich an neue Abmaße der Torhüter-Ausrüstung gewöhnen. Ab der kommenden Saison wird die Ausrüstung (Stockhand, Fanghand, Schützer) um 10% bis 15% verkleinert. Das entspricht einer Fläche von 500 Quadratzentimetern.

"Keine andere deutsche Profiliga hat auch nur annähernd so viele einheimische Spieler wie wir", weist DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke auf den Trend hin, dass immer mehr deutsche Spieler zum Einsatz kommen, gezielte Nachwuchs-Fördermaßnahmen greifen. 60 Prozent der Spieler haben einen deutschen Pass. Mit Hans Zach, Dieter Hegen, Mike Schmidt, Jiri Ehrenberger und Erich Kühnhackl stehen zu dem vier deutsche Trainer hinter der Bande.

Mit einer neuen, hochmodernen Spielstätte kann nun auch Düsseldorf aufwarten. Die DEG Metro Stars werden ihre Heimspiele nicht mehr im 1935 erbauten Eisstadion an der Brehmstraße, sondern im 72 Millionen Euro teuren ISS-Dome, einer Multifunktionsarena für 13400 Zuschauer, austragen.

Gewechselt werden darf innerhalb der Liga nur noch bis zum 30. Dezember. Bislang war das bis Mitte Februar möglich. Die Deadline bei der Verpflichtung von Profis aus dem Ausland bleibt mit dem 15. Februar bestehen. Dafür ist es den Teams zukünftig erlaubt einen dritten "Stand-by-Goalie" zu benennen, der im Falle einer Verletzung der Stamm- und Backupgoalies einspringen kann.

Als Favorit wird Mannheim gehandelt. Neun von 14 DEL Trainern sehen in den Adlern den ersten Anwärter auf die Meisterschaft. Und Adler-Coach Poss nimmt die Favoritenrolle an: "Wir verfügen über den höchsten Etat, da würde es nicht passen, wenn ich tiefstapele".

Live zu sehen ist die Liga weiterhin exklusiv im Pay-TV beim DEL-Partnersender Premiere. 65 Spiele, 150 Stunden Liveübertragung bietet der Münchner Abo-Sender den Eishockeyfans an. Den Auftakt in die neue Saison bestreitet Premiere mit der Übertragung des Derbys zwischen Mannheim und Frankfurt am Freitag. Mit Andreas Niederberger, Jörg Mayr und Harald Birk setzt Premiere weiterhin auf die bekannten Experten.
Stand: 06.09.2006, 22:35 Uhr
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