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EC Kassel Huskies

Für Häme kein Platz

Kommentar zum Ende der Kassel Huskies

Es war ohnehin nur noch ein Strohhalm, doch am Montagabend haben die Gesellschafter der ESBG, die hinter der 2. Bundesliga stehen, einen Eilantrag der in der DEL endgültig abgeblitzten Kassel Huskies auf Aufnahme abgelehnt. Das Votum fiel mit elf zu einer Stimme deutlich aus und die Versammlungsteilnehmer konnten auch gar nicht anders abstimmen - aus formalen und organisatorischen Gründen. Das Kasseler Eishockey ist nun tot - eine schlechte Nachricht für Hessen und ganz Eishockey-Deutschland, auch wenn so mancher Fan anderer Vereine seine Häme in Internetforen nicht verbergen kann.

Das ist auf der einen Seite verständlich, denn die "Geschäftsgebahren" der Kassel Huskies und insbesondere ihres juristisch beschlagenen Geschäftsführers Dr. Fritz Westhelle waren teils hanebüchen. Am Ende haben Rechtsanwälte mit dicken Aktenkoffern und Insolvenzverwalter sowie knallhart kalkulierende Geschäftsleute Stellvertreterkriege ausgetragen. Es ging um viel Geld, der Sport und die Kassel Huskies als Verein spielten zum Schluss nur noch eine statistische Rolle. Dass dies bei Fans, Beobachtern und anderen Clubs Kopfschütteln und Unverständnis hervorgerufen hat, ist selbstverständlich und nachvollziehbar. Gerade andere Vereine, die sich mit chronischer Geldknappheit herumschlagen und "ehrlich" zusehen, wie sie Schulden reduzieren und Kosten zurückfahren um über die Runden zu kommen, müssen sich von den Verantwortlichen der Huskies verschaukelt vorgekommen sein. Und trotzdem ist der Scherbenhaufen, der jetzt rund um das Eisstadion am Auestadion liegt, von allen gemeinsam zusammenzukehren. Der Imageverlust ist riesig, die DEL hat durch den Fall Frankfurt - der gewiss ganz anders gelagert ist - und den nun beendeten Fall Kassel ein ganzes Bundesland verloren. Hessen war bis vor wenigen Monaten ein hervorragender Standort mit viel Wirtschaftskraft und die Huskies und die Lions haben sich durch packende Derbys gegenseitig befruchtet - das alles ist nun Geschichte. Kassel hat sich das, was nun geschah, sicherlich selbst zuzuschreiben. Das Ende der Frankfurt Lions ist einfach nur tragisch.

Doch alle - auch die schärfsten Kritiker des "Rossing-Westhelle-Kassels" - sollten einmal innehalten und die Köpfe senken. Denn das deutsche Eishockey hat sich mit der Posse um die Kassel Huskies nachhaltig blamiert. Und auch die DEL ist mit ihren Formfehlern, die die Kette von Verfügungen und Gegenverfügungen befeuert hat, nicht ganz schuldlos an dem Drama. Immerhin: Mit der eher rhetorischen Absage an die Huskies für die 2. Bundesliga ist der Fall endgültig erledigt. Im Interesse der treuen Fans des nordhessischen Eishockeyclubs und im Interesse von ganz Eishockey-Deutschland hoffen wir, dass nun Lehren gezogen werden und sich die ganze DEL einmal selbstkritisch an die eigene Nase fast. Für Häme und Schadenfreude ist in dieser Sache jedenfalls kein Platz!
Stand: 06.09.2010, 20:45 Uhr
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Gast
09.06.2026 15:04 Uhr


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Kommentare (9)
17.09.2010, 13:55 Uhr
Schneemann (Gast)
Naja, seh das schon ein bisschen anders. Wenn dem Rossing etwas an den Huskies und dem Eishockey in Kassel gelegen hätte, hätte er ja zumindest die ca. 2 Millionen Euro Schulden, die die Huskies bei der öffentlichen Hand (Finanzamt, Krankenkasse, Berufsgenossenschaft etc.) hatten begleichen können. ...
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11.09.2010, 20:28 Uhr
Michael (Gast)
alle die hier geschrieben haben sind völlig neben der Spur. Schuldig sind hier nnicht Westhelle und Rossing sondern unser Ex Geschäftsführer Rainer Lippe der den Laden platt gemacht hat und die DEL mit den Herren Tripcke,Arnold und Fabel.Wer hat die Formfehler begangen??? Arnold der mit seiner Profi...
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08.09.2010, 11:26 Uhr
Vauxi (Gast)
@StefanK Dein Beitrag kann man nur unterstützen. Mir tun auch alle "unbeteiligten" leid, jedoch nicht die, die mit macht versucht haben das ganze bis zur letzten minute mit scheinheiligen dingen aufrecht zu erhalten. Ich hoffe man sieht die Huskies wieder im Eishockey.
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07.09.2010, 09:49 Uhr
Franky (Gast)
Wir haben das alles am Pferdeturm in Hannover hinter uns. Es waren immer Top Begegnungen gegen die Huskies. Kopf hoch, die Ärmel hoch und wieder aufstehen. es werden sich leute finden denen es wirklich um die Sache geht. In ein paar jahren werden wir uns am Turm wiedersehen, da bin ich sicher
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07.09.2010, 07:41 Uhr
StefanK (Gast)
Häme ist fehl am Platz, Zufriedenheit nicht. Für die Fans in Kassel, die Spieler und Trainer sowie die vielen Helferinnen und Helfer, die hinter den Kulissen aus Liebe zum Eishockey geschuftet haben, tut mir die Pleite in Kassel aufrichtig und von Herzen leid. Dennoch bin ich froh, dass die Herrn M...
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