Berliner Sieg ohne Glanz
Huskies fighten beim 2:4 zu spät


Kassels Soares (links) im Zweikampf mit Berlins Tyson Mulock. Foto: Private Press
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Es war nicht der ganz große Eishockey-Abend in der ausverkauften O2-World: Vor 14.200 Zuschauer gewann Tabellenführer Eisbären Berlin zwar standesgemäß mit 4:2 gegen Kassel, ließ dabei aber nur zeitweise sein Ausnahmekönnen aufblitzen. Und die Huskies? Als die Schlittenhunde den Kampf gegen die Eisbären aufnahmen, war es schon zu spät, um noch einen Punkt oder mehr zu ergattern.
Dafür hätten sich die Mannen von Trainer Stephane Richer auch nicht so viele Strafzeiten erlauben dürfen, denn die Eisbären beschränkten ihren Torhunger komplett auf das Powerplay. In der 7. Minute nutzte Braun eine solche Situation zum 1:0. Und die Berliner waren weiterhin überlegen. Ein Raunen ging nur in der 11. Minute durch die Halle, als Zepp sich bei einem Lupfer von Coté verschätzte und dann auf Augenhöhe mit einer "Fliegenfänger-Parade" retten musste. In der 16. Minute standen die Berliner mit zwei Mann mehr auf dem Eis, als Regehr wieder unnachahmlich abzog und das 2:0 erzielte, schon kurz zuvor bei 4-gegen-3 hatten die Eisbären durch Friesen eine hundertprozentige Chance. Im zweiten Drittel blieb es bei den optischen Vorteilen für die Hausherren und so bald es Überzahl zugunsten der Hausherren gab, wurde es gefährlich. Roach traf gleich in der 21. Minute zum 3:0. Kassels Leavitt hatte in der 27. Minute allerdings viel Pech, traf nur den Pfosten. Auch Kollege Heinrich wurde in der 32. Minute zum Pechvogel. mit hohem Stock traf der Kasselaner Roach an der Lippe, der verletzte sich und so musste Heinrich folgerichtig duschen. Die anschließende Überzahl nutzten die Berliner wiederum gnadenlos aus und kamen zum 4:0 durch Busch, der die Scheibe in der 37. Minute aus kurzer Distanz unter die Latte zimmerte.
Damit war der Arbeitstag für die Eisbären im Prinzip beendet. Im letzten Abschnitt plätscherte die Partie vor sich hin, doch plötzlich zeigten die Huskies ein engagiertes und gutes Powerplay und siehe da - Sleigher traf zum 4:1 unter die Latte. Da der Puck sofort wieder aus dem Kasten sprang, sah das Schiedsrichterduo nochmal genau auf dem Videobild nach, aber die Huskies hatten Berlins Goalie Zepp tatsächlich den "Shut-out" vermasselt und wollten noch mehr. In der 58. Minute war es erneut eine Powerplay-Situation, in der Damon für die Gäste den zweiten Treffer erzielte. Natürlich war damit die Schlussoffensive eingeleitet, doch zwei Tore gegen den Tabellenführer in zwei Minuten auswärts aufzuholen, ist schon eine schwierige Mission, an der Kassel letztlich scheiterte. Berlin kam zu drei Punkten, bekommt aber klare Abzüge in der B-Note.
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