Der 40. Spieltag der EBEL brachte am Dienstagabend durchaus Überraschungen. Eine kleine Sensation verpassten die Vienna Capitals, die gegen den Klagenfurter AC schon hoffnungslos mit 0:5 zurücklagen und vier Tore aufholten. Am Ende verlor der einstiege EBEL-Spitzenclub trotzdem mit 4:5. Graz dagegen rang Spitzenreiter Linz nieder.
In Klagenfurt lief vor 3.996 Zuschauer für die Gastgeber zwei Drittel lang alles wie am Schnürchen. Schnell führte der KAC nach Toren von Manuel Geier (7.) und Tyler Scofield (8./PP) 2:0. In der Folge machten die Caps auch noch durch grobe Fouls auf sich aufmerksam. Mike Siklenka konnte so in der 31. Minute bei doppelter Überzahl das 3:0 machen. Nach dem 4:0 durch Gregor Hager (38.) und dem 5:0 durch Christoph Brandner (42.) schien die Partie endgültig gelaufen. Dann jedoch geschah Unglaubliches. Innerhalb von nur knappen vier Minuten erzielten die Capitals vier Treffer durch Martin Oraze (45./PP), Jon Ferland (46.), Nathan Robinson (48.) und Philipp Pinter (49.). Doch Klagenfurt rettete den Sieg über die Zeit.
Tabellenführer Linz musste sich mit dem ungewohnten Gefühl einer Niederlage abfinden. Ausgerechnet gegen die eher in unteren Tabellengefilden anzutreffenden 99ers Graz unterlag der souveräne EBEL-Leader 3:2. Auch Red Bull Salzburg musste eine Pleite einstecken, gegen Villach verlor der Meister 3:4 nach Penaltyschießen. Aber auch Mit-Verfolger Zagreb war am Dienstag nicht erfolgreich und kassierte eine 3:4-Heimniederlage nach Verlängerung gegen SAPA Fehervar vor der erneut großartigen Kulisse von 14.700 Zuschauern. Znojmo konnte das Kellerduell bei HK Jesenice mit 5:3 gewinnen und hat den Vorsprung auf das Schlusslicht in der Tabelle einstweilen auf fünf Zähler vergrößern können.