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Eisbären Berlin

Eisbären machten es noch einmal spannend

Hördler-Tor in der Overtime bringt Berlin das Halbfinale

Puh, das war eng! Am Mittwochabend folgten auch die Berliner Eisbären den Haien und der DEG ins Halbfinale. Allerdings benötigten die Hauptstädter knapp drei Minuten länger als die vorgesehenen 60 Minuten. Daran hatten die Hausherren vor 4.695 Zuschauern im ausverkauften "Wellblechpalast" aber selbst Schuld. Denn zu passiv war man gegen die engagiert kämpfenden Freezers in die Partie gegangen.

Das ganze erste Drittel lang verzeichneten die Eisbären praktisch keine Torchance. So machten es die Berliner dem Hamburger Goalie Jean-Marc Pelletier leicht nach seiner langen Pause wieder ins Spiel zu kommen. Und die Hamburger Vorderleute gingen durchaus frech zu Werke. Der Lohn für die gute Arbeit der Hanseaten zu diesem frühen Zeitpunkt waren zwei Treffer. Zunächst schaffte Brandner in der 9. Minute das 0:1 und in der 11. Minute erhöhte Smyth gar auf 0:2. Da rieb sich so mancher Zuschauer in der Halle die Augen, zumal der Zwischenstand noch nicht einmal unverdient war. Im Mittelabschnitt kamen die Freezers zunächst ebenfalls besser aus der Kabine. Allerdings nutzten die Berliner in dieser Phase eiskalt ihre Powerplay-Möglichkeiten. André Rankel zeichnete mit einem Doppelschlag im Powerplay für den 2:2-Zwischenstand verantwortlich (23./33.). Dann aber patzte Eisbären-Goalie Rob Zepp, als er einen Schuss von Vitalij Aab ebenfalls noch in der 33. Minute zum 2:3 verwandelte. Busch sicherte den Berlinern in der 38. Minute im Powerplay erneut den Ausgleich.

Doch die Hamburg Freezers steckten nicht auf und bewiesen Moral. Insbesondere die Leistung von John Tripp ist in diesem Zusammenhang hervorzuheben, der das Eis phasenweise gar nicht mehr verlassen wollte und immer eng am Mann seinen Dienst verrichtete. So konnten die Hanseaten, die verletzungsbedingt auch noch Marc Beaucage verloren hatten, das 3:3 sicher durch den Schlussabschnitt bringen.

In der Verlängerung Schlug das Schicksal dann zu - und zwar zugunsten der Berliner. Frank Hördler hatte nach einer eigentlich bereinigten Szene plötzlich das halbleere Tor und den Puck vor sich und ließ sich in der 63. Minute nicht lange zum 4:3-Feierabendtor bitten. Und die Eisbären-Fans skandierten fast etwas bescheiden: "Halbfinale ist schön ...". Das wird man sicher abwarten müssen, denn der Gegner wird mit sicherheit noch zäher sein als die Freezers.
Stand: 26.03.2008, 22:42 Uhr
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