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Iserlohn Roosters

Ein überlegenes Drittel genügt

Lions in Iserlohn zu spät gefährlich

Ein hochklassiges Eishockey-Spiel war es nicht, das die 3.437 Fans in der Eissporthalle am Seilersee in Iserlohn am Sonntagnachmittag geboten bekamen. Die gastgebenden Iserlohn Roosters profitierten von einem überlegenen Auftaktdrittel und gewannen am Ende mit 4:1 (3:0 0:1 1:0) gegen die Frankfurt Lions.

Die erneut ohne ihren verletzten Leitwolf Ilja Vorobjev angetretenen Lions sahen im ersten Durchgang dem Treiben der Roosters meist nur zu. So konnten Henry Martens (4.), Paul Traynor (6.) und Chris Schmidt (12./PP) die Entscheidung quasi schon im ersten Abschnitt herbeiführen. In der 13. Minute hatten die Fans in der Arena auch schon den vierten Iserlohner Torjubel auf den Lippen, doch das vermeintliche 4:0 durch Michael Wolf wurde irregulär erzielt, da das Tor hinter Lions-Keeper Ian Gordon längst verschoben war, als der Puck die Linie überquerte.

So konnten die Gäste im Mitteldrittel ins Spiel kommen. Die Iserlohner taten weniger als zuvor und Frankfurt bemühte sich vor allem offensiv um zwingendere Situationen. Iserlohns Torhüter Norm Maracle hielt seine Mannschaft im Mittelabschnitt im Spiel, aber den Anschlusstreffer von John Slaney in der 26. Minute konnte er nicht verhindern.

Im Schlussabschnit blieben die Hessen über weite strecken Ton angebend, doch die Chancenauswertung war wirklich nicht die große Stärke der Lions an diesem Nachmittag. Stattdessen standen die Frankfurter nun notgedrungen defensiv offener, was Räume für die Roosters-Konter schaffte. Aber auch Ian Gordon im Gäste-Tor erwies sich da als sicherer Rückhalt seiner Mannschaft. Zur tragischen Figur des Tages wurde in dieser Phase Sebastian Osterloh, dem vollkommen unnötig gegen Brad Tapper die Sicherungen durchbrannten. Direkt vor den Augen von Schiedsrichter Willi Schimm leistete sich der Nationalverteidiger einen Check gegen den Kopf des bereits am Boden hockenden Tapper. Schimm schickte Osterloh daraufhin folgerichtig unter die Dusche. Doch der Frankfurter Heißsporn war auch von Frankfurter Offiziellen nur mit Mühe zu beruhigen. Auf dem Eis wirkte sich das unnötige anschließende Handgemenge nicht aus. Im Gegenteil gereichte ein Überzahltreffer von Bobby Wren den Iserlohnern in der 57. Minute zum 4:1-Endstand.

Iserlohn steht nun auf dem dritten Rang hinter Spitzenreiter Krefeld und den Grizzly Adams Wolfsburg.
Stand: 12.10.2008, 17:24 Uhr
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11.06.2026 11:46 Uhr


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