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Deutschland

"Deutsches Eishockey hat ein Imageproblem"

Erich Kühnhackl ruft zur Zusammenarbeit auf

Es rumort an der Fanbasis im deutschen Eishockey: Abschaffung von Auf- und Abstieg, kein kontinuierlicher Modus, mangelnde Kooperation zwischen DEL und DEB. Am Rande der DEL-Partie zwischen Ingolstadt und Frankfurt am gestrigen Abend rief Erich Kühnhackl, Premiere Experte und Vizepräsident des Deutschen Eishockey Bundes die einzelnen Organisationen im deutschen Eishockey zur Zusammenarbeit auf: "Das deutsche Eishockey hat schon seit längerem ein Imageproblem! Jetzt müssen alle Organisationen (DEL, DEB, ESBG und alle Landesverbände) an einem Strang ziehen und dabei unter einem Dach versuchen, die Problematik zu lösen. Da muss jeder ab und an auch mal zurückstecken, aber alle müssen loyal und ehrlich zueinander sein. Es ist notwendig hart und intensiv miteinander und nicht gegeneinander zu arbeiten."

Dem pflichtete Bundestrainer Uwe Krupp im Premiere Studio bei: "Wenn es voran gehen soll, dann nur gemeinsam, da müssen wir Vollgas geben! Alle Funktionäre müssen an einen Tisch. Und dabei handeln, nicht nur reden und sagen man will, sondern handeln. Und dann so auseinandergehen, dass man sich auch wieder treffen wird!"

Weiterhin äußerten sich beide gegenüber Premiere zu folgenden Brennpunkten: Größe der Liga - Uwe Krupp: "Aus der Sicht des Bundestrainers wären weniger Mannschaften und damit weniger Spiele begrüßenswert!"

Kein Auf- bzw. Abstieg - Erich Kühnhackl: "Ich bin für Auf- und Abstieg! Der Sport ist trotz aller wirtschaftlichen Parameter wichtig, daher sollte man auf die Fans hören und diese Problematik neu diskutieren und ändern." Ausländische Profis werden gleich guten deutschen Nachwuchsspielern vorgezogen Kühnhackl: "Da sollten wir uns die Schweiz als Vorbild nehmen. Dort hat man versucht, die eigenen Spieler besser auszubilden und ihnen die Chance gegeben, ihren Sport auszuüben. Es gibt mittlerweile einige Vereine, die sich dieser Herausforderung stellen. Aber ich würde mir wünschen, dass sich ab sofort alle deutschen Vereinen noch intensiver dem Nachwuchs widmen würden."

Krupp: "Wir sind da leider nicht so entscheidungsfreudig wie die Schweiz."
Stand: 24.10.2008, 11:40 Uhr
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