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DEL

Wenig Reformeifer beim Spielplan

Kommentar zu den Ergebnissen der DEL-Tagung

Nun ist er also da, der neue Rahmenterminplan der DEL für die kommende Saison. Mit 15 Teams wird in 56 Hauptrundenspielen eine Abschlusstabelle erspielt, die Grundlage für die Play-Offs sein wird. 15 Mannschaften - 56 Spiele - Playoffs - Da war doch mal was ...

Es ist doch noch keine zwei Jahre her, dass mit exakt diesem Modus gespielt wurde, als Wolfsburg in die DEL aufgestiegen war. Ein Kritikpunkt an jenem Modus war doch, dass zu viele Spiele am Dienstag ausgetragen werden mussten und dadurch weniger Zuschauer kamen. Und jetzt wird genau dieser Modus wieder eingeführt?

Aber die erste Play-Off Runde wird ja anstatt im "best-of-seven" Modus nun als "best-of-three" gespielt. Weniger Play-Offs? Welche Spiele werden denn traditionell gut besucht? Spannende Partien, in denen es um etwas geht. Und dort wird nun gekürzt. Man muss kein Experte sein, aber nach der Saison wird der neue, alte Modus in den höchsten Tönen gelobt. Schließlich werden ja mehr Zuschauer gekommen sein, als zuvor. Liegt das vielleicht daran, dass Duisburg mit seinem bescheidenen Zuschauerdurchschnitt nicht mehr dabei ist? Dienstagsspiele wird es trotzdem vermehrt geben, denn die Anzahl der Wochenenden im Eishockey-relevanten Zeitraum kann nicht erhöht werden.

Wir werden also wieder eine ungerade Anzahl an Teilnehmern in der höchsten Klasse haben. Und wahrscheinlich nicht nur dort. Die Eispiraten Crimmitschau haben keine Lizenz für die zweite Liga bekommen, so dass diese wohl nur mit 13 Teams an den Start gehen wird. Man könnte ja mal in Duisburg fragen, ob die Füchse nicht ... Nein, das Thema ist ja durch. Aber vielleicht könnte noch eine neue Liga gegründet werden, in der die jeweils spielfreien Teams der DEL und der Bundesliga einen nicht relevanten Titel ausspielen!?

Zugegebenermaßen macht es Sinn, Priorität auf die Heim-Weltmeisterschaft 2010 zu legen. Und die Olympischen Spiele zu berücksichtigen ist auch gut. Zwar werden wir dort keine große Rolle spielen, aber dabei sein ist schließlich alles.

Was das deutsche Eishockey wirklich dringend braucht, sind geordnete Strukturen. Einen Spielplan, der eine gewisse Kontinuität gewährleistet, eine konstante Zahl von Teilnehmern und vor allen Dingen die Wiedereinführung von Aufstieg in, und Abstieg aus der DEL!

Die Nürnberger Fans mögen es verzeihen, aber die Insolvenz der Ice Tigers in der abgelaufenen Spielzeit hätte als Konsequenz eine Verkleinerung der Liga sehen müssen. Wieder eine große Chance, die verpasst wurde. Bleibt nur zu hoffen, dass die Heim-WM 2010 einen kleinen Boom auslöst, vom dem das Eishockey profitiert. Aber auch dazu bedarf es Kontinuität und Konstanz im Spielbetrieb. Hoffentlich wird da nicht die nächste Chance verpasst.
Stand: 03.07.2009, 10:51 Uhr
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