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DEL

Frankfurt Lions erhalten keine Lizenz

Insolvenz und "fehlende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit"

Die Frankfurt Lions bekommen keine DEL-Lizenz für die kommende Spielzeit. Nach Agenturberichten vom Mittwochabend hat die Deutsche Eishockey Liga den in Insolvenz stehenden Hessen "einseitig, außerordentlich und mit sofortiger Wirkung" den Lizenzvertrag gekündigt. Laut offizieller Begründung konnten die Frankfurter bis zum Abschluss des Lizenzverfahrens am 23. Juni keine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gemäß der Lizenzordnung der DEL nachweisen.
  Mittwoch, 30.06.2010, 22:03 Uhr


Für die in existenziellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckenden Frankfurt Lions dürfte der Lizenzentzug weitreichende Folgen haben. Mühsam verhandelte Sponsorenzusagen sowie ein in letzter Minute zustande gekommenes Entgegenkommen der Stadt Frankfurt bei Mietzahlungen für die Eissporthalle könnten umsonst gewesen sein. Das vorläufige Ende des Profi-Eishockeys in der Mainmetropole rückt näher.

Wenn am Freitag die mit Spannung erwartete DEL-Gesellschafterversammlung tagt, könnte es weitere "blaue Briefe" für DEL-Clubs hageln. Bei ganzen sieben Clubs steht hinter der Lizenzerteilung noch ein Fragezeichen, auch wenn etwa für die Eisbären Berlin die Erfüllung der Nachforderungen nur Formsache zu sein scheint. Zumindest aber Aufsteiger München wie auch die insolventen Kassel Huskies sind Wackelkandidaten. Fragezeichen stehen weiterhin hinter Köln, Krefeld, Hannover und Hamburg. Die eingereichten Lizenzunterlagen werden derzeit von Wirtschaftsprüfern intensiv durchgearbeitet. Für Freitag waren abschließende Entscheidungen in der Lizenzfrage vorgesehen.
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