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EC Kassel Huskies

Kölner Gericht hebt Einstweilige Verfügungen auf

DEL lehnt Kompromissvorschlag ab - Kassel vor dem Aus

Das Oberlandesgericht Köln hat die von den Kassel Huskies erwirkten Einstweiligen Verfügungen aufgehoben. Dies dürfte gleichbedeutend mit dem Ausschluss der Schlittenhunde aus der DEL sein, denn das Oberlandesgericht München hatte bereits die Zuständigkeit des eingesetzten Schiedsgerichtes bestätigt. Zudem wurde seitens des OLG Köln angemerkt, dass die vom Landgericht Köln erlassenen Verfügungen nichtig seien, da dieses gar nicht zuständig war.

Die heutige Verhandlung zwischen den Kassel Huskies und der Deutschen Eishockey Liga (DEL) begann mit einem Kompromissvorschlag des Richters. Dieser Vorschlag belief sich auf drei Punkte, wurde aber von der DEL abgelehnt.

Im einzelnen umfasste der erste Kompromissvorschlag des Gerichts folgende Punkte: Die Huskies spielen weiter in der DEL, alle Streitigkeiten vor Gericht werden beendet, die Huskies zahlen zu Beginn der nächsten Saison am 31.8.2011 eine nochmalige Lizenzgebühr an die DEL.

Die DEL hat den Vorschlag des Gerichts abgelehnt. Zur Begründung hieß es, der sportliche Wettbewerb dürfe nicht verzerrt werde. Eine Sanierung eines Vereins durch ein Insolvenzverfahren werde die DEL nicht zulassen.

Die DEL präsentierte einen eigenen Vorschlag: Kassel solle sofort alle ausstehenden Schulden an Berufsgenossenschaft, Krankenkasse und Finanzamt bezahlen. Darauf ließen sich die Huskies jedoch nicht ein. Man könne nicht zahlen, weil man nichts habe. Auch Huskies-Eigner Rossing könne die Summe nicht aufbringen.

Die momentan einzige Möglichkeit auf Verbleib in der DEL wäre nun, dass die Huskies eine Einstweilige Anordnung des Bundesgerichtshofes (BGH) einholen könnten. Allerdings soll ein Eilantrag bereits angelehnt worden sein, nach einer unbestätigten Meldung soll Huskies-Eigner Dennis Rossig den Gang zum BGH ebenfalls abgelehnt haben.

Im Interview mit der "HNA" äußerte sich Geschäftsführer Dr. Westhelle im Anschluss an die Verhandlung wie folgt: "Die Kassel Huskies sind faktisch tot. Glauben Sie denn, dass jetzt noch ein Spieler am Sonntag zum Spiel nach Dresden mitfährt? Ich nicht."

Dennoch will Dr. Westhelle Einspruch beim BGH einlegen, deutete aber bereits an, dass das nichts mehr nutzen werde. Auch die DEL -Funktionäre bedauern den Verlust des Standortes Kassel, verwiesen dennoch immer wieder auf die unzulässige Art und Weise der Entschuldung der Huskies.

Gernot Tripcke: "Es ist schade um den Standort Kassel, die Spieler und die Fans. Aber wir mussten Schaden von der ganzen Liga abwenden. Wir werden jetzt sofort einen neuen Spielplan machen ohne die Huskies. Sie werden ab dem 1. Spieltag nicht dabei sein."

Wilfried Fabel, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der DEL: "Ich bedaure, dass es soweit gekommen ist. Mir tun vor allem die Fans in Kassel leid, aber wir brauchten in der Liga Rechtsssicherheit. Kassel hätte sich einfach sanieren können wie andere Vereine auch, indem sie Gelder von Sponsoren aufgetrieben hätten und ihre Schulden bezahlten. Ich hoffe, dass es in Kassel noch Leute gibt, die die Karre aus dem Dreck ziehen können."
Stand: 26.08.2010, 13:10 Uhr
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Gast
10.06.2026 05:22 Uhr


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Kommentare (83)
07.09.2010, 20:25 Uhr
Berliner Engel (Gast)
Pred wir finden Dich ;) Danke für den Wegweiser!
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28.08.2010, 08:48 Uhr
Pred (Gast)
@ Tisa das kriegen wir hin, lesen und dann ja sicher noch öfter hier!!
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28.08.2010, 00:51 Uhr
Tisa (Gast)
Ich lese immer was von 100 Mitarbeitern, die nun ohne Job dastehen. Sorry, aber wofür brauchen die Huskies 100 Mitarbeiter??? Selbst wenn ich die Spieler dazu zähle komme ich bei keinem Verein auf 100 bezahlte Mitarbeiter. @ Pred..... solltest du mit Berlin nach HH kommen, dann sollten wir auch ...
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27.08.2010, 22:19 Uhr
noch ein Kasseler (Gast)
@Pred das war dumm vom schau Dich demnächst mal dem MC HA Chapter, Berlin um mehr werde ich hier nicht Kundtu,es sei ich lese der Fan Pred....,der rest sei mit Deiner Fantasie
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27.08.2010, 19:01 Uhr
Hannover (Gast)
Warum dieses Regelwerk das große Arenen gebraucht werden? Von mir aus sollen sich die Indians und die Scorpions den Pferdeturm teilen. Entfallen schon mal die Kosten für die völlig überzogene TUI Arena. Solche Hallen kann sich das deutsche Eishockey nunmal nicht leisten. Um Kassel tut es mir leid, u...
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