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Hannover Scorpions

Scorpions-Geschäftsführer fordert Reformen

Radikalkur im deutschen Eishockey muss her

Marco Stichnoth, Geschäftsführer der Hannover Scorpions, hat sich in einem Artikel der Lokalpresse für Reformen im deutschen Eishockey ausgesprochen. Die anhaltenden Finanzprobleme bei vielen Clubs erfordern eine Radikalkur.

Stichnoth wünscht sich als Grundlage der Reform eine Wiedervereingung vom Deutschen Eishockey Bund (DEB) mit der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und bemängelt, dass die Deutsche Eishockey Liga sich selbst zu hohe Standards bei den Spielstätten auferlegt hat. Die modernen Arenen verursachen fast überall zu hohe Kosten, da bei zu vielen Spielen nicht genug Zuschauer kommen. Ausnahmen bilden derzeit nur Berlin und Mannheim. 5.000 Zuschauer lassen sich nach Ansicht von Stichnoth an jedem DEL Standort mobilisieren. Das ist aber oft zu wenig für die großen Mulitfunktionsarenen. Die Verluste müssen von finanzkräftigen Gesellschaftern ausgeglichen werden. Wenden sich die Gönner vom Club ab, droht oft der komplette Ausstieg wie zuletzt in Hannover. Stichnoth ist überzeugt, dass der Sport nicht länger nur von Investoren leben darf.

Stichnoth fordert die Anforderungen an die Spielstätten zu reduzieren. So könnten Clubs einige Spiele in kleinere Hallen verlegen. Diese Änderung wäre auch eine grundsätzliche Voraussetzung, um den Auf- und Abstieg wieder einzuführen. In der Vergangenheit mussten Clubs wie Bremerhaven und Bietigheim auf den Aufstieg in die DEL verzichten, weil die Hallen zu klein waren. Stichnoth sieht den Vergleich zum Fussball, wo kleine Clubs wie Mainz 05 oder der FC St. Pauli eine Bereicherung für die Bundesliga darstellen.

Stichnoth hätte selbst kein Problem, wenn seine Scorpions statt in moderne Arenen auch nach Bietigheim oder zum Derby an den benachbarten Pferdeturm fahren müssten, falls die Hannover Indians den Aufstieg in die DEL schaffen sollten.
Stand: 01.09.2010, 23:16 Uhr
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Gast
11.06.2026 08:14 Uhr


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Kommentare (27)
16.09.2010, 13:03 Uhr
Klaus (Gast)
Leider ist die DEL heute meilenweit davon entfernt, wie sie sich präsentieren wollte. Fakt ist, dass Eishockey momentan zu wenige Zuschauer hat. Sich dem Trend duch kleinere Stadien anzupassen, wird nicht helfen. Als nächstes kommt dann die Freiluftveranstaltung ohne Ticketverkauf, weil die Kosten...
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04.09.2010, 20:21 Uhr
kj (Gast)
@Fraggle: Bietigheim hatte letzte Saison 1.700 Zuschauer im Schnitt, die Halle war nicht ein einziges mal ausverkauft und fasst i.Ü. 3.600 Zuschauer. Das ist wahrlich kein Standard, den wir in einer ersten Liga in Deutschland brauchen um die Sportart Eishockey bekannter zu machen. Zum Videowürfel ...
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03.09.2010, 23:03 Uhr
Fraggle (Gast)
@kj Ja Ja... Planungssicherheit.... Soviele überschuldete Vereine wie im Moment haben noch nie in der 1. Liga gespielt bzw sind nach der Lizensierung rausgeflogen. Und Mindestanforderung 9000 Punkte... Ein Videowürfel bringt allein schon 3000. Wer braucht nen Videowürfel? Ich denke keiner.. Und waru...
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03.09.2010, 22:25 Uhr
kj (Gast)
@ChrisDB44: Deiner Rechnung gebe ich insoweit recht, wenn an einem DEL-Standord kein Potential da ist eine 10.000 Zuschauer-Halle zu füllen. Dann gehst Du aber auch hier von einer Halle aus die mind. 6000 Zuschauer fast. Genau das tuen die aktuellen Regularien der DEL - sie fordern sogar weniger. Ab...
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03.09.2010, 20:45 Uhr
FriedlicherIndianer (Gast)
@Westboy: Muss nicht sein. Laut meinem Schwager (Scorpions-Fan) ist das Essen/Bier bei den Indians eindeutig besser. Bei den Toiletten könntest Du aber recht haben ;)
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