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Iserlohn Roosters
Mittwoch, 09.06.2010, 22:02 Uhr

Iserlohner Geschäftsführer übt Kritik

Brück über die wirtschaftliche Lage der DEL

Iserlohns geschäftsführender Gesellschafter Wolfgang Brück hat im Rahmen einer Gesprächsrunde im VIP-Raum der Eissporthalle deutliche Worte über die Lage der Liga gefunden. "Was wir derzeit erleben, ist nur die Spitze eines Eisberges", äußerte sich Brück besorgt. Bei jährlichen Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe hält Brück die Zukunft der DEL für völlig offen. Mindestens ein Klub wird in diesem Sommer den Spielbetrieb noch einstellen müssen.

Brück kommentierte auf Nachfrage jedes der aktuellen Sorgenkinder: "Köln hat immer rote Zahlen geschrieben und wird immer Probleme haben. Allein deren Mietzahlungen entsprechen Umsätzen mancher Klubs. In Köln sind von einigen Gesellschaftern in den vergangenen zehn Jahren 30 Millionen Euro investiert worden. Da können die Vereine froh sein, dass es solche Idioten gibt."

Im Fall Kassel hofft Brück, dass die Huskies mit ihrer Planinsolvenz keinen Erfolg haben werden, damit dieser Weg nicht auch noch von anderen Klubs gegangen wird. Eine Entscheidung erwartet Brück erst in letzter Instanz.

Die Frankfurt Lions sind nach Brücks Ansicht ein Beispiel für notwendige Gehaltsobergrenzen in der Liga. Bei den Hessen wurden Gehälter bezahlt, die nicht refinanzierbar waren. In Iserlohn würde ein solches wirtschaften innerhalb von zwei Jahren zur Pleite führen.

Peinlich findet Brück die Diskussion um den Aufstieg des EHC München. Brück befürwortet einen DEL-Standort in der bayerischen Landeshauptstadt. Ansonsten sieht er in der zweiten Liga kaum noch Klubs, die das Potenzial hätten in der DEL mitzuspielen. In dem Zusammenhang kritisierte Brück auch das Lizenzierungsverfahren. Es müsste viel strenger kontrolliert werden. Stattdessen wird nach Ansicht von Brück eher ein Auge zugedrückt. Streng genommen dürften nur vier oder fünf Klubs in der DEL spielen. Da in Iserlohn seit Jahren ein anderer Kurs gefahren wird, findet Brück das Fehlverhalten anderer Klubs als wettbewerbsverzerrend.

Für die kommende Saison wollen die Sauerländer wieder eine akzeptable Mannschaft zusammenstellen, die um Platz zehn mitspielt.
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23.07.2026 15:20 Uhr

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