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EHC Red Bull München 08.09.2014, 20:07
Vorschau

Überflieger mit einem Torwart-Problem?

Saisonvorschau Red Bull München

Eine Teamvorschau über Red Bull München zu schreiben ist zumindest immer ein interessantes Unterfangen. Anzusprechende Themen gibt es genug - im Imperium des Brausebarons Matteschitz wird es einfach nie langweilig. Da hat es letztes Jahr mit der Übernahme des Münchner DEL-Clubs durch eben jenen Getränkeunternehmer einen großen Umbruch gegeben und nach gerade einem Jahr wiederholt sich das Schauspiel. Kontinuität? (Noch) Fehlanzeige!

Die Liste der Zu- und Abgänge bei den Münchnern ist jeweils zweistellig. Auch andere Positionen im Verein wurden neu besetzt - u.a. der Posten des Cheftrainers, den der bekannte aber zuletzt unbeliebte Pierre Pagé an keine minder schillernde Figur abgab: Don Jackson. Der Serien-Meistercoach der Eisbären war in der vergangenen Spielzeit mit Salzburg auf Anhieb sehr erfolgreich, scheiterte dann aber spektakulär im EBEL-Finale gegen den Außenseiter Bozen. Nun wurde Jackson offenbar zurück in die DEL beordert, während in Salzburg ein weiterer Star-Trainer das Zepter schwingt: Dan Ratushny.

Doch wer - wie einige Medienvertreter es prophezeien - nun einen radikalen Kurswechsel in München erwartet, der täuscht sich. Jackson ist so etwas wie der Ziehsohn von Pagé. Beide kennen und schätzen sich und verfolgen innerhalb des Red Bull Konzern eine gemeinsame, mittel- und langfristig angelegte Strategie. Das heißt natürlich nicht, dass der erfolgshungrige Don Jackson nicht am liebsten gleich in der kommenden Saison wieder Meister werden würde, aber es geht nach wie vor auch um den Aufbau einer jungen Generation, die über Jahre hinweg in der Lage ist, auf hohem Niveau zu spielen - irgendwann. Dazu muss natürlich auch ein Korsett aus erfahrenen Spielern sozusagen als "verlängerter Arm" des Trainers auf dem Eis vorhanden sein. So erklären sich dann schnell Transfers wie der von Michael Wolf (lange Jahre Torjäger in Iserlohn), Mads Christensen (geschätzter Spieler von Jackson in Berlin) oder Richie "Gewehr" Regehr, der über den Umweg Schweden ebenfalls aus Berlin nach München kam und mehrere Jahre zu den absoluten Top-Verteidigern der Liga gehörte.

Es wird in München also auf beides geachtet: Kurzfristige Erfolge, die aber nachhaltig abgesichert werden sollen. Die (enormen) finanziellen Aufwendungen dafür kann der Konzern schultern. Und Don Jackson soll mit seiner eher nüchternen und weniger philosophischen Art als Pagé bei den Spielern besser ankommen. Pagé wird wieder das, was er ohnehin am Besten kann: Der gut vernetzte Strippenzieher im Hintergrund.

Aber was wird nun in der kommenden Saison von München zu erwarten sein? Die Qualitätsfrage im Kader stellt sich nicht - obwohl es an einem neuralgischen Punkt ein potenzielles Problem gibt. Ausgerechnet im Kasten haben die Münchner mit dem Franzosen Florian Hardy ein großes Fragezeichen zu stehen. Dass die Franzosen Pucks fangen können wissen wir nicht erst seit Fabrice Lhenry, doch Hardy hat bislang nur an verschiedenen Stationen im zweitklassigen Frankreich gespielt. Da muss man abwarten, was in der DEL passiert. Immerhin haben er und Torhüter-Partner Niklas Treutle eine robuste und gut gebaute Abwehr vor sich zu stehen, aber ein potenzielles Problem bleibt die Torhüter-Position auf alle Fälle.

Ansonsten gibt es an der Kaderliste der Red Bulls nichts zu meckern. Aufgrund der beschriebenen Umstände ist für die Münchner eigentlich alles von der Meisterschaft bis hin zum (peinlichen) Playoff-Verpassen denkbar. Wir glauben, es wird für das Halbfinale reichen. Das würde auch für Ruhe in der bayerischen Landeshauptstadt sorgen, so dass man im kommenden Sommer nicht wieder 30 Minuten die Kaderliste studieren müsste, um einen Eindruck vom Gesicht der Mannschaft zu erhalten.
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Gast
12.05.2026 02:18 Uhr


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Kommentare (4)
19.09.2014, 10:15 Uhr
Herbert
Bislang macht er seine Sache doch recht gut.
Bewerten:1 

18.09.2014, 11:09 Uhr
Future Stars (Gast)
Finde es immer noch lustig, das Straubing zu dumm (Bauernschlau) war Red Bull, als Sponsor zu gewinnen. Jetzt müssen sie einsparen und zittern um in der Liga zu bleiben und München, ja München :-D was ist denn da los...?
Bewerten:2 

09.09.2014, 12:43 Uhr
HHF (Gast)
Wenn die DEL zweitklassig ist, dann ist die Französische Liga drittklassig. Bei ausreichend Kohle genau auf der Torhüterposition eine Wundertüte mit Lizenz zu platzieren für mich vollkommen unverständlich
Bewerten:6 

09.09.2014, 08:59 Uhr
FHM (Gast)
"Hardy hat bislang nur .... im Frankreich gespielt ". Für die zweitklassige DEL wirds schon langen.
Bewerten:3 



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