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Schweinfurt Mighty Dogs 30.09.2002, 14:55

ERC Schweinfurt gewinnt "Unterfrankenderby"

3000 Besucher sehen eine ausgeglichene und spannende Partie

Schon vor Spielbeginn bedankte sich Stadionsprecher Sven Schröder bei 3000 Zuschauern, die für volle Ränge und tolle Stimmung sorgten. Aber das war sicher keine Überraschung, schließlich stand das, seit Jahren, erste Unterfrankenderby um Punkte auf dem Programm.

Und um es gleich vorweg zu nehmen: Es war sicher kein besonders schönes Spiel, denn dafür ging es für beide Mannschaften um zu viel. Hassfurt kam als Tabellenführer, und wollte das auch bleiben, Schweinfurt hatte von den ersten 3 Spielen nur eines gewinnen können, und die Fans erwarteten von ?Ihren MightyDogs? unbedingt einen Sieg. Heraus kam ein Spiel, das in erster Linie von der Spannung und dem stets nur äußerst knappen Vorsprung des ERV lebte. Hassfurt war jederzeit in der Lage das Geschehen ?offen? zu halten und Mitte des letzten Drittels waren die Sharks sogar nahe dran das Spiel zu kippen. Die MightyDogs begannen, aus den oben geschilderten Gründen das Spiel nervös, und auch Hassfurt ?glänzte? zu Beginn mit einigen Fehlpässen. Bereits in der zweiten Minute die erste Strafzeit für Sergej Waßmiller, nach einem Faul, das eigentlich keines war. Möglicherweise wollte sich das Schiedsrichtergespann von Anfang an Respekt verschaffen und zeigen, dass es jederzeit Herr der Lage sein wird. Und das waren die Schiedsrichter dann auch. Während des gesamten Spiels gab es kaum Pfiffe aus beiden Lagern, was sicher ein Beweis für die gute Leistung der ?Zebras? war. In der 8 Spielminute dann 2 Minuten für Mikhail Nemirovsky wegen Behinderung und ebenfalls 2 Minuten für Hassfurt wegen unnötiger Härte. Noch in der gleichen Minute weitere 2 Strafminuten für Hassfurt wegen Stockcheck. Vier gegen drei!! Das müsste doch klappen. Doch das Überzahlspiel lies leider (wie auch im weiteren Spielverlauf) zu wünschen übrig. Daran muss Jari mit der Mannschaft noch arbeiten. Dennoch, als fast keiner mehr daran glauben wollte, das 1:0 durch Michael Thurner auf Zuspiel von Sergej Waßmiller und Petr Fabian. Befreit jubelten Mannschaft und Fans auf. Nach diesem Führungstreffer drängte Hassfurt auf den sofortigen Ausgleich und hatte mehrere gute Chancen, doch ?Willi? Wilhelm hielt gewohnt gut. Wie gut Thomas Wilhelm wirklich ist, zeigt am deutlichsten, dass man so gut wie keine Stimmen mehr hört, die Timo Järvinnen nachtrauern. Es sollte bis zur 17. Minute dauern, bis zur nächsten Schweinfurter Chance, doch Petr Fabian, der nicht mehr damit gerechnet hat, dass der Puck noch zu ihm kommt, verstolpert frei vor dem Tor. In der 18. Minute eine Bankstrafe für Hassfurt wegen Spielverzögerung und in der 19. Minute weitere 2 Minuten für Hassfurt wegen Stockschlag. Aber leider können auch 5 Dogs gegen 3 Haie in dieser Situation kein weiteres Tor mehr erzielen. 1:0 nach dem ersten Drittel.

Auch das zweite Drittel beginnen die Dogs sehr nervös. Die knappe Führung macht sie nicht sicherer. Dennoch ziemlich überraschend in der 24. Minute das 2:0 durch Jamie McKinley auf Zuspiel von Todd Miller und Mikhail Nemirovsky. Das 3:0 durch Michael Thurner auf Zuspiel von Petr Fabian und Thomas Pisa nur 9 Sekunden später brachte den IceDome zum Kochen. Jetzt war Stimmung pur auf den Rängen. Hassfurt nahm sich eine Auszeit, und die Schweinfurter Fans hofften auf noch mehr. In der 26. Minute dann 2 Strafminuten gegen SW. John Noob musste in die Box. In der 27. Minute konnte Jamie McKinley nur mit einem Foul gestoppt werden, das bedeutete 2 Minuten fürHassfurt. In der 31 Minute dann 2 + 10 Minuten für die Nr. 17 Andreas Hermann von Hassfurt wegen eines Stockchecks. Weitere 2 Minuten später 2 Strafminuten für Thomas Pisa wegen Hakens. Und dieses Überzahlspiel für Hassfurt sollte Folgen für die Dogs haben. In der 35. Minute gelang Hassfurt der Anschlusstreffer zum 3:1. Direkt im Anschluss an dieses Tor gab es 2 Minuten für Moritz Schmidt wegen Unsportlichkeit und nur 28 Sekunden später weitere Strafzeiten gegen einen Hassfurter Spieler (Danny Albrecht) und Mikhail Nemirovsky, ebenfalls wegen Unsportlichkeit. Kaum war Mikhail wieder auf dem Eis, gelang ihm in der 18. Minute nach Zuspiel von Todd Miller das 4:1. Bei diesem Tor (im Fußball würde man sagen, durch die ?Hosenträger?) sah der Hassfurter Goalie nicht sehr gut aus. Leider musste aber auch Thomas Wilhelm eine Minute später ein weiteres Tor durch Hassfurt (strammer Schlagschuß aus dem Halbfeld ins lange Eck) hinnehmen. Das bedeutete gleichzeitig den Endstand von 4:2 nach dem 2. Drittel.

Auch das letzte Drittel beginnen die MightyDogs mit einem Tor. Bereits in der 44. Minute erzielt Christopher Schadewaldt mit einem Schlagschuß von der blauen Linie, das 5:2. Doch wer glaubte, damit war Hassfurt endgültig besiegt, der sollte seine Meinung bald ändern. Im Gegenteil, die Haie schlagen zurück und schaffen es in der 46. Minute erneut, mit dem Tor zum 5:3, den alten Abstand wieder herzustellen. In der Folge übernimmt Hassfurt deutlich das Spiel. MightyDogs-Trainer Jari Pasanen sieht das natürlich auch und nimmt in der 49. Minute eine Auszeit. Zu diesem Zeitpunkt haben die Hassfurter Fans den IceDome ?übernommen?. Deutlich spüren sie, dass für Ihre Mannschaft ?noch was drinnen ist?. Schweinfurt hat nun alle Hände voll zu tun, um den knappen Vorsprung zu halten. Und bis zur 56. Minute gelingt das auch. Aber dann schlägt Hassfurt erneut zu: Nur noch 5:4. Wird das reichen? Wird es den MightyDogs gelingen, dieses Ergebnis über die Zeit zu retten? In der 57. Minute dann die Vorentscheidung. Nach einem Getümmel vor dem ERV Tor dauert es recht lange, bis sich die Schiedsrichter entscheiden. Heraus kommt eine persönliche 10 Minuten Strafe für Todd Miller und eine 2 Minuten Strafe für Korhonen von Hassfurt. Das heißt, das Spiel geht ? sehr zum Unmut der Sharks-Fans - weiter mit 5 zu 4 Überzahl für Schweinfurt. Im Verlaufe diese Überzahlspiels fällt dann die endgültige Entscheidung. Petr Fabian gelingt mit einem Schuß von der blauen Linie das 6:4 und bis zum Spielende lassen die MightyDogs dann nichts mehr anbrennen. Dass die Mannschaft im Anschluss von Ihren Fans entsprechend gefeiert wurde, bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung. Aber auch die Hassfurter Fans harrten bis lange nach Spielende aus und wurden ebenfalls mit einer ?kleinen Ehrenrunde? Ihrer Mannschaft belohnt. In der anschliessenden Pressekonferenz waren sich die beiden Trainer einig: "Die an diesem Abend bessere Mannschaft hat gewonnen".
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Gast
29.06.2022 02:48 Uhr


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Schweinfurt Mighty Dogs 29.04.2014, 18:59

Rückzug der Mighty Dogs

Finanzielle Unterstützung nicht ausreichend

Nach zwei Jahren in der dritthöchsten Spielklasse  zieht der ERV Schweinfurt seine 1. Mannschaft, die Mighty Dogs, aus der Oberliga Süd und somit aus dem Profispielbetrieb zurück. Bereits während der zweiten, über weite Strecken ernüchternden, Spielzeit wurde klar geäußert, dass es eine dritte Saison nur geben wird, wenn das finanzielle Risiko aus dem Verein ausgelagert wird. Schon während der Deutschland Cup Pause wurden erste Gespräche mit potentiellen Gesellschaftern für eine neue Spielbetriebs-GmbH geführt, die jetzt jedoch nicht zu einem positiven Abschluss geführt werden konnten.
Schweinfurt Mighty Dogs 21.01.2014, 19:31

Robert Torgler übernimmt Schweinfurt

Trainerlösung bis zum Saisonende

Rob Torgler wird ab sofort bis zum Ende der Saison für die Mannschaft der Schweinfurt Mighty Dogs verantwortlich sein. Der am 9.3.1959 in Kanada geborene ehemalige Stürmer spielte aktiv für Regensburg, Stuttgart, Hannover, Essen, Wolfsburg, Duisburg und Bremerhaven in der Oberliga und 2. Bundesliga. Mit 28 Jahren folgte der Wechsel hinter die Bande. Gleich in seinem ersten Jahr als Headcoach feierte Torgler mit dem EHC Ingolstadt die Meisterschaft in der Oberliga Süd (1987).
Schweinfurt Mighty Dogs 01.01.2014, 17:55

Markus Koch zieht nach München

Studium beendet

Nach 175 Spielen in 5 Saisons werden die beiden Oberligaspiele gegen den EC Peiting und Deggendorf Fire die letzten für Markus Koch im Dress der Mighty Dogs sein. Der 28-jährige Verteidiger, der sein Lehramtsstudium erfolgreich abschloss und nun aus privaten und beruflichen Gründen nach München umziehen wird, entstammte dem Schwenninger Nachwuchs, für die er auch lange Zeit in der 2. Bundesliga auf dem Eis stand.
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