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Eisbären Berlin

Ein Abend der vergebenen Möglichkeiten

Eisbären unterliegen Play-Off-Konkurrent aus Hessen mit 1:3

Das war mehr als dumm! Vor 4.500 Zuschauern im "Wellblechpalast" haben die Berliner Eisbären als Tabellensechster, die Chance vergeben, mit den zuvor achtplatzierten Frankfurt Lions einen direkten Konkurrenten um die Play-Off-Qualifikation abzuschütteln. Der Partie fehlte es aus Berliner Sicht an Konsequenz und Durchsetzungsvermögen. Zu überzeugen wussten lediglich einige Akteure aus der dritten und vierten Sturmreihe. Die "big points" machten an diesem Abend die Gäste.
  Sonntag, 21.01.2007, 20:44 Uhr


In der schnelle, aber trotzdem über weite Strecken niveauarmen Partie, war zunächst Schiedsrichter Piechaczek Hauptfigur auf dem Eis. Mit überzogenen Strafen verschaffte sich der Referee jedoch weder bei Zuschauern noch Spielern Respekt. Und insbesondere das ständige, teils minutenlange Meckern von Lions-Kapitän Young hätte Piechaczek - wäre er seiner kleinlichen Linie konsequent treu geblieben, dann auch mal mit einer Disziplinarstrafe ahnden können. Während das Spiel also im ersten Drittel vor sich hin dümpelte, beschäftigten sich die Eisbären-Fans neben Schmährufen für den Schiedsrichter auch mit Jeff Jillson, dessen erneut teils unglückliche Aktionen mit Raunen und teils höhnischen Rufen begleitet wurden. Doch das Eisbären-Spiel krankt nach wie vor am System und nicht an der Verfehlung Einzelner. So war auch dann in der 26. Minute eine Unterzahlsituation der Berliner Wegbereiter zum Torerfolg - kurios, aber bezeichnend, wer die Protagonisten des Berliner Treffers waren: Der quirlige Verteidiger Kramer, der sonst wenig Eiszeit erhält, griff einen Fehlpass der Lions in der neutralen Zone auf und schickte Pederson und Rankel in den Konter, Baxmann vollendete nach Rückgabe von der blauen Linie.

So ging es mit einem durchaus verheißungsvollen Zwischenstand in den letzten Durchgang, der dann jedoch zum "Waterloo" für die Eisbären wurde. Wörle (50.), Bresagk (54./Powerplay und schließlich Jason Young per Schuss ins verwaiste Eisbären-Tor machten den vielleicht wichtigsten Auswärtssieg der Lions in dieser Saison bisher perfekt. Die Berliner dürfen da nicht mit ihrem Schicksal hadern, denn wie so oft wäre mehr drin gewesen. Und gegen einen Ian Gordon muss man einfach schießen, schießen, schießen - das versäumten die Pagé-Schützlinge an diesem Abend zu oft.
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23.09.2026 06:36 Uhr

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