"Großes Selbstvertrauen!"
Interview mit Tobias Ancicka
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Tobias Ancicka. Foto: City-Press.
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Tobias Ancicka teilt sich seit Saisonbeginn mit Mirko Pantkowski die Aufgabe das Kölner Tor zu hüten. Nach der knappen 2:3-Niederlage gegen Straubing sprach er mit Ivo Jaschick:
Tobias, was können Sie über das Spiel sagen - denkbar knapp mit 3:2 gegen den Tabellenzweiten verloren. An Ihnen lag es nicht - Sie haben Ihren Haien mit einer wieder tollen Leistung, die Chance gegeben zu punkten, aber es sollte dieses Mal nicht sein!
Ja, schade, dass wir verloren haben - es war sehr knapp! Wir haben gewusst, dass Straubing eine sehr gute Mannschaft hat. Im ersten Drittel waren wir vielleicht ein wenig zu langsam, nicht ganz da - aber im zweiten Abschnitt waren wir die bessere Mannschaft, hatten auch mehr vom Spiel, waren auch besser als die Spiele davor. Aber leider haben wir zu wenig Tore geschossen, oder soll ich sagen, mindestens eins zu viel reinbekommen. Uns fehlte heute einfach das letzte Quäntchen Glück, denn nichts destotrotz haben wir heute ein gutes Spiel gemacht! Ein Spiel auf dem wir auch aufbauen können!
Sie waren jetzt die letzten fünf Partien im Tor, haben vier Siege und 12 von 15 Punkten geholt - darunter ein Shutout bei Ihrem Ex-Verein, den Eisbären (1:0 nP./52 Schüsse) und den Wild Wings die erste Heimniederlage zugefügt! Könnte ich sagen, dass Sie einen Lauf haben?
Jein - vor allen Dingen das Spiel in Berlin war ein gutes von mir! Aber nicht nur von mir, sondern von der ganzen Mannschaft! Wir hatten gewusst, dass wir ein paar Verletzte hatten, und da haben wir uns gesagt, dass wir die kompletten 60 Minuten Vollgas geben. Das haben wir gemacht und dann war es für mich auch einfacher die Scheiben zu halten. Ein Shutout ist immer ein Teamerfolg, nie der allein vom Torwart - aber für mich lief es nach diesem tollen Erfolgserlebnis (gerade in Berlin - Anm.d.A.) eigentlich sehr gut! Ich hatte das Momentum auf meiner Seite, hatte großes Selbstvertrauen - aber letztendlich fängt man bei jedem Spiel von vorne an, ist nur so gut, wie das letzte Spiel! Deswegen muss ich immer weitermachen, mich weiterentwickeln und auf das nächste Spiel fokussieren!
Auch heute waren Sie ja wieder der ruhende Pol, haben gehalten, was zu halten war! Mehr können Sie eigentlich nicht machen! Welche Rolle haben Sie, der Torwart im Spiel?
Ich denke schon, dass wir Torhüter eine sehr große, wichtige Rolle im Spiel innehaben. Aber Eishockey ist ein Teamsport und ein Torhüter alleine kann kein Spiel gewinnen. Aber umgekehrt ist es genauso - fünf Feldspieler brauchen immer einen Torhüter! Er sollte auch möglichst in der Lage sein, seinem Team Ruhe zu geben - das versuche ich natürlich immer. Das zweite Gegentor heute muss ich ein wenig auf meine Kappe nehmen und nach einem 0:2 ist es natürlich schwer wieder zurückzukommen. Aber mein Fokus liegt jetzt wieder auf dem nächsten Spiel!
Ich denke nicht, dass Sie beim zweiten Tor der Tigers eine Chance hatte, es war ein perfekter Spielzug der Straubinger! Was gibt es zu dem Torhütertandem Pantkowski/Ancicka zu sagen?
Wir sind Partner im Tor und wollen beide das Beste erreichen! Es ist ein gesunder Konkurrenzkampf in dem wir beide uns gegenseitig pushen - wir haben ein sehr gutes Verhältnis! Am Dienstag steht das nächste Spiel hier in der Lanxxcess-Arena an - mal schauen wie es weitergeht!
Vielen Dank!
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