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Krefeld Pinguine
Donnerstag, 04.01.2007, 23:53 Uhr

Kämpferisches Derby mit Krefelder Happy-End

Pinguine gewinnen ein emotionales "Straßenbahn-Duell"

Das war Werbung für die Deutsche Eishockey Liga (DEL)! Krefeld und Düsseldorf lieferten sich am Donnerstagabend ein packendes, kämpferisches und vor allem spannendes Straßenbahn-Duell in der Rheinlandhalle. 6.154 Zuschauer sahen einen knappen 4:3-Sieg der Schwarz-Gelben in stimmungsvoller Atmosphäre.

Genau 154 Sekunden waren gespielt, da stach Rob Collins ins KEV-Herz. Die Pinguine ließen sich trotz des Fehlstarts nicht entmutigen: Top-Torjäger Herberts Vasiljevs (17.) traf im ersten Drittel noch den Außenpfosten, bevor Roland Verwey (23.) im zweiten Abschnitt die richtige Antwort parat hatte.

Schiedsrichter Harald Deubert zegte keine klare Linie und lag mit seinen Entscheidungen nicht immer richtig. Doch 79 Sekunden vor der Sirene lag der Unparteiische richtig, als er Craig Johnson einen Penalty zusprach - Sasa Martinovic hatte ihn gestoppt - und dieser seine Chance eiskalt nutzte. Der Kanadier schlenzte den Puck per Rückhand in den rechten Winkel.

Beide Mannschaften zeigten vollen Einsatz. Im Schlussabschnitt passte Jan Alinc (41.) im Powerplay vor das Tor, DEG-Kapitän lenkte die Scheibe unglücklich mit seinem Schlittschuh ins eigene Tor ? 2:2. Richard Pavlikovsky bugsierte die Scheibe nur eine Minute bei doppelter Überzahl per Schlagschuss zum 3:2 ein. Es ging ständig hin und her: Die Mannen von Don Jackson wollten sich jedoch nicht lumpen lassen. Exakt zwei Minuten später sorgte Rob Collins für den 3:3-Ausgleich.

Die kämpferisch und emotional geführte Partie hatte ihren Höhepunkt erreicht: Zuerst schickte Schiedsrichter Deubert Jean-Luc Grand-Pierre in der 44. Minute unnötigerweise vom Spielfeld, dann war es erneut Verwey, der eineinhalb Minuten vor Schluss den KEV-Streich perfekt machte.

Die Zuschauer werden dieses Spiel noch lange in Erinnerung behalten. Die DEG wollte die Niederlage nicht wahr haben und legt aufgrund einer falschen Entscheidung Deuberts Protest ein. Franz Fritzmeier, sportlicher Leiter der Pinguine, meinte dazu nur kühl: "Der Einspruch wird sowieso abgeschmettert." Mit dem Sieg sorgten die Pinguine für Euphorie bei der eigenen Kulisse. "Die Leute hatten heute ihren Spaß", fasste KEV-Coach Jiri Ehrenberger zusammen. Für ihn dürfte es einer der schönsten Siege in seine Trainerkarriere gewesen sein. Aber der gebürtige Tscheche blieb zumindest nach außen unbeeindruckt: "Das war nur ein Derby-Sieg."
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08.08.2026 14:24 Uhr

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