"Köln ist wirklich eine riesige Stadt - so etwas bin ich gar nicht gewohnt"
Interview mit dem Haie-Goalie nach seinem zweiten Shut-out
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Janne Juvonen. Foto: Kölner Haie.
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Kölns Torwart Janne Juvonen feierte im Spiel gegen die Dresdner Eislöwen seinen zweiten Shut-out. Nach dem Spiel sprach der Finne mit Ivo Jaschick.
Gratulation zu Ihrem zweiten Shutout-Sieg (zu Null) für Ihre Kölner Haie - wie haben Sie das Spiel gesehen?
Ich denke, dass wir das ganze Spiel, die ganzen 60 Spielminuten ein sehr gutes, konzentriertes Spiel abgeliefert haben. Meine Vorderleute haben mir das Leben leicht gemacht, ich hatte nicht allzu viel zu tun. Es gab einige Chancen für den Gegner, aber nicht zu viele. Ein netter Arbeitstag für mich.
Das schon. Aber was auf das Tor kam, war Ihre sichere Beute!
Ja, aber ohne meine Abwehr, wäre es nicht so gekommen. Sie ließ nur Schüsse durch, die ich sehen konnte. Klar, ist es ein schönes Gefühl, wenn ich eine weiße Weste behalte. Aber manchmal ist es halt so - ich hoffe, es geht so weiter!
Was können Sie über Köln sagen? Sie hatten ja keine Zeit sich zu akklimatisieren, da Sie erst nachverflichtet wurden!
Köln ist wirklich eine riesige Stadt - so etwas bin ich gar nicht gewohnt. Von meinen früheren Stationen (Lahti, Leksand, zum Schluss fünf Jahre Ambri-Piotta) ist mir so ein Treiben fremd. Der Verkehr hier ist schrecklich - ich muss mich erst an die Fahrzeiten gewöhnen - wie lange ich zur Arena brauche, ich muss den Berufsverkehr bedenken. Aber es macht schon Spaß hier! Jetzt müssen wir erst einmal abwarten, dass wir uns hier richtig einrichten können - noch leben wir aus den Koffern in einem Hotel! Hoffentlich passiert dies bald!
Wo waren Sie, als Sie den Anruf von den Haien bekamen, die Koffer zu packen und den Flieger nach Köln zu nehmen?
Ich saß zu Hause und habe mich fit gehalten indem ich für mich selbst trainiert habe. Bis März ungefähr stand ich in der Schweiz bei Ambri-Piotta unter Vertrag. Danach war es für mich nicht einfach einen neuen Verein zu finden und es war eine nette Überraschung als der Anruf kam. Ich glaube ich hätte überall unterschrieben, war aber sehr froh, dass es die Kölner Haie waren.
Sie sind in Köln gelandet und haben Ihr erstes Spiel direkt zu Null gewonnen. Erzählen Sie mal!
Ja, dass lief schon alles nach Maß! Es war nicht einfach gewesen, so alleine zu trainieren, sich fit zu halten. Während alle anderen mit der Mannschaft trainieren konnten, war ich auf mich allein gestellt - es ist schon etwas anderes, ob man, wie ich, sich allein fit halten muss, oder ob man in einer Gemeinschaft trainiert. Als Torwart braucht man schon jemanden, der Schüsse abfeuert, sonst konnte ich nur etwas für meine Kondition tun. Es war doch eine große Herausforderung für mich - ich hatte mir schon Gedanken gemacht, wie es wohl sein wird, wenn ich zum Team stoße - aber das lief alles wie am Schnürchen. Ich bin sehr froh hier zu sein!
Könnte ich sagen, dass es Ihnen die Eingewöhnung leichter gemacht wurde, da bei den Haien viele Skandinavier, bzw. Finnen spielen? Auch Trainer Kari Jalonen ist ein Landsmann! Fühlten Sie sich direkt wie zu Hause?
Ja, das ist bestimmt ein Faktor! Wir können so auch einmal in unserer Muttersprache miteinander sprechen - das ist schon wichtig! Dadurch, dass sehr viel hier einen finnischen Einschlag, Touch, hat - Trainerstaff, Mitspieler, Taktik - das alles trägt dazu bei, dass wir uns hier sehr wohl fühlen!
Ja, man konnte merken, dass Sie von Anfang an voll da und von der ersten Minute ein Rückhalt für das Team waren! Noch einmal: Glückwunsch!
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