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Iserlohn Roosters
Freitag, 21.03.2008, 02:00 Uhr

Marathon-Match am Seilersee

Roosters gewinnen Rekordspiel nach 117 Minuten

Unglaubliche 117 Minuten und 45 Sekunden dauerte es, bis im zweiten Play-Off der Serie zwischen den Iserlohn Roosters und der Frankfurt Lions die Entscheidung fiel. Die Iserlohn Roosters besiegten die Frankfurt Lions in der 3. Verlängerung mit 3:2 und glichen die Serie aus.

Zum ersten Heimspiel in den Play-Offs seit 1987 war die Eishalle am Seilersee mit 4.967 Besuchern restlos ausverkauft. Das Publikum tat von Beginn an alles, um die Iserlohn Roosters zu unterstützen. Und die Mannschaft nahm die Unterstützung dankend an. In den ersten acht Spielminuten war von den Lions nichts zu sehen, aber die Gastgeber konnten kein Kapital aus der Überlegenheit schlagen. Erst in der 16 Spielminute gab es Grund zu jubeln. Die dritte Überzahl der Roosters war genau vier Sekunden alt, als Lions Keeper Gordon einen Knaller von der blauen Linie nach vorne abprallen liess und Beechey zur Führung abstauben konnte.Die Freude währte aber nur 26 Sekunden, dann schickte das Schiedsrichtergespann Iserlohns Buckley wegen Stockstichs vorzeitig zum duschen. Und die Lions nutzen die Überzahl zum Ausgleich in Minute 18. Zwei Distanzschüsse konnte Norm Maracle inoch abwehren, beim dritten Versuch war er dann machtlos und Jeff Ulmer glich aus.

Im zweiten Drittel entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel mit den besseren Chancen für die Gastgeber. Aber Frankfurts Goalie Godon machte seine Unsicherheiten durch einige gute Paraden wett. Außer nach genau 30 Minuten. In Überzahl wurde Roosters-Kapitän Hock an der Torlinie freigespielt, liess Gordon mit einer schönen Drehung aussteigen und schob die Scheibe zur erneuten Führung in die Maschen.

Das letzte Drittel der regulären Spielzeit lebte von der Spannung. Den Lions gelang es lange Zeit, die Angriffsbemühungen der Roosters zu ersticken und sich einige Chancen zu erarbeiten. Eine dieser Möglichkeiten nutzte Wörle in der 48. Minute zum erneuten Ausgleich. Mit einem Schlenzer aus kurzer Distanz überwand er den am Boden liegenden Maracle. Die Lions blieben weiterhin die optisch leicht überlegene Mannschaft, aber außer einem Lattentreffer in der 52. Minute ohne zwingende Chancen. In der Schlussphase drückten dann die Roosters in Überzahl auf den Siegtreffer, aber erfolglos, so dass die Entscheidung in der Verlängerung fallen musste.

In der Verlängerung entwickelte sich dann ein echter Playoff-Fight. Beiden Mannschaften war anfangs deine gewisse Nervosität anzumerken, es ergaben sich auf beiden Seiten tolle Chancen resultierend aus Fehlpässen und Stockfehlern. Aber ohne zählbaren Erfolg, so dass es nach 80 Spielminuten beim 2:2 blieb und eine zweite Verlängerung angepfiffen wurde.

Aber auch die zweite Verlängerung blieb torlos. Außer einem Pfostentreffer der Frankfurter und einer schönen Rangelei auf dem Eis gab es wenig erbauliches. Man merkte deutlich, dass beide Mannschaften am Ende der Kraft und der Konzentration waren.

Aber das Publikum bewies auch zu beinahe mitternächtlicher Stunde Kreativität und sang "Wir bleiben hier bis morgen früh", als die Teams zum sechsten Mal auf das Eis kamen. Knapp zwei Minuten vor Ende der dritten Verlängerung avancierte Michael Wolf nach Vorarbeit von Hock und Tapper zum Matchwinner, als er den Puck zur Entscheidung im Netz unterbrachte.
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08.08.2026 06:57 Uhr

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