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Eisbären Berlin

Panther stürmen die O2-World

Meister droht nach 3:5 gegen Augsburg auszuscheiden

Was waren das noch für Zeiten vor rund eineinhalb Jahren: Als die Berliner Eisbären beim ersten Heimspiel in ihrer neuen Arena im Herbst 2009 beim ersten Heimspiel Augsburg empfingen, endete die Partie mit einem sagenhaften 11:0-Kantersieg für die Berliner. Das ist lange vorbei. Nach dem 2:1-Heimerfolg der Panther am Donnerstag gewannen die Fuggerstädter auch am Karsamstag in Berlin mit 5:3 und könnten am Ostermontag in eigener Halle den amtierenden Deutschen Meister rauswerfen. Schuld daran sind die Eisbären durchaus in erheblichem Maße selbst.
  Samstag, 03.04.2010, 19:51 Uhr


So agierte der in der Vorrunde übermächtige Tabellenführer Eisbären Berlin über weite Strecken pomadig, während die Gäste aus Augsburg schneller, körperlich aggressiver und trotzdem hoch diszipliniert ihren Stil runterspielten. Damit war es wenig verwunderlich, dass die Panther zunächst die besseren Chancen hatten. Selbst in Unterzahl fuhren die Augsburger mutig Angriffe, der Respekt vor dem Titelverteidiger ist längst verflogen. Den ersten Hochkaräter der Hausherren verzog Constantin Braun in der 12. Minute knapp vor dem Tor. Da auch Augsburg aber zunächst nicht allzu viel aus seinen Chancen machte, ging es torlos remis in die Kabinen.

Im Mittelabschnitt erlebten die Eisbären dann allerdings ihr blaues Wunder. Das 0:1 von Likens in der 27. Minute konnte man förmlich erahnen. Immerhin wurden die Eisbären in der Folge etwas stärker, doch just in diese Phase hinein machte Collins unbedrängt aus dem Bullykreis für Augsburg das 0:2. Da verwunderte es nicht, dass die schockierten Berliner Anhänger riefen "Wir wollen die Eisbären sehen". Aber Augsburg spielte weiter keck, auch in Unterzahl: In der 36. Minute fabrizierten die Berliner in Überzahl bei einem Konter der Augsburger per Eigentor das 0:3, das James zugesprochen wurde. Und auch beim 0:4 war eine vermeidbare Situation vorausgegangen. Ein schlampiger Wechsel der Berliner ermöglichte das vierte Tor in der 40. Minute - die Vorentscheidung.

Im letzten Drittel kamen die Eisbären stärker aus der Kabine, wobei man sich sofort fragte, warum der Ruck erst jetzt durch die vom Papier her stärkeren Eisbären ging. Baxmann in der 49. Minute brach den Bann und schaffte das 1:4. Ausgerechnet ein Spieler, der sonst nicht so häufig trifft, aber als solider Arbeiter genau der Spielertyp ist, den die Eisbären in dieser Situation brauchten. Der bekannteste "Eisbären-Arbeiter" Pederson markierte Sekunden später in der 50. Minute sogar das 2:4 und da sah sich AEV-Coach Mitchell gezwungen mit einer Auszeit für etwas Ruhe zu sorgen. Das half. Kemp konnte in der 53. Minute bei einem Konter die Entscheidung erzielen - 3:5. Eisbären-Coach Don Jackson spielte dann die letzten vier Minuten komplett ohne seinen Keeper Rob Zepp. Mehr als das 3:5 durch Baxmann in der 60. Minute sprang jedoch nicht heraus. Am Montag droht den Berlinern nicht nur das Ende der Osterfeiertage, sondern auch das Ende der Playoffs, bei denen der Titel fest eingeplant war.
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11.09.2026 22:58 Uhr

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