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Kölner Haie

Peter Draisaitl´s erster Punkt in Iserlohn

Interview mit dem neuen Kölner Coach

Peter Draisaitl.
Peter Draisaitl.
Foto: City Press.
Nachdem Cory Clouston nach zuletzt enttäuschender Mannschaftsvorstellungen am letzten Montag von den Kölner Haien freigestellt wurde, wurde mit dem Altinternationalen Peter Draisaitl ein neuer Mann hinter der Bande vorgestellt. Zwei Tage nach seinem ersten Spiel mit den Haien in Iserlohn sich der neue Kölner Coach Ivo Jaschick von EISHOCKEY.INFO:
  Donnerstag, 23.11.2017, 14:28 Uhr


4:5 n.P. verloren – Ihr erstes Spiel haben Sie sich auch anders vorgestellt?

Nein, nicht unbedingt! Ich habe mir eigentlich nichts vorgestellt, bin ohne große Erwartungen in dieses Spiel gegangen. Ich wollte nur das eine oder andere in meinem ersten Spiel sehen. Und ich kann sagen, dass ich gesehen habe, was ich wollte! Es gibt sicherlich einige Details, die in unserem Spiel noch aufpoliert werden müssen, aber das wird im Laufe der Zeit noch geschehen! Ich muss mit der Mannschaft behutsam umgehen, muss sehen, dass wir tagtäglich unsere Arbeit erledigen und soweit es geht die richtigen Entscheidungen treffen und uns Schritt für Schritt verbessern.

Ihr Team hat relativ schnell 3:0 geführt, aber dann doch noch 5:4 n.P. verloren! Was war der Knackpunkt?

Nun ja, da könnte ich mehrere Punkte anführen: Erstens spielt Iserlohn aktuell in einer sehr guten Verfassung, dann war die schnelle 3:0 Führung zwar schön und der Roosters erster Treffer in der letzten Minute des ersten Drittels hat nicht gerade geholfen. Aber ich war mir im Klaren, dass hier nicht alles per „Handauflegen“ klappt! Das ist nirgends im Sport der Fall. Und wir werden, wie jeder andere in dieser Liga – eigentlich in jeder Liga und überall auf der Welt – unsere Erfolge erarbeiten und verdienen müssen! Und das werden wir tun!

War die 3:0 Führung eventuell zu schnell?

Ich bin mit dem ganzen Spiel nicht ganz unzufrieden. Gegentore sind auch schon vor mir gefallen, bei denen wir unsere Positionen nicht gehalten und die die Rebounds nicht geklärt haben. Es sind mehr so die wichtigen Details, aber wir nehmen jetzt mal das ganze Spiel und das war schon ganz okay. Das Gute daran ist, dass wir noch Luft nach oben haben!

Spielte vielleicht auch die (fehlende) Kondition eine Rolle?

Ich kann dies so noch nicht beurteilen, aber ich denke eher: nein! Vor mir war mit Cory Clouston ein guter Trainer da, und da kann ich mir nicht vorstellen, dass er seine Truppe nicht gut präpariert hat. So können wir, bzw. ich, davon ausgehen, dass dieses Department in Ordnung ist! Es ist nun einmal so, dass wenn du eine 3:0 Führung hast, muss der Gegner mit allem kommen, was er zur Verfügung hat! Wir haben da eigentlich gut gegengehalten und dürfen auch nicht vergessen, dass wir einige hervorragende Konterchancen hatten, schieben aber die Scheibe am leeren Tor vorbei oder im Powerplay!

In einer strittigen Situation zeigte der Schiedsrichter an, dass er den Videobeweis befragen will – es aber nach Rücksprache mit seinen Kollegen nicht tat! Obwohl es laut Fernsehen nur um Millimeter ging!

Ich konnte es von meiner Position aus gar nicht erkennen! Aber warum sollte man sich so ein knappes Ding nicht noch einmal in Zeitlupe/mit Standbild im Fernsehen anschauen.

Was machen Sie anders als Ihr Vorgänger Clouston?

Das kann ich jetzt so ad hoc nicht sagen. Allein schon, dass ich ein anderer Mensch als Cory bin, ein anderer Typ! Die Ansprache an das Team wird schon eine andere sein! Jeder, der einen Plan von dem Ganzen hat, weiß, dass es jetzt nicht darum geht, alles umzuschmeißen – es ist ja nicht alles schlecht gewesen. Cory ist ein ausgesprochener Fachmann!
Die Sprache wird jetzt Deutsch? Nachdem Ihr Vorgänger ja kein Deutsch lernen wollte?

Also, um es auf den Punkt zu bringen, die allgemeinen Ansprachen an das Team sind halt auf Englisch – auch von meiner Seite aus. Bei den Einzelgesprächen nehme ich natürlich die Sprache, die sie beherrschen!

Vielen Dank!
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21.09.2026 10:38 Uhr

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