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Iserlohn Roosters 02.07.2004, 14:32

Peter Gailer: "Roosters auf dem richtigen Weg"

Erster Iserlohner Trainer im Interview

Eigentlich wollte Peter Gailer am 10. Juli gemeinsam mit den Fans der Iserlohn Roosters am Danzturm plaudern und feiern, dann aber machte der Job dem Bayern einen Strich durch die Planungen. Statt nach Iserlohn zu kommen, gilt es für den Mann aus Garmisch-Partenkirchen, im eigenen Hotel zur Verfügun g zu stehen. Wir haben dennoch die Gelegenheit genutzt, mit Peter Gailer über seine Zeit beim Iserlohner EC zu reden. Zehn Jahre nach seinem Amtsantritt blickt Gailer zurück auf seine Zeit am Seilersee:

  Iserlohn Roosters-Mediaservice: Zehn Jahre ist es her, als ein gewisser Jochen Vieler angerufen hat und klarstellte: "Wir wollen Dich als Trainer für einen ganz neuen Eishockeyclub namens Iserlohner EC!" Was hat er damals gesagt?

  Peter Gailer: Die ersten Gespräche waren von Anfang an sehr fundiert, die Koordination sehr professionell. Jochen Vieler hat immer alles sehr sorgfältig geplant und so konnte man auch alles in Ruhe umsetzen. Jochen, Thomas Aumer und ich, wir waren ein richtig gutes Team.  

Iserlohn Roosters-Mediaservice: Was war die Aufgabe, die Jochen Vieler gestellt hat?

  Peter Gailer: Die erste Aufgabe war, weil der Club natürlich wenig Geld hatte, mit eigenen Talenten eine Mannschaft aufzubauen, die in der 2. Liga Nord Erfolg haben kann. Das war denn im ersten Jahr eigentlich ziemlich einfach. Wir durften nur zwei Ausländer einsetzen, dass waren Rob Hrytsak und Geoff Bumsteadt und der Rest kam, dank der guten Nachwuchsarbeit des ECD aus Iserlohn. Tim Specht, die Feser-Brüder, Daniel Hesmert und all die anderen bildeten den Stamm der richtig guten Mannschaft. Es war eine wirklich tolle Zeit.  

Iserlohn Roosters-Mediaservice: Der erste große Problemfall hieß damals Louis Dumont. Der war eigentlich als Ausländer geplant, hatte aber Heimweh und verschwand über Nacht in Richtung Kanada. Hast Du jemals wieder so einen Fall erlebt?  

Peter Gailer: Also, so wie im Fall von Louis Dumont habe ich das nie wieder erlebt. Dass war damals schon ein harter Schlag, allerdings, diese Sachen passieren auch heute noch, selbst in der DEL. Dort heißt das dann nicht, dass Spieler A oder B Heimweh hat, sondern, dass eine Waschmaschine fehlt oder der Keller nicht in Ordnung ist. Das sind dann vorgeschobene Gründe, die genutzt werden. Aber der kleine Louis Dumont, der war schon ein ganz besonders harter Fall.  

Iserlohn Roosters-Mediaservice: Diese erste Saison ? hättest Du es jemals für möglich gehalten, eine solche Eishockeyeuphorie in Iserlohn auszulösen ?  

Peter Gailer: Der Sport hat immer wieder eine Überraschung parat, man kann viel machen, man kann viel planen, aber eine solche Sache wie damals, die kann man eben nicht erwarten. Die einheimischen Spieler haben ihre Kumpels mitgebracht, die Halle war voll. Dann haben wir auch noch ganz gut gespielt und auf einmal waren wir ganz vorne dabei. Der Iserlohner EC war "In" und ich muss ganz ehrlich gestehen, so ein Jahr, wie das in der 2. Liga Nord, habe ich nie wieder erlebt.  

Iserlohn Roosters-Mediaservice: Die ersten drei Jahre des Iserlohner EC im Rückblick: Welche Erinnerungen hast Du selbst an diese Zeit?

  Peter Gailer: Die ersten beiden Jahre waren mehr als positiv, dann kam die neue Ausländerregellung und die anderen Clubs haben gnadenlos auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Wir haben es nicht getan und sind bei unseren zwei Ausländern geblieben. Der Rest des Teams kam ausschließlich aus Iserlohn, weil wir eben auch günstig bleiben mußten. Dann gab es die Phase, als wir zehn oder elf Spiele hintereinander mit einem oder zwei Toren Unterschied verloren haben und da hat sich gezeigt, dass die anderen Clubs bei der Planung mit sechs Ausländern richtig gehandelt haben. Der IEC hat später noch einmal nachgelegt, hat Ian Wood und diesen Franko-Kanadier, André Brassard, verpflichtet. Dann haben wir es doch noch in die Play-Offs geschafft und sind dann leider mit Verletzungspech in Heilbronn ausgeschieden. Das war letztendlich ein sehr versöhnliches Abschneiden, dass nur mir nichts mehr gebracht hat. Ich hatte Vorgaben, die hatte ich auch erfüllt, aber der Club hat sich damals trotzdem entschieden, einen anderen Weg zu gehen.  

Iserlohn Roosters-Mediaservice: Du hast im Sport so vieles erlebt und die Roosters nie aus den Augen verloren. Wie hat sich der Club aus Deiner Sicht entwickelt?

  Peter Gailer: Man muss einen Punkt ganz positiv eines herausstreichen. Der Iserlohner EC und auch die Roosters sind ihrem Leitgedanken immer treu geblieben, nur das auszugeben, was man auch wirklich einnimmt. Ich war im Feburuar bei Oldie-Turnier selbst in Iserlohn und habe mir angeschaut, was der Club in den zurückliegenden Jahren so aufgebaut hat. Die Kabine, die VIP-Räume und die Geschäftsstelle, all dies sucht seines Gleichen. Auch die ganze Preistreiberei nicht mitzumachen, den Mut zu haben, gegen den Strom zu schwimmen, das ist nur konsequent. Ich kann nur sagen, Hut ab, so ist das richtig.

  Iserlohn Roosters-Mediaservice: Du bist beim großen Jubiläumstag am 10. Juli am Danzturm nicht dabei ! Was macht Dir einen Strich durch die Planungen?  

Peter Gailer: Ich habe mit meiner Familie ein Hotel gekauft in Garmisch-Partenkirchen, ein kleines zwar, aber es braucht halt den ganzen Peter. Ausgerechnet am 10. Juli haben wir Biker-Wochenende, Ärzte-Weltmeisterschaft und andere Kongresse und ich bekomme genau an diesem Tag komplett neue Gäste und da kann ich das Haus auf keinen Fall allein lassen. Ich wünsche allen Fans der Iserlohn Roosters allerdings eine ganz tolle Party, trinkt ein Bierchen auf mein Wohl und ich denke, der Butzi wird mich ein bißchen vertreten.
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