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DEL 03.09.2012, 16:24
Kommentar

Reizthema Power-Breaks

Neue Werbeunterbrechungen finden nicht alle gut

Zugegeben, es war nur eine Frage der Zeit, bis die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in ihren Spielen neben den ohnehin als Werbemedium dienenden Drittelpausen weitere künstliche Pausen für die Platzierung von Fernseh- aber auch Stadionwerbung einrichten würde. Jetzt gibt es auch noch einen tollen englischen Namen: "Power Breaks" - auf das es alle gut finden sollen. Aber natürlich gibt es jetzt wieder Diskussionen - und das ist auch gut so.

Denn nur weil etwas woanders auch überall gemacht wird, wie Freezers-Geschäftsführer Michael Pfad uns auf der DEL-Website erklärt, wird es dadurch nicht automatisch besser. Es gibt neben den einleuchtenden Argumenten für die Werbeunterbrechungen auch eine ganze Reihe Argumente dagegen. Und manche Argumente, die von den Befürwortern ins Feld geführt werden, entpuppen sich bei genauem Hinsehen sogar als gutes Argument gegen die Power Breaks.

Werden wir gleich konkret: Pfad, der gleichzeitig in der DEL-Medien- und Marketingkommission sitzt, will das Projekt damit schmackhaft machen, dass die 1. Sturmreihen und damit die Eishockey-Stars durch die Werbepausen öfter auf dem Eis stehen. Das ist tatsächlich zu vermuten, da die Pausen den ersten Blöcken Gelegenheit zum Verschnaufen und somit zur baldigen Wiedereinwechslung bieten. Aber ist das wirklich gut? Ganz und gar nicht, denn es heißt im Umkehrschluss, dass für die dritten und vierten Reihen, in denen viele junge Nachwuchsspieler um einen Stammplatz kämpfen, weniger Eiszeit bekommen. Das Spiel bleibt nunmal netto nur 60 Minuten lang.

Über die Frage, ob die Power Breaks den Spielfluss stören, lässt sich sicherlich trefflich streiten. Vermutlich ist das eine Gewöhnungssache, denn Unterbrechungen zum Beispiel durch verschobene Tore oder (leider immer mal auf das Eis fliegende) Gegenstände gab es ja bisher auch schon. Dennoch bedeuten die Werbeunterbrechungen eben zusätzliche Pausen, die Spiele werden brutto länger und dadurch automatisch langatmiger für die Zuschauer.

Litfasssäulen auf Kufen

Nun lässt sich ja schwer bestreiten, dass die Einnahmen, die zum Beispiel der DEL-Partner servusTV in den Power-Breaks erzielen kann, wie auch die zusätzlichen Werbeeinspielungen der Clubs auf den Videowürfeln gut für die Kassen der finanziell meist angeschlagenen DEL-Vereine sind. Aber die Frage muss doch erlaubt sein, ob man nur dieses einen Zweckes wegen tatsächlich die Spiele zerstückeln muss. Bereits heute sehen die Spieler in den Stadien mit ihren Werbeflächen vom Helm bis zur Beinschiene des Torwarts aus wie Litfasssäulen auf Kufen. Und mehr Platz für verschiedene Werbung heißt eben auch weniger Aufmerksamkeit für den einzelnen Inserenten. Insofern muss man abwarten, ob die Einnahmen unter dem Strich durch die Power Breaks wirklich mehr werden oder ob nicht auch hier eher die Devise gelten sollte: Weniger ist im Endeffekt mehr.

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Gast
17.01.2026 06:29 Uhr


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Kommentare (29)
09.09.2012, 07:22 Uhr
EisAuge (Gast)
Nur sportlicher Erfolg füllt die Halle und bietet Intresse für Unternehmen die in Sport-Mannschaften als Werbeträger investieren. Alles andere kommt danach - s. HHF. Vor 3-4 Jahren viel Promo und Pomp, aber schwach in der Liga. Das war im letzten Jahr wieder anders herum und langsam wird's besser -...
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09.09.2012, 01:17 Uhr
Canucklion (Gast)
An sich, sind die Power Breaks nicht so gut, weil sie den Spielfluss stören. Aber was will man machen, irgendwie muss ja Geld verdient. Allerdings habe ich durch die NHL-Spiele mich dran gewöhnt. Von daher werde ich damit Leben können.
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06.09.2012, 13:36 Uhr
Icke (Gast)
Die Eisbären haben gerade in den ersten 2 Jahren sehr viel unternommen um Publikum anzuziehen, Das ging dann erstmal hauptsächlich auch nur in dem man Karten an Sponsoren weitergibt, welche dann ihrerseits die eigenen Angestellten damit versorgten. Viele die damals gratis gekommen sind, kommen jetz...
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05.09.2012, 19:29 Uhr
Duesselhenri (Gast)
aus allen Kommentaren lese ich, daß den meisten Vereinen Geld fehlt. Gleichzeitig muß man sich aber auch die Zuschauerstatistik ansehen: Berlin und Mannheim haben anscheinend KEINE Geldsorgen (jetzt bitte nicht von den Großsponsoren anfangen), sind auch meist ausgebucht. Was machen die beiden besser...
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04.09.2012, 17:46 Uhr
Sir Toby (Gast)
Ach, bin ich froh, dass man sich in der Bundesliga erstmal in Ruhe ansehen kann, was die DEL aus dieser Idee macht. Diese klingt beim ersten Ton übrigens weder blöd noch grandios, sondern ist einfach erstmal nur da. Solange man es auch nicht übertreibt (mehr als zwei Power-Breaks pro Drittel mit meh...
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