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Kölner Haie

Ryan Jones, der Sympathieträger

Interview mit dem Kölner Stürmer nach dem Spiel gegen Augsburg

Ryan Jones.
Ryan Jones.
Foto: City-Press.
Der 33-jährige Flügelflitzer, der am 14. Juni 1984 im kanadischen Chatham, Ontario, zur Welt kam, schlug im Team der Haie direkt voll ein. Sein Elan und bedingungsloser Einsatz eroberte sehr schnell die Herzen seiner großen Anhängerschar. Im Spiel gegen die Panther aus Augsburg steuerte Ryan Jones wieder ein wichtiges Tor, sogar in Unterzahl, zum Endstand bei!
  Dienstag, 26.09.2017, 09:22 Uhr


Herzlichen Glückwunsch, wie haben Sie diesen 6:3 Sieg gesehen?

Ich denke, dass dies eines unserer besten Spiele in dieser noch jungen Saison war – vom Anfang bis zum Ende! Wenn wir da weiter machen, wo wir heute aufgehört haben, werden wir noch sehr viele Matches gewinnen und auch viel Spaß haben. Wir haben aus den letzten beiden Niederlagen gelernt und darauf aufgebaut. Wir kamen heute auf das Eis und haben gegen einen sehr guten Gegner gezeigt, was wir können!

Ihr "shorthanded" Goal fiel zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt! Hätte Augsburg ein Tor im Powerplay erzielt, hätte es noch mal eng werden können!

Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit diesem Tor helfen konnte. Es war egal, wer es schießt, aber es musste fallen.

Dieses Spiel hat doch wieder Spaß, Freude gemacht?

Ja klar, Siege machen immer Spaß, sind einfach schön. Wenn wir so spielen, wie wir spielen wollen und sollen, werden wir noch viele Spiele gewinnen. Wir können die Partie viel mehr genießen, wenn wir unser Spiel machen können, mehr im Angriffsdrittel agieren, als in der Defensiv-Zone Schüsse zu blocken. Nach dem Match kam der Coach und sagte: >Das ist unser Spiel!< Und er hatte Recht – das ist unser Spiel, dass wir eigentlich immer zeigen wollen!

Hat sich nach den beiden Niederlagen gegen Nürnberg und in Berlin schon so eine kleine Frustration breit gemacht?

Nein, es ist noch sehr früh in der Saison! Im Gegensatz zur Presse, schauen wir bei Niederlagen eher auf die Dinge, die wir daraus lernen und uns dadurch weiterentwickeln können. In der Kabine haben wir uns gesagt, dass wir da durch müssen – besser jetzt als am Ende der Saison! Wir lernen aus unseren Niederlagen, aber auch von den Siegen – wir müssen nur unseren Weg am Ende der Saison gefunden haben. Wenn wir so weiterspielen, werden wir auf jeden Fall mehr Spiele gewinnen, als verlieren.

Jetzt steht eine ganze Reihe von Auswärtsfahrten an – das nächste Heimspiel ist erst am 13. Oktober gegen die DEG!

Ja, ich weiß auch nicht, was sich die Leute gedacht haben, die diesen Spielplan gemacht haben! Aber ich glaube, dass jedes Team so eine Periode durchmachen muss. So etwas passiert halt, wenn man den Ligabetrieb wegen der Olympiade einen Monat pausieren lässt. Aber wir sind alle Profis und in Nordamerika kommt es auch öfters vor, dass wir, wie in der American Hockey League (AHL), an vier Abenden in fünf Tagen aufs Eis müssen! Aber wir sind in guter körperlicher Verfassung, wir machen das schon!

Die vielen Auswärtsfahrten bedeuten auch, dass Sie viel von Ihrer Familie getrennt sind und viel mit Ihren Teamkollegen zusammen sind! Hand aufs Herz, freuen Sie sich darauf?

Sie müssen mir versprechen, es nicht meiner Frau zu erzählen. (schmunzelnd fährt er fort) Ich freue mich schon darauf, es mal ruhiger angehen lassen zu können, fernab von den lärmenden Kindern! Ich sehe schon, wenn ich nach Hause komme, werde ich nichts zu lachen haben! Aber, im Ernst, auf solchen "Road-Trips" wächst man als Team so richtig zusammen. 26 Männer zusammengepfercht auf engstem Raum – ja da kommt Freude auf! Es wird eine gute und wertvolle Zeit!

Vielen Dank und viel Glück, wenn Sie nach Hause kommen! Das Interview führte Ivo Jaschick.
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