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Eisbären Berlin

Schießen, schießen!

Interview mit Jamison "Jamie" MacQueen

Jamie MacQueen.
Jamie MacQueen.
Foto: City-Press.
Jamison "Jamie" MacQueen wurde am 2. August 1988 im kanadischen London, ON geboren. Schaut man auf seine Statistiken fällt auf, dass er mehr Tore schießt als vorbereitet. Nach dem 5:2 Erfolg bei den Roosters fand er Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit Ivo Jaschick:
  Montag, 25.02.2019, 00:14 Uhr


Zu aller erst, Sie haben nichts mit dem Filmschauspieler Steve McQueen zu tun?

(lachend) Nein, wirklich nicht!

Okay, nur um sicher zu gehen! Herzlichen Glückwunsch zum Sieg, wie haben Sie das Spiel gesehen, was war der Schlüssel zum Erfolg?

Wir sind immer dran geblieben und haben uns nie aus dem Konzept bringen lassen! Wir gingen in Führung, sie glichen aus, wir gingen wieder in Führung, sie glichen wieder aus, dann gingen wir wieder in Führung, kurz vor Ende des mittleren Drittels (1,6 Sekunden), ein psychologisch guter Zeitpunkt, und dann hatten wir einen echt guten Schlussabschnitt.

Wie würden Sie Ihren Spielstil beschreiben?

Ich glaube, ich kann ruhigen Gewissens sagen, dass ich sehr viel schieße! Und wenn die Schüsse dann auch noch den Weg in des Gegners Netz finden, und ich meinem Team auf diese Weise zu Siegen verhelfen kann, ist alles gut! Schießen, viel schießen, heißt mein Motto!

Sie tragen in Ihrem Team den Helm des Skorerkönigs!

Eigentlich könnte fast jedem bei uns diese Ehre zu teil werden, da wir über viele gute Spieler verfügen. Was mich betrifft, liegt es mir wohl am besten, Tore zu schießen! Und ich denke, dass ich so meiner Mannschaft am meisten helfen kann! 

Was machen Sie lieber - Tore schießen oder vorbereiten?

So lange der Puck ins Tor geht, so lange ist es mir vollkommen egal, ob ich den Treffer selbst erziele, ein anderer meinen Pass verwertet, oder die Scheibe ohne mich reingeht - Hauptsache ist, sie geht rein! Aber, ich bin der festen Überzeugung, dass ich einen besseren Torschuss habe, als Treffer mit Pässen vorzubereiten!

Was war bisher Ihr größter sportlicher Erfolg?

Ich würde sagen, dass ich eine ganze Reihe erwähnenswerter Momente erlebt habe. In meiner Studentenzeit habe ich einen NCAA -Titel bei einem Frozen Four Turnier gewonnen. In der DEL2 habe ich mit den Kassel Huskies die Meisterschaft gewonnen -im selben Jahr wurde mein Sohn geboren! Aus diesem Grund ist der Titel mit den Huskies etwas, was nicht getoppt werden kann!

Warum kamen Sie nach Deutschland?

Ich kam vom College direkt in die American Hockey League (AHL), war noch mal kurz in der Canadian Hockey League (CHL) und East Coast Hockey League (ECHL) bevor ich mich dann entschlossen habe, nach Deutschland zu gehen! Einige meiner Freunde haben schon hier gespielt und nur in den höchsten Tönen von dem Eishockey hier gesprochen! Also setzte ich mir als Ziel in Deutschland Fuß zu fassen. Ich begann in der DEL2 und bin jetzt dort, wo ich hin wollte! Die Eisbären haben mich aus Kassel geholt -es gab für mich gar keine Frage zu diesem traditions- und erfolgreichen Verein zu gehen. Wenn einem so eine Chance geboten wird, kann man diese Gelegenheit nicht auslassen - Berlin und die Eisbären sind in aller Munde!

Wären Sie kein Eishockeyspieler geworden, welchen Beruf hätten Sie ergriffen?

Ich habe Betriebswirtschaft studiert, einer meiner beiden Brüder ist bei der Feuerwehr und der andere ist Architekt -beides sind keine schlechten Berufe! Obwohl ich noch möglichst lange Eishockey spielen möchte, mache ich mir schon mal ein paar Gedanken, was ich nach meiner Karriere mache - diese beiden Sachen sind sehr interessant!

Einen Tag in Ihrem Leben können Sie mal eine andere Person sein - welche?

Es gibt so viele coole und interessante Jobs und Menschen, das ist echt schwierig, aber vielleicht inspiriert durch Ihre Frage nach Steve McQueen - ich würde mal gerne ein berühmter Schauspieler sein. Mal sehen, wie deren Leben so ist!

Vielen Dank und viel Glück in den Pre-Playoffs!
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Gast
24.08.2026 21:12 Uhr

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