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Eisbären Berlin

Tomlinson-Abgang reißt Lücke in Eisbären-Trainerstab

Scheidender Assistent mit Anerkennung überhäuft

Auf der Startseite der offiziellen Eisbären-Homepage prangt eine bildschirmfüllende Collage. Drei Fotos von Jeff Tomlinson, der in Kürze einen Cheftrainer-Posten in Düsseldorf antreten wird, sind dort hübsch aneinandergereiht und umrandet von einer Art Heiligenschein sowie den Worten "Alles Gute, Jeff". Der 39-Jährige wird den Hauptstadt-Club nach seinem 10-jährigen Wirken verlassen. Auch wenn dieser Schritt Tomlinson erkennbar schwer fällt: Es ist eine Chance, die man im Leben nicht oft bekommt. Entsprechend erfreut zeigen sich auch die Eisbären.
  Mittwoch, 21.04.2010, 22:51 Uhr


Manager Peter-John Lee ließ neben einer ausführlichen Danksagung auch gleich verbreiten, dass man "stolz" sei auf Jeff Tomlinson. Und das ist keineswegs gekünstelte Nettigkeit, sondern kommt von Herzen. Der kleine und stets etwas "jungenhaft" daherkommende Tomlinson hatte seine Spielerkarriere wegen einer Knieverletzung früh aufgeben müssen und war durch seine akribische Arbeitsweise schnell und überaus erfolgreich durch die Trainerschule des Berliner Vereins gegangen. Besonders in der Nachwuchsarbeit, im Umgang mit jungen Spielern erwarb sich Tomlinson schnell den Respekt von Kollegen. Viele Spieler, die er als Chefcoach der "Eisbären Juniors" zu Profis ausgebildet hat, coachte er zuletzt auch als Assistent im DEL-Team. Nun wird Tomlinson zum Chefcoach eines DEL-Clubs befördert - und das gleich bei den DEG Metro Stars.

Klar, dass bei diesem "kleinen Eishockeymärchen" auch dem Eisbären-Management die Augen funkeln, denn es adelt die Arbeit der Tomlinson-Förderer Peter-John Lee, Hartmut Nickel und Don Jackson. Eigentlich müssten die Berliner, die überraschend bereits im Viertelfinale aus den Playoffs ausschieden, alarmiert sein. Denn Tomlinson reißt eine große Lücke in den vorläufig nur noch zweiköpfigen Trainerstab. Lee, der sich derzeit auf Scouting-Tour befindet, kündigte bereits an, Ersatz für seinen nach Düsseldorf wechselnden Zögling zu suchen. Vielleicht muss er dabei gar nicht in die Ferne schweifen, denn im Team der Eisbären ist ein altersbedingter Umbruch im Gange, womöglich nimmt ja ein Pederson, Walker oder gar ein Beaufait den Platz von Tomlinson an der Bande ein?
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26.08.2026 19:22 Uhr

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