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Krefeld Pinguine

Vorhang auf für die Niinimäki- Show!

Pinguine deklassieren Augsburg nach 1:3 Rückstand

Jiri Ehrenberger hatte seiner Mannschaft vor der Heimpartie gegen die Augsburger Panther eindrücklich eingeschärft, die Fuggerstädter trotz ihrer aussichtslosen Position am unteren Tabellenrand keines Falls zu unterschätzen. Die Krefelder Spieler schienen die Worte ihres Trainers zu Beginn der Partie förmlich verdrängt zu haben. Anders bleibt die nachlässige und pomadige Spielweise der Pinguine im ersten Drittel wohl kaum zu erklären.

Dabei schienen die Dinge zu Beginn des Spiels ihren erwarteten Verlauf zu nehmen. Top-Torschütze Herberts Vasiljevs verlud gleich in der zweiten Spielminute in gewohnt abgezockter Manier die Augsburger Abwehr und schob den Puck am chancenlosen Wanhainen zum 1:0 in das rechte untere Toreck. Die Freude der Hausherren sollte allerdings nicht lange währen. Jesper Damgaard stellte prompt den 1:1 Ausgleich her (4.) . Fortan dominierten die Bayrischen Gäste die Pinguine. Augsburgs Headcoach Paulin Bordeleau schien seine Mannen geschickt auf das Match vorbereitet zu haben. Die Panther spielten motiviert und zielstrebig, nahmen ihren Gegner immer wieder durch harten körperlichen Einsatz aus der Partie. Folgerichtig konnten sie sich einen zwei Tore Vorsprung herausarbeiten. Zunächst gingen sie durch Roland Mayr in der zehnten Minute in Front. In der letzten Spielminute des ersten Drittels profitierte Travis Brigley von einem fatalen Stellungsfehler seines Gegenspielers Ray DiLauro, welcher ihm einen Alleingang bescherte. Brigley wusste seine Chance zu Nutzen und erhöhte auf 1:3 (20.) .

Ab dem zweiten Spielabschnitt präsentierten die Seidenstädter sich wie ausgewechselt und nahmen ihren Gegner fortan ernst. Verteidiger Dusan Milo besorgte den schnellen 2:3 Anschluss (26.) . Während Augsburgs Kevin Bolibruck die bis dahin erste Strafzeit des gesamten Spiels abzubrummen hatte, hämmerte Alexander Selivanov die Scheibe aus nahezu unmöglicher Position in den Winkel (28.) . Der gebürtige Krefelder Daniel Pietta setzte mit dem Überzahltreffer zur 4:3 Führung für seine Pinguine den Schlusspunkt im zweiten Drittel (38.).

Im Schlussabschnitt fügten die Panther sich schließlich in ihr Schicksal und machten die Bühne frei für die Jesse Niinimäki- Show. Der Finnische Neuzugang verzauberte bei seiner Heimpremiere sowohl seine Gegenspieler, als auch das Krefelder Publikum. Nachdem Kapitän Ted Drury in der 43. Minute abermals in Überzahl den Sack zum 5:3 zugemacht hatte, schlug Niinimäkis große Stunde. Erst erzielte er selbst abgebrüht das 6:3, um noch in der selben Minute den 7:3 Endstand durch Herberts Vasiljevs genial vorzubereiten (55.). Die 2.974 Zuschauer in der Rheinlandhalle standen Kopf. Krefelds Anhänger hatten Niinimäki in ihr Herz geschlossen und feierten ihren neuen Liebling minutenlang mit standing ovations.

Stimmen zum Spiel:

Jiri Ehrenberger (Krefeld Pinguine): "Im ersten Drittel sind wir nicht bereit gewesen, der spielfreie Sonntag hat uns scheinbar nicht gut getan. Zum Glück haben wir dann im zweiten Drittel unseren Rhythmus zurückerlangt und uns gefangen. Die zahlreichen Chancen zu Beginn des zweiten Spielabschnitts haben uns einen zusätzlichen Schub verliehen, der Ausgleich war schließlich verdient. Es war wichtig, dass wir nach dem ersten Drittel nicht die Moral verloren haben."

Paulin Bordeleau (Augsburger Panther): "Gratulation an Krefeld. Wir sind stark in das erste Drittel gestartet, haben aber in den letzten beiden Dritteln keinerlei Reaktion mehr gezeigt."
Stand: 03.02.2007, 01:05 Uhr
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