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Eisbären Berlin

Zorniger Jubel beim Berliner Sieg gegen Hamburg

Fan-Proteste gegen Eintrittspreise - Eisbären nun Freezers-Angstgegner

Vor heimischem Publikum bleiben die Berliner Eisbären eine Macht: Gegen die Hamburg Freezers erreichte der Tabellenführer einen knappen 4:2-Sieg und behauptete damit souverän die Spitze.

✎  Freitag, 12.12.2003, 22:24 Uhr
Ganz so harmonisch wie gewohnt ging es dieses Mal nicht zu im Wellblechpalast. Liebkosten die Fans vor dem Spiel noch Goalie Oliver Jonas als "Spieler des Monats", gab es im Mittelabschnitt heftige Proteste des Eisbären-Anhangs gegen den Verein. Die Fans verließen für einige Minuten aus Protest gegen die ihrer Meinung nach unfairen Top-Zuschläge die Halle und initiierten eine Unterschriftensammlung gegen die hohen Eintrittspreise. EHC-Sprecher Moritz Hillebrand zeigte für den Unmut der Zuschauer grundsätzliches Verständnis, wies aber zugleich darauf hin, dass für das gebotene Spitzeneishockey auch entsprechende Finanzmittel nötig sind, die irgendwo eingenommen werden müssten. Man habe kürzlich bereits die VIP-Tickets verteuert und auch an der Sponsorenfront sei nur noch schwer eine Einnahmensteigerung möglich, so Hillebrand weiter. Die Top-Zuschläge für gutes Eishockey im Wellblechpalast seien letztlich unausweichlich.

Gutes Eishockey bekamen die 4.695 Zuschauer in der Halle auch an diesem Freitag gegen die Freezers geboten: Schon in der zweiten Spielminute lochte Goalgetter Steve Walker für die Hausherren zum 1:0 ein und ließ damit gleich zu Beginn erahnen, wer das Heft in der Partie in der Hand halten würde. Zwar gelang den Gästen von der Elbe im Mittelabschnitt durch "Indianer" Shane Peacock der Ausgleich, doch hatten die Berliner den Gästen nahezu über die ganze Spielzeit eine knappe Schlägerlänge voraus.

So ging die erneute Führung durch David Roberts in der 38. Minute auch in Ordnung. Hamburgs Antwort war der abermalige Ausgleich durch Brad Purdie (54. Minute). Nun waren die Eisbären gefordert, schließlich sollten drei Punkte im prestigeträchtigen Anschütz-Derby eingefahren werden. Die passende Lösung für den Tabellenführer war ein Unterzahltor, für das David Roberts die Arme in die Höhe recken durfte (57. Minute). Gäste-Coach Dave King nahm natürlich den überzeugenden Boris Rousson noch aus dem Kasten, doch das empty-net-goal zum 4:2 eine Sekunde vor der Sirene ließ sich Eisbär Keith Aldridge nicht nehmen.
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11.10.2026 12:13 Uhr

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