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Fischtown Pinguins 08.01.2003, 09:26

Bremerhaven besiegt Tabellenführer Riessersee

Goalie Pavel Cagas wurde zum Matchwinner

und Kragen stand Interimstrainer Jeremy Stasiuk vor Beginn der Partie im Garmischer Olympiastadion nervös an der Bande und war nach Ende einer dramatischen Partie sichtlich gezeichnet. Dennoch dürfte er die Strapazen des Spiels gern auf sich genommen haben, durfte der REV doch nach Ende der Part ie als verdienter Sieger das Eis verlassen. Mit einer nie erwarteten Leistung hatten die Seestädter dem Tabellenführer auf heimischen Eis besiegt und somit für die Sensation des Spieltags gesorgt. Matchwinner war zweifelsohne ein groß aufgelegter Pavel Cagas, der mit Glanzparaden die Stürmer des Tabellenführers nahezu zur Verzweiflung brachte. Nicht vergessen sollte man nach diesem Sieg aber auch nicht Trainer Jamie Bartman, der an diesem Erfolg zweifelsohne nicht unbeteiligt war.

Die Hausherren aus Garmisch begannen zunächst wie die Feuerwehr. Bereits in der 1. Minute war es Fox, der auf Vorlage von Buchwieser nur den Pfosten des Bremerhavener Gehäuses traf. Noch keine Minute später die nächste hochkarätige Gelegenheit für die Werdenfelser, als Roger Trudeau völlig alleine vor Cagas scheiterte. Doch der REV hielt tapfer dagegen und kämpfte verbissen gegen die ungestüm anstürmenden Oberbayern. Eine weitere brenzlige Situation auch in der 7. Minute, als der Garmischer Maurer nachdem er die ganze Abwehr ausgetanzt hatte, plötzlich völlig alleine vor Cagas auftauchte, der jedoch die Nerven behielt und den Schuss des Stürmers um den Pfosten lenkte. Die erste Großchance für den REV eröffnete sich in der 8. Minute nach einem strammen Schuss von Tuomie, der zur Folge hatte, dass der Garmischer Schlussmann Martin Cinibulk danach erst einmal seinem Helm wieder die richtige Richtung geben musste. Kaum das dieser jedoch seinem Kopfschmuck den richtigen Sitz verpasst hatte, war es Alexander Poalczek, der mit einer weiteren Granate den Ex Deggendorfer auf die Probe stellte, die dieser jedoch hervorragend bestand. In der 17. Minute erneut Glück für die tüchtigen Seestädter, als Firsanov nach einem Stellungsfehler der Abwehr in die sich auftuende Lücke gesprintet war und Cagas wiederum zu einer Glanztat zwang. Nur Sekunden später hatte Garmisch´s Goalie Cinibulk Fortuna auf seiner Seite, als er einen "Lupfer" von Schuler gegen seinen Schlittschuh bekam und er den Puck fast ins eigene Tor abgefälscht hätte. Wenig später konnte Bremerhavens Pavel Cagas erneut seine Klasse unter Beweis stellen, als er erneut aus zwei 1/1 Situationen gegen Firsanov und Björnlie als Sieger hervorging. Nicht zuletzt aufgrund dieser Leistung durften die Seestädter mit einem verdienten Remis zum ersten Pausentee fahren.

Das zweite Drittel starteten die Werdenfelser mit einem Schussversuch durch "Sepp" Lehner, der aber zum Glück für die Seestädter eben nur als Versuch in die Statistik des Abends einging. Fast im Gegenzug versuchte Kapitän Tray Tuomie mit einem Rückhandschuss für die Pinguine zum Erfolg zu kommen. Danach verstärkten die Schützlinge des wieder einmal impulsiv coachenden Peter Gailer den Druck auf den REV. Die Gäste von der Unterweser hatten nun mächtig Probleme sich vom Druck der Garmischer zu befreien. Dies gelang den Gästen mehr als eindrucksvoll. Nach Schussversuchen von Varvio und Appel war es Ken Dzikowski, der in der 25. Minute den REV Bremerhaven mit 1:0 in Führung brachte. Nun schienen die Seestädter so richtig auf den Geschmack gekommen zu sein. Bereits eine Minute später war es Alexander Polaczek, der aus vollem Lauf über die rechte Seite kommend mit einem Gewaltschuss in den rechten Winkel Cinibulk keine Chnace ließ. Der REV hatte aber nur wenig Zeit um sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Nach einer 3/5 Unterzahl, Appel und Kraft saßen auf der Strafbank, war es Fox der auf Zuspiel von Lehner in der 29. Minute den Anschlusstreffer markieren konnte. Dieser Treffer schien die Garmischer weiter motiviert zu haben da diese nun mit Vehemenz auf den Ausgleich drängten. Glück hatte die von Jeremy Stasiuk gecoachte Truppe in der 32. Minute, als Tessier in eigener Überzahl die Scheibe verloren hatte und Fox so zu einer 1/1 Situation gegen Cagas einlud. Aber wieder war es Teufelskerl "Pavelko" Cagas, der mit einer Glanztat Fox zum verzweifeln brachte. In der 37. Minute überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst war es Tim Schnobrich, der mit einem "Break" die Führung hätte ausbauen müssen. Nur Sekunden später wurde Polaczek nach einem erneuten Alleingang so gefoult, dass Schiedsrichter Trainer nur noch mit einem Penalty antworten konnte. Pech für die Norddeutschen, dass Jarkko Varvio an Cinibulk scheiterte und somit die Chance vergeben war die Führung für den REV auszubauen. Die letzte Möglichkeit für den Seestadtklub durfte in der 39. Minute notiert werden als Craig Streu in aussichtsreicher Position nur knapp das Tor verfehlte. Besser machten es die Garmischer, als diese erneut in Überzahl zwei Sekunden vor Drittelende durch Fox den Ausgleichstreffer markieren konnten. Dennoch, der REV hatte bis zu diesem Zeitpunkt ein sehr gutes Spiel abgeliefert und konnte hocherhobenen Hauptes zur zweiten Pause fahren.

Der Schlussabschnitt sah die Pinguine zunächst noch in Unterzahl, da eine vor dem Ende des zweiten Drittels gegen Tessier ausgesprochene Strafe noch nicht abgelaufen war. Natürlich versuchten die Garmischer nun mit aller Kraft den numerischen Vorteil zu nutzen, mussten nach einer dicken Gelegenheit durch Jason Meyer aber zunächst erkennen, dass der REV nicht gewillt war, seine Ziele auf einen Punkterfolg in Garmisch zu Gunsten der Hausherren zu korrigieren. In der 44. Minute Riesenglück für die Garmischer, als es dem REV nicht gelang im Sekundentakt drei "Rebound Chancen" in einen Torerfolg umzumünzen. In der 46. Minute hatte Buchwieser die Chance den SCR erstmals in Führung zu bringen, musste dann aber mit ansehen, wie Dzikowski den Abpraller aufnehmen konnte und Varvio auf die Reise schickte, der es sich nicht nehmen ließ und im dritten Anlauf den REV erneut in Führung brachte. Nur eine Minute später hätten Stephan Kraft und Michael Fendt für die Vorentscheidung sorgen müssen, doch beide konnten in aussichtsreicher Position die Scheibe nicht über die Linie des Garmischer Tores drücken. Das Spiel nahm nun dramatische Züge an. Die Gailer Schützlinge versuchten es nun mit der Brechstange, sahen sich aber immer wieder einer kompakt stehenden Abwehr des REV gegenüber, die angefangen von den Stürmern bis zu den Verteidigern alles gab um den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. In der 53. Minute hatte Polaczek mit einem seiner Entlastungsangriffe erneut die Chance, einen weiteren Treffer für den REV zu erzielen, doch Cinibulk hatte aufgepasst. Es sah nicht schlecht aus für die Gäste von der Unterweser, hätte in der 55. Minute nicht Cory Holden mit einem eklatanten "Schlafwagenpass" Jason Meyer zum Torschuss eingeladen, der sich dann auch nicht zweimal bitten ließ und unhaltbar für Cagas den Ausgleichstreffer erzielte. Trotzdem musste man in dieser Situation den Pinguinen allen Respekt zollen, da sie auch jetzt nicht zurück steckten und weiterhin konsequent ihr System spielten. Fast hätte der REV zehn Sekunden vor Ende noch den Siegtreffer erzielt, doch Patrick Pysz scheiterte nur knapp an Cinibulk.

In der danach anstehenden Verlängerung durften die Garmischer klar eine optische Überlegenheit für sich verbuchen. Nach 30 Sekunden prüfte Josef Lehner Pavel Cagas, doch der ließ sich von dessen Schuss nicht in Verlegenheit bringen. Beim REV Bremerhaven war man nun zunächst darauf bedacht, Ruhe ins Spiel zu bringen. Dennoch, die besseren Chancen waren in dieser Phase der Partie klar auf Seiten des SCR, der durch Guidarelli, Björnlie, Lehner und Fox versuchte den zweiten Punkt vorzeitig zu sichern. Doch bis zum Ende der Verlängerung konnten die Werdenfelser nicht zum Erfolg kommen und so durfte der REV sein Glück im anschließenden "Penalty Schießen" suchen.

Hier war es Craig Streu, der nachdem zuvor Patrick Pysz für den REV und Aaron Fox für den SCR getroffen hatte, mit dem fünften und alles entscheidenden Penalty für die Entscheidung zu Gunsten des REV Bremerhaven sorgen konnte.

Jeremy Stasiuk: Ich war vor dem Spiel mehr als nervös. Aber die Jungs haben hervorragend gekämpft und alles gegeben. Ich bin stolz auf die Leistung der gesamten Mannschaft. Matchwinner war heute zweifelsohne unser Torhüter Pavel Cagas, der überwältigend gehalten hat.
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