DEL-Eishockey in Stuttgart?
Bietigheim-Bissingen reicht Lizenzunterlagen ein
Stuttgart und DEL-Eishockey - diese in den vergangenen Jahren oft diskutierte Konstellation könnte bald Wirklichkeit werden. Seitdem die Steelers aus dem nur 25 Kilometer entfernten Bietigheim-Bissingen den Zweitliga-Pokal ihr Eigen nennen dürfen, hofft auch die baden-württembergische Landeshauptstadt vom Eishockey im Oberhaus. Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, haben die Steelers diese Woche die Lizenz für die Deutsche Eishockey Liga (DEL) beantragt.
Die Zweitliga-Meisterschaft, größter Erfolg der Bietigheimer Vereinsgeschichte, könnte auch zum großen Wurf für Stuttgart werden. Weil die Eishalle im Ellental mit 3.500 Zuschauern (rund 800 Sitzplätze) in fast allen Belangen DEL-untauglich ist, dürften der SCBB nur mit vorläufiger Ausnahmegenehmigung in der höchsten deutschen Spielklasse antreten. Ausweg: Stuttgart.
Die Stuttgarter Zeitung schreibt, dass die Porsche-Arena um Spitzenspiele der Steelers wirbt. Ein Ausweichmodell wäre also möglich: Spiele mit größerem Zuschauerzuspruch könnten in der Multifunktionsarena im Stuttgarter Ortsteil Bad Cannstatt stattfinden. 5.000 Zuschauer fasst die im Mai 2006 fertig gestellte Halle. 28 Millionen Euro hat der Bau zu jener Zeit gekostet.
"Wir glauben, dass wir die Lizenz bekommen", wird Steelers-Geschäftsführer Volker Schnabel zitiert. Zwar wird das Ellental als Heimat nicht in Frage gestellt, man müsse aber „in den sauren Apfel beißen und bei einigen Spitzenspielen ausweichen.“ Wie immer geht es auch beim möglichen Bietigheimer Gaststpiel in der Nachbarstadt um das liebe Geld: Pro Spiel müssten die Steelers eine Hallenmiete von rund 30.000 Euro berappen. Kein leichtes Unterfangen für einen Verein wie den SCBB.
Doch noch ist nichts in trockenen Tüchern. Zunächst muss dem Lizenzantrag stattgegeben werden. Nachdem sich Duisburg aus der DEL verabschiedet hat und nun auch die Kassel Huskies auf wackeligen Beinen stehen ist ein Aufstieg Bietigheim-Bissingens nicht unvorstellbar.
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