Fischtown Pinguins: Verdienter Erfolg über Erzrivalen
5:1 Sieg im zweiten Drittel gesichert
Bremerhaven. Nach einer Spielzeit Pause kam es am heutigen Abend endlich
wieder zu einem der immer hart umkämpften Duelle zwischen dem langjährigen
Konkurrenten aus Oberliga Zeiten, den "Füchsen" aus Duisburg und den
"Fischtown Pinguins". Nach der guten Leistung vom Freitag in Crimmitschau,
wol
lte das Team heute vor allen Dingen vor heimischer Kulisse beweisen, dass
die zwei Niederlagen des vorigen Wochenendes nicht mehr als einem
sportlichen "Ausrutscher" gleichkamen. Sehr zur Freude von Trainer Bartman,
konnte dieser wieder auf den noch in Westsachsen gesperrten Verteidiger
Jason Becker zurückgreifen. Dennoch, die Ausfälle von Michel und Polaczek
schmerzten den Coach der Norddeutschen schwer.
Die Hausherren begannen vor 1600 Zuschauern stürmisch und versuchten durch
einen frühen Torerfolg für die notwendige Sicherheit zu sorgen. Hierbei
hatte Marko Ahrens Pech, als er in der 6. Minute nach einem Schlagschuss von
der blauen Linie knapp an Pribil Scheiterte. Fand ein verdeckter Schuss von
Varvio in der 7. Minute noch nicht sein Ziel, Sekunden später hatte Stasiuk
mehr Glück. Als die Seestädter nach einer Strafzeit gegen Jedamzik in
Überzahl abieren konnten, war es Stasiuk, der auf Zuspiel von Dzikowski und
Varvio die Führung für die Hausherren markierte. Die größte Chance für die
Gäste war in der 10. Minute zu verzeichnen, als Milan Kubis nur denkbar
knapp am sehr gut aufgelegten Suvelo scheiterte. Wenig Glück hatte auch Tim
Schnobrich, als nach dessen Schuss in der 12. Minute der Puck auf der Linie
des Duisburger Tores liegen blieb.
Im Mittelabschnitt bestimmten zunächst die Gäste von der Wedau das
Geschehen. Nach ihrem Ausgleichstreffer durch Herzig in der 28. Minute boten
sich den "Füchsen" noch einige Chancen, um die Führung zu erzielen. Ab der
30. Minute besannen sich die >=Bartmänner? dann aber wieder auf ihr
Hausrecht. Die Wende leitete Craig Streu mit seinem Tor in der 32. Minute
ein. Danach war der REV wieder die klar spielbestimmende Mannschaft. Als in
der 35. Minute durch zwei weitere Treffer von Schönfeld und Stasiuk die
Vorentscheidung gefallen war, wurde das Spiel der Westdeutschen zunehmend
nicklicher. Dabei machte Schiedsrichter Dimmers aus Krefeld seinem Namen
alle Ehre, da es den Anschein hatte, als würde er die Partie teilweise nur
bei sehr gedimmter Beleuchtung verfolgen. Anders ist es nicht zu erklären,
dass er eine Reihe von klaren Fouls übersah.
Im Schlussabschnitt, die Entscheidung war längst gefallen, wechselte der EVD
seinen Torhüter Pribil gegen den Finnen Petri Engman. Der durfte sich
zunächst gegen Holden und Witthohn beweisen, musste in der 48. Minute dann
aber chancenlos mit ansehen, wie der quirlige Sebastian Furchner im zweiten
Nachfassen das 5:1 für den REV Bremerhaven erzielen konnte. Trotz klar
geklärter Fronten, die Emotionen kochten in der 58. Minute noch einmal über.
Nach einer kleinen Boxeinlage durften der am heutigen Abend enttäuschende
Yvan Corbin und der zweifache Torschütze Jeremy Stasiuk nach einer 2 + 2 +
10 Minutenstrafe den Arbeitstag als beendet betrachten. Am Sieg der
"Pinguine" konnte dies jedoch nichts mehr ändern. Über Kampf hatte der REV
Bremerhaven ins Spiel gefunden und durfte nach dem Schlusspfiff als
verdienter Sieger das Eis verlassen.
Mannschaftsaufstellung: Tor: Suvelo, Baader, 1. Verteidigung: Holden
Witthohn, 2. Verteidigung: Hard, Freymark, 3. Verteidigung: Travnicek,
Ahrens, 1. Sturm: Varvio, Schnobrich, Dzikowski, 2. Sturm: Schönfeld,
Tuomie, Kraft, 3. Sturm: Luknowsky, Kasperczyk, Pysz, 4. Sturm: Stasiuk,
Streu, Furchner Polacek kam in der 2.u.3. Reihe zum Einsatz
Es fehlten: Michel Steffen, Muskelfaserriss,
Tore: 1:0 (8. Min.) Stasiuk, Dzikowski, Vario (REV in Überzahl) 1:1 (28.
Min.)Herzig, Sikorski, Jedamzik, 2:1 (32.Min.) Streu, Stasiuk, Furchner 3:1
(35. Min.) Schönfeld, Tuomie, Kraft, 4:1 (36.Min.) Stasiuk, Becker, Varvio,
5:1 (48. Min.) Furchner, Travnicek, Streu
Zuschauer: 1700
Strafen: Bremerhaven 16 + 10 Stasiuk Duisburg 24
+10 Corbin
Hauptschiedsrichter: Dimmers (Krefeld)
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