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Heilbronner Falken 27.10.2003, 15:53

Glück im Unglück: Entwarnung bei Jason Dunham

Comeback von Axel Hackert - Zwei Siege am Wochenende

So richtig Freude wollte bei den 1700 Zuschauern nach dem 3:1 Sieg gegen Crimmitschau in der Knorr Arena nicht aufkommen. Zu sehr standen die Zuschauer noch unter den Eindrücken der 53. Minute. Denn da knallte Jason Dunham ungebremst mit gestreckten Beinen voraus in die Bande. Alle Versuche, sich au s eigener Kraft wieder aufzurichten, schlugen fehl. Er verzichtete zwar auf die Trage, konnte aber nur von den Sanitätern gestützt und mit schmerzverzerrtem Gesicht das Eis verlassen. Die erste, noch vor Ort erstellte Diagnose, erfüllte die schlimmsten Befürchtungen. Mit Verdacht auf Wadenbeinbruch musste der Deutsch-Kanadier zur Untersuchung ins Heilbronner Klinikum. Die Mine von Heilbronns Trainer Jamie Bartman auf der anschließenden Pressekonferenz sprach Bände. Mit Jason Dunham drohte ein Schlüsselspieler und der Goalgetter der letzten Spiele wochenlang auszufallen. Eine Lücke im Spielerkader, die nur sehr schwer zu füllen sein würde. Doch Dunham hatte Glück im Unglück. Gegen 23 Uhr kam der sehnlichst erwartete Anruf aus dem Krankenhaus. Das Wadenbein war aus der Gelenkpfanne gerutscht, der befürchtete Bruch konnte zweifelsfrei ausgeschlossen werden. Die Chancen, eine solche Verletzung ohne langwierige Operation zu beheben, beziffern Fachleute mit 1:100. Aber die Ärzte vor Ort lieferten perfekte Arbeit. Dunhams Wadenbein konnte wieder eingerenkt werden. Eine Schiene sorgt jetzt für Ruhe und Stabilität. Noch in der selben Nacht konnte Dunham das Krankenhaus wieder verlassen. Aller Voraussicht nach wird der Deutsch-Kanadier lediglich für zwei bis drei Wochen ausfallen.

Sein Comeback im Team der Falken feierte am Wochenende das Heilbronner Eigengewächs Axel Hackert. Hackert, der sich in der Vorbereitung bei einem Länderturnier der U20-Nationalmannschaft in Tschechien eine schwere Augenverletzung zugezogen hatte, bekam am vergangenen Freitag grünes Licht aus der medizinischen Abteilung und durfte wieder ins Falkentrikot schlüpfen. Und Jamie Bartman ließ den 18-Jährigen Youngster zu einigen Kurzeinsätzen in Straubing und daheim gegen Crimmitschau aufs Eis. Nach dem Ausfall von Jason Dunham nahm er dessn Platz im Angriff neben Shawn Heaphy und Ken Dzikowski ein. Hackert zeigte sich hinterher überglücklich und hatte noch ein besonderes Anliegen: "Ich möchte mich beim Chefarzt der Heilbronner Augenklinik Herrn Dr. Hesse für seine perfekte Behandlung bedanken, die mir eine weitere Ausübung meiner Eishockeykarriere ermöglichte."

Mit dem 1:2 Sieg in Straubing nach Penalty-Schießen und dem 3:1 gegen den ETC Crimmitschau, haben die Falken sich für das vergangene Wochenende rehabilitiert und wieder fest auf einem Playoff-Platz etabliert. In Straubing hielt sich das Team strikt an die von Coach Jamie Bartman verordnete Taktik, hochkarätige Chancen der Tigers waren Mangelware. Ihrerseits versuchten die Falken durch Konter zum Erfolg zu kommen, was durch Derek Switzer kurz vor Ende des ersten Drittels in Unterzahl gelang. Straubing erzielte zwar noch den Ausgleich, beim Penalty-Duell aber behielt Heilbronn durch Treffer von Jason Dunham und Viktor Karachun die Oberhand. Gegen Crimmitschau ließen sich die Falken selbst durch das frühe Gegentor in der zweiten Spielminute nicht aus dem Konzept bringen. Vor allem im Mitteldrittel dominierten sie das Spiel und zwangen die Sachsen beständig in die Defensive. Für die endgültige Entscheidung sorgte erneut ein Treffer bei numerischer Unterlegenheit. Nach guter Vorarbeit von Derek Switzer setzte Wolfgang mit dem 3:1 den Schlusspunkt unter die Sonntagspartie. Die Eispiraten reklamierten zwar ein Schlittschuhtor, Schiedsrichter Zupp wertete den Treffer aber für die Falken.
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