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Fischtown Pinguins
Freitag, 26.10.2001, 01:25 Uhr

Heilbronner "Falken" zu Gast am Wilhelm Kaisen Platz

Top Team vom Neckar noch nicht in Bestform

Bremerhaven. Wer am vergangenen Sonntag nach der derben 2:6 Niederlage der Heilbronner Falken gegen den EHC Wolfsburg in der Kabine der Schwaben "Mäuschen spielen durfte", der bekam mit Sicherheit wenig Nettes zu hören. Als Topfavorit, zusammen mit dem ERC Ingolstadt in die Saison gestartet, finden sich die "Falken" vor dem heutigen Gastspiel am Wilhelm Kaisen Platz "nur" auf einem für Heilbronner Verhältnisse katastrophalen 9. Tabellenplatz wieder. Sechs Niederlagen können nur vier Siege gegengerechnet werden, ein Ergebnis, das dem nimmermüden Manager der Neckarstädter, Ernst Rupp, die Zornesröte ins Gesicht treibt. Hinter vorgehaltener Hand erzählt man sich in Heilbronn: "Konsequenzen seien angekündigt worden." Um welche Maßnahmen es sich hierbei handelt war natürlich nicht zu erfahren, dennoch, aus Sicht des REV Bremerhaven alles andere als ein gutes Omen. Die Heilbronner zählen mit Abstand zu den spielstärksten Mannschaften der Liga und werden heute alles versuchen, um mit einem Sieg auf Bremerhavener Eis für Entspannung zu sorgen. Das die Heilbronner hervorragend Eishockey spielen können, durften vor Wochenfrist die ebenfalls stark eingeschätzten Tölzer ?Löwen? in Erfahrung bringen. Unter den Rufen ?Tölz gehört zu Österreich? feierten die Fans am Heilbronner Europaplatz einen glanzvollen und hochverdienten 6:4 Sieg über den bayerischen Erzrivalen. Beweis also, dass Znarok & Co. an einem guten Tag jedem Gegner den Garaus machen können. Umso unverständlicher, dass sich das mit osteuropäischen ?Hockeyzauberern? hochkarätig besetzte Team bisher als die launische Diva der Liga präsentiert hat.

Natürlich weiß auch Trainer Jamie Bartman um die Stärken des heutigen Gegners: "Oh die Heilbronner, die sind mit Sicherheit mehr als unangenehm zu spielen. Aber ich freue mich auf diese Partie, weil jeder in der Mannschaft das Letzte geben muss, wenn wir die Punkte behalten wollen. Wir haben nichts zu verschenken". Mit Sicherheit wird man den Seestädtern aufgrund solcher Aussagen keinen Geiz unterstellen, denn gerade im Hinblick auf die sonntägliche Partie in Bad Tölz wäre es beruhigend, könnte man das für jedes Wochenende angestrebte Minimalziel von drei Punkten bereits nach Ende der heutigen Partie als erfüllt melden. Die Voraussetzungen scheinen gut zu sein, da auch Steffen Michel nach seinem Muskelfaserriss das Trikot der Pinguine wieder überstreifen darf. Freude auch bei Aleksander Polaczek, dessen Sperre aus der Partie gegen Crimmitschau abgelaufen ist. Die Analyse des Sieges gegen den EV Duisburg hat viele positive Aspekte aufgezeigt und auch die Umstellung der Reihen scheint sich positiv ausgewirkt zu haben. Besonders stark agiert zur Zeit die "Professoren Reihe". Craig Streu fühlt sich an der Seite von Jeremy Stasiuk und Andreas Furchner pudelwohl und läuft zu alter Hochform auf. Von den bisher insgesamt 34 geschossenen Toren der Seestädter gehen alleine 14 Treffer auf das Konto des Trio´s, das sich zusätzlich über 11 Assist Punkte freuen darf. Als positiv ist auch der Formanstieg von Marko Suvelo zu werten. Der Finne scheint langsam wieder an die Form vergangener Spielzeiten anzuknüpfen und so zum großen Rückhalt seines Teams zu werden. Aber es gab nicht nur Lichtblicke. Gerade gegen die "Wedau Füchse" hat sich wieder einmal eindrucksvoll bestätigt, dass der REV immer dann wenn er kämpferische Pausen einlegt, sich selbst arg in Bedrängnis bringt. Dies gilt es am heutigen Abend zu beherzigen. Die "Bartmänner" müssen über Kampf zu ihrem Spiel finden und dürfen sich nicht die "Schönspielerei" der osteuropäischen Puck-Virtuosen aufzwängen lassen. Ein kämpferisch überzeugender REV ist vor der gewohnt starken heimischen Kulisse am Wilhelm Kaisen Platz nur schwer zu bezwingen.
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22.07.2026 11:18 Uhr

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