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Fischtown Pinguins 15.10.2005, 00:36

In 124 Sekunden gegen Wolfsburg alles verspielt

Desolate Leistung im Schlussdrittel - Manager Busch droht

Bremerhaven. Nach einer scheinbar beruhigenden 3:1 Führung der Fischtown Pinguins nach 40. Minuten guten Eishockeys, schien der gestrige Abend auf "Happy End" programmiert zu sein. Dann aber hat im Schlussabschnitt erneut ein kollektiver Black Out dafür gesorgt, dass eine bereits sicher gewonnen geglaubte Partie leichtsinnig verschenkt wurde. Mit einer ungenügenden Abwehrleistung, körperlosen Eishockey, Preisgabe der "Slot zone" und leichtsinnigen Agieren, kann man gegen eine Spitzenmannschaft wie den EHC Wolfsburg nicht gewinnen. Das Resultat, eine am Ende verdiente 3:6 (1:0/2:1/0:5) Heimniederlage.

Mit Anpfiff der Partie erlebten die von der ersten Minute an begeistert mitgehenden Zuschauer ein Spiel, welches den Erwartungen eines Derby in jeder Minute gerecht wurde. Die Gäste aus der VW Stadt versteckten sich nicht und versuchten zunächst durch druckvolles Spiel Eindruck zu erwecken, was den Mannen von Trainer Leslie jedoch nicht gelang. Ohne Respekt vor dem letztjährigen DEL-Ligisten gingen die Seestädter zu Werke und konnten sich durch Wycisk, Kozhevnikov und Cullen bis zur 4. Minute drei hochkarätige Chancen herausarbeiten, denen noch aber das sehnlichst erhoffte Erfolgserlebnis versagt blieb. Sehenswert in der 5. Minute eine Aktion des quirligen Del Monte, der mit einem ?linken? Lupfer Rogles zu neppen versuchte. Aber auch die Gäste kamen zu Chancen und hatten Pech, als Sommerfeld und Callander in der 5. Minute zwei gute Gelegenheiten ungenutzt ließen. Ungenutzt ließen aber auch Boon und Tepper in der 7. Minute eine Chance, als Freund und Feind am einschussbereiten Puck vorbei irrten. Nach einer Großchance von Cullen in der 10. Minute setzten sich die "Grizzly Adams" im Drittel der Hausherren fest. In dieser Phase konnten sich Pinguine bei Gardner bedanken, der dicke Chancen von Wittfeld und Lingemann aus dem Abendhimmel fischte. Pech hatte Bremerhavens Albrecht, als er in der 14. Minute nach einem Break nur knapp an Rogles scheiterte. Sehenswert auch ein Rückhandschuss von Gyori, der auf Zuspiel von Beslagic nur knapp das Ziel verfehlte. In der 18. Minute war es dann aber endlich so weit. In Überzahl ließ Cullen mit einem Mordshammer Wolfsburgs Torhüter nicht den Hauch einer Chance. Nachdem erneut Cullen nur eine Minute später den möglichen zweiten Treffer nicht markieren konnte, bat der bis dahin sehr gut leitende HSR von de Fenn zum ersten Pausentee.

Das die Hausherren nach dem Mittelabschnitt mit 3:1 führten lag vor allen Dingen daran, dass Greg Gardner nach Wolfsburgs Anschlusstreffer in der 22. Minute hervorragend auf dem Posten stand. Doch zunächst der Reihe nach. Nach einer Strafzeit gegen Beslagic in der 52. Minute war es der Slowene, der sich nach verbüßter Strafe von der Strafbank kommend auf seine Art mit dem 2:0 revanchierte. Peter Boon, der hervorragend aufgelegt hatte gehören an diesem Treffer mindestens 50% des Erfolgs. Erfolgreich hätte auch Stephan Kraft sein können, doch sein Schuss wurde in der 28. Minute von der Querlatte abgewehrt ? da hätte Rogles nicht den Hauch einer Chance gehabt. Stark auch der Auftritt von Krestan und Gyori in der 30. Minute, doch erneut war es Wolfsburgs Keeper, der Schlimmeres verhindern konnte. Standing Ovations der knapp 2000 Zuschauer in der 31. Minute, als Del Monte, Cullen, Streu und Baxter die Abwehr der Gäste tanzen ließen, jedoch den überfälligen Treffer nicht markieren konnten. Den platzierten in der 32. Minute die Wolfsburger, zu diesem Zeitpunkt völlig überraschend, durch Geisberger auf Zuspiel von Samendinger und Kurtz. Nun schlichen sich in der Abwehr der Seestädter Fehler ein und Gardner war es, der die Pinguine im Spiel hielt. Erst nach Krestans Supertor in der 35. Minute, als dieser bedient von Gyori und Reid mit einem verzögerten Schuss Rogles alt aussehen ließ, fanden die Hausherren ihre vorherige Souveränität zurück und konnten mit einer zu diesem Zeitpunkt noch immer verdienten Führung zur zweiten Pause fahren.

Noch ahnte unter den knapp 2000 Zuschauern niemand was auf sie zukommen würde, als beide Mannschaften zum Schlussdrittel das Eis betraten. Das sollte sich aber sehr schnell ändern. Innerhalb 124 Sekunden zerstörten sich die Seestädter zu Beginn des letzten Drittels nach desolater Abwehrarbeit alles, was sie sich in den bisherigen 41.19 Minuten erarbeitete hatten. Drei Tore durch Sommerfeld, Simon und Callander brachten die Allerstädter in Front und schon zu diesem Zeitpunkt war klar, von diesem Schock werden sich die Pinguine nicht mehr erholen. Nach einer im letzten Drittel indiskutablen Leistung durften sich die Schützlinge von Trainer Igor Pavlov nicht beschweren, dass bis zum Ende der Partie noch weitere Treffer durch abermals Callander und Delisle am Ende eine blamable 3:6 Niederlage auf der Anzeigentafel markierten.

Entsprechend sauer war Geschäftsführer und Manager Hans-Werner Busch nach dem Spiel: "Die Leistung unserer Mannschaft im Schlussabschnitt war eine Unverschämtheit. Sicherlich muss und kann man Niederlagen im Sport akzeptieren, es kommt aber immer auf das Wie an. Persönlich schäme ich mich vor den Fans für diesen Auftritt. Alle Vergünstigungen für die Mannschaft werde ich zunächst negieren, wobei unsere traditionellen Champignon-League Ausflüge nach Bremen an oberster Stelle meiner Streichliste stehen werden. Bei dieser Gelegenheit möchte ich im übrigen nicht versäumen unserem Trainer noch einmal das Vertrauen auszusprechen. Das Team kann in den nächsten Spielen dafür sorgen, dass wir bald wieder zur Tagesordnung übergehen können."
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