
Letztes Aufgebot der Pinguine bezwingt München
Geschlossene Mannschaftsleistung
Bremerhaven. Mit dem quasi "letzten Aufgebot" stellte sich am heutigen Abend die Truppe von Trainer Igor Pavlov der Herausforderung des Aufsteigers aus München, der nach vier unglücklichen Niederlagen in Folge heute die ersten Punkte an der Unterweser einfahren wollte.
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Samstag, 01.10.2005, 01:50 Uhr
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Während die Seestädter mit Streu, Baxter, Dejdar, Albrecht und Janzen immerhin auf fünf Stammspieler verzichten mussten, konnte sich der Gast aus der bayerischen Landeshauptstadt in Bestbesetzung am Bremerhavener Wilhelm Kaisen Platz präsentieren. Dennoch schafften die Bayern das von ihnen angestrebte Klassenziel nicht. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und den heute überragenden Beslagic und Krestan durften die Fischtown Pinguins auch heute wieder mit einem verdienten 3:2 (1:0/1:1/1:1) Sieg das Eis verlassen und bleiben in dieser Saison damit auf heimischen Eis noch unbesiegt.
Von Beginn an war so richtig "Musik" in der Partie. Die Münchner drängten mit Macht auf einen schnellen Führungstreffer, den aber auch die Seestädter erzielen wollten und so entwickelte sich für die Zuschauer auf den gut gefüllten Rängen ein wirklich gut anzusehendes Eishockeyspiel. Bereits in der 2. Minute waren es Tepper und Del Monte, die mit einem geschickt vorgetragenen Angriff Torwart Wild in arge Verlegenheit brachten. Auf der Gegenseite war es nur Minuten später Kris Goodjohn, der mit einem Schuss an Gardner scheiterte. Insgesamt gesehen waren es aber die Seestädter, die den Takt angaben und mit schnellen und aggressiven Angriffen immer wieder in der Zone der Münchener für Unruhe sorgten. So war der im Powerplay erzielte Führungstreffer durch Radek Krestan mehr als verdient und sehenswert, da er das Ergebnis eines lupenreinen Dauerfeuers war, das geführt von Reid, Gyori und Toddington zunächst ohne Treffer blieb, dann aber nach einer Granate von Krestan im Netz der Münchener explodierte. Zwar verloren die Hausherren ab der 12. Minute etwas ihre spielerische Linie, die Führung nach dem ersten Abschnitt war aber dennoch mehr als verdient.
Auch der Mittelabschnitt blieb mehr als unterhaltsam. Bereits in der 22. Minute war es Sergej Janzen, der sich ein Herz fasste und mit Gewalt auf das Gästetor stürmte, mit seinem Torschuss jedoch erfolglos blieb. Erfolglos blieb auch Anton Saal, als er nur eine Minute später völlig überraschend in Scheibenbesitz kam, den Puck jedoch nicht im Münchener Gehäuse unterbringen konnte. Glück hatten aber auch die Pinguine, als in der 24. Minute erneut Goodjohn mit einem verdeckten Schuss nur knapp verfehlte. Ein Traumtor bekamen die 1820 Zuschauer aber in der 25. Minute zu sehen, als Beslagic einen Pass von Krestan und Gyori direkt und unhaltbar unter die Münchener Torlatte knallte. Da passte kein Haar mehr dazwischen. Doch schon eine Minute später antworteten die Oberbayern durch ein Powerplaytor von Guidarelli, wobei der Fairness halber nicht unerwähnt bleiben darf, dass die zuvor gegen Wycisk ausgesprochene Strafe mehr als fragwürdig schien. Bis zum Ende des Mittelabschnitts blieb es bei diesem Resultat, das auch für die letzten zwanzig Minuten einen spannenden Fight erwarten ließ.
Im Schlussdrittel gewann das Spiel an Dramatik. Zunächst waren es Tepper (Latte) und Kozhevnikov, die nach tollen Einzelleistungen die Vorentscheidung hätten erzielen müssen. Nach einer Strafe gegen Hemmes (Spielverzögerung) waren es dann aber die Gäste von der Isar, die ihre Überzahl nutzen konnten und durch Zeller den Ausgleich erzielten. Die Antwort der Pinguine ließ aber nur 31 Sekunden auf sich warten, dann war es erneut Beslagic der die Pinguine wieder in Führung brachte. Danach ließen sich die Pavlov Schützlinge den Sieg nicht mehr aus den Händen nehmen, wenngleich Burmann nach einem Wechselfehler in der 53. Minute die große Chance zum Ausgleich hatte. Am Ende muss der erneute Heimsieg der Pinguine aber als verdient bezeichnet werden. AP
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