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Fischtown Pinguins 13.01.2003, 08:37

Peter Draisaitl - neuer man an der Bande der Pinguine

Eishockey Legende ab sofort in Bremerhaven im Amt

Wie heute durch den Geschäftsführer der REV Spielbetriebsgesellschaft, Hans Werner Busch, mitgeteilt wurde, wird ab sofort Peter Draisaitl die Geschicke des Bremerhavener Eishockey Zweitligisten verantwortlich an der Bande übernehmen. Nach einem heute letzten durchgeführten Gespräch zwischen dem Neu Coach der Pinguine und Verantwortlichen der Spielbetriebsgesellschaft war man sich schnell einig: "Das ist unser Mann!" Mit der Verpflichtung von Peter Draisaitl hofft man in Bremerhaven, dass nun die Ruhe einkehrt, die notwendig ist, um den noch amtierenden Deutschen Meister der 2. Eishockey Bundesliga wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen. Die Verantwortlichen lassen keinen Zweifel daran, dass Draisaitl mit allen Befugnissen ausgestattet ist, die es notwendig machen das angeschlagene Flagschiff des Bremerhavener Sports wieder auf richtigen Kurs zu bringen. Beim REV Bremerhaven leget man aber auch Wert auf die Feststellung, das bei der bei der Wahl des Namens Draisaitl dessen große sportliche Erfolge nicht ausschlaggebend waren, sondern vielmehr die Vorstellungen über seine zukünftige Vorgehensweise auf dem Betätigungsfeld als Trainer der 1. Mannschaft der "Fischtown Pinguins". Dennoch dürfen die sportlichen Erfolge des in Köln lebenden Ex- Stürmers an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, sind sie doch auch ein Spiegelbild dessen, was durch Disziplin und absoluten Siegeswillen zu erreichen ist.

Peter Draisaitl wurde am 7. Dezember 1965 in Karvina/Tschechien geboren. Im Alter von 14 Jahren kam er nach Peine/Niedersachsen, von wo aus er ein Jahr später nach Mannheim ging. Dort wurde Draisaitl Profi und zugleich auch Inbegriff der unglücklichen Mannheimer Bemühungen in den 90er Jahren. Im Mannheimer Friedrichspark spielte er zunächst bei den Junioren und wurde bald darauf in den Kader der 1. Mannschaft integriert. Er galt immer als das große Talent und die Hoffnung des Mannheimer Eishockeys. Anfang der 90er hatte er eine Klasse erreicht, die Ihn für die damals "großen" Vereine interessant machte und er wechselte nach Köln. Dort spielte er zwei sehr starke Jahre und stellte persönliche Scorerrekorde auf. In den Spielzeiten 90/91 und 91/92 trug er 92 mal das Trikot der Haie, erzielte 59 Tore, 73 Assists und erreichte insgesamt die stolze Zahl von 132 Scorerpunkten. In der Spielzeit 92/93 konnten die Mannheimer unter größten Anstrengungen ihren Liebling zurück in den Friedrichspark holen. Hier war er nun nicht mehr ein Superstar unter vielen, sondern die gesamte Last der Verantwortung lag auf seinen Schultern. Nach insgesamt 9 Spielzeiten für die "Adler" ( 358 Spiele, 135 Tore, 182 Assists, 317 Punkten) kehrte er Mannheim zu Beginn der Spielzeit 94/95 erneut den Rücken, um zurück an die Kölner Lentstraße zu wechseln. Während seiner zweiten Egide in Köln durfte er auch seinen sportlichen Höhepunkt feiern, als er 1995 mit den Haien Deutscher Meister wurde. Bevor er 98/99 nach Essen wechselte, hatte er für den KEC in 214 Spielen erneut 105 Tore geschossen, 143 Assists gegeben und damit die unglaubliche Zahl von 248 Scorerpunkten erreicht. Erfolge, die ihm in seinen letzten sportlich aktiven Jahren in Essen und Oberhausen nicht mehr vergönnt waren, da auch die Leistungsfähigkeit der dort auf dem Eis stehenden Kader nicht mit denen in Köln und Mannheim zu vergleichen waren. Trotzdem galt Draisaitl auch in Essen und Oberhausen zu den absoluten Leistungsträgern und zu den Sportlern, die sich des Respekts der Fans und Verantwortlichen sicher sein konnten.

Bei einem Blick auf die sportliche Karriere des Peter Draisaitl dürfen aber unter keinen Umständen auch dessen Verdienste für die Nationalmannschaft zu kurz kommen. Jeder Eishockey Fan hat die Reportagen des bekannten Eishockeyfachmanns Eddi Körper noch im Ohr: "Draisaitl marschiert, Draisaitl führt die Scheibe, Lupzig schießt, - Tor, Tor, Toooor!" Der Torjäger absolvierte rund 150 Länderspiele, nahm drei Mal an den Olympischen Spielen teil (Nagano 98, Albertvill 92, Clagary 88) und trug bei Weltmeisterschaften sieben Mal das Trikot mit dem Bundesadler. In Erinnerung wird er sicher durch den vergebenen Penalty bei den Olympischen Spielen 92 in Albertville bleiben. Die Scheibe blieb auf der Torlinie liegen und Deutschland schied gegen Kanada aus. Zu unrecht trug er die Last dieses völlig normalen Missgeschicks mit sich herum. Eine innere Erleichterung wurde ihm dann aber 1999 zu teil. Im entscheidenden Spiel um die Deutsche Zweitliga Meisterschaft verwandelte er den Penalty für Essen, welcher den damaligen Aufstieg der Moskitos bedeutete.

"Peter Draisaitl ist Kult", befand Helmut Guth, ehemaliger Geschäftsführer der Revierlöwen Oberhausen und beförderte Draisaitl im März 2001 über Nacht ins Traineramt der Revierlöwen. "Der Einstand war damals alles andere als optimal," erinnert sich Draisaitl heute, als er nach der 2:4 Niederlage im ersten Play Off Spiel gegen den späteren Meister, die Münchner Barons das Amt von Gunnar Leidborg übernehmen musste. Auch zu Beginn der Saison 2001/2002 stand Draisaitl im Oberhausener Centro hinter der Bande, musste aber nach wenigen Monaten die Erfahrung machen, dass das Amt eines Trainers aber oft dem Ritt auf der bekannten Rasierklinge sehr nahe kommt. Zu Beginn dieser Spielzeit war sich Draisaitl bereits mit den ehemaligen Capitals und heutigen Preußen Berlin einig uns sollte den Klub in der 2. Bundesliga zu neuen Meriten führen. Zusammen mit seinem "Wunsch Assi" Andreas Brockmann konnte er dieses Ziel jedoch nicht realisieren, da die Berliner aufgrund finanzieller Probleme kurz vor Saisonbeginn ihre Nominierung zurückzogen. Als Kuriosität am Rande darf hier gelten, dass Draisaitl sowohl in Oberhausen als auch in Berlin als direkter Nachfolger von Gunnar Leidborg, den er übrigens sehr schätzt, vorgesehen war.

Natürlich hat Draisaitl als Trainer seine klaren Vorstellungen. Oberstes Gebot sind für ihn Disziplin und geschlossenes Auftreten der gesamten Mannschaft. Wichtig sind ihm aber auch Respekt - auf dem Eis und im menschlichen Umgang miteinander. Als Torjäger hat Peter Draisaitl Eishockey Geschichte geschrieben und als Trainer seine ersten Erfahrungen gesammelt. In Bremerhaven hofft man nun, dass mit ihm der Erfolg zurückkehrt, der für das Bremerhavener Eishockey so wichtig ist.
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