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Fischtown Pinguins 07.09.2005, 23:06

Pinguine verlieren mit 3:4 gegen Wolfsburg

David-Lee Paton zeigt eine starke Leistung

Bremerhaven. Nur etwa 400 Zuschauer waren gekommen, um das Testspiel der Fischtown Pinguins gegen den ebenfalls ersatzgechwächten DEL Absteiger aus Wolfsburg "live" mitzuerleben. Dennoch hatte Moskitos Co-Trainer Anton Raubal den weiten Weg aus Essen nicht gescheut, um im Auftrag seines "Head" Toni Krinner letzte Erkenntnisse über den Saison-Auftaktgegner der Stechmücken, die "Grizzly Adams", zu sammeln.

Ohne Lars Brüggemann, Alexander Genze, Tim Regan und Chris Rogles dürften die Gäste von der Aller allerdings ein nur recht unvollständiges Bild abgegeben haben. Unvollständig aber auch das Bild der Fischtown Pinguins, die ihrerseits sogar auf sechs Stammspieler (Dejdar, Cullen, Streu, Del Monte, Krestan, Morczinietz) verzichten mussten. Gelegenheit für Trainer Igor Pavolov, die Reihen noch einmal richtig zu mischen. So wurden die etatmäßigen Verteidiger Kozhevnikov, Pyka und Hemmes kurzerhand zu Stürmern umfunktioniert, wodurch der mit Förderlizenz angereiste Michael Höck von den Hannover Scorpions heute zu seinem ersten Einsatz in der Seestadt Verteidigung kam. Der Mannschaft von Trainer Igor Pavlov waren die Strapazen und der personelle Aderlaß der letzten Wochen deutlich anzumerken. Somit hatte das Endergebnis von 3:4 (0:1/1:1/2:2) am Ende auch nur statistischen Wert und wird mit Sicherheit auch in der Fangemeinde zu keinen weiteren großen Diskussionen mehr führen.

Im ersten Drittel war es gut, dass der immer wieder leicht aufsteigende Nebel im Eisstadion am Wilhelm Kaisen Platz die von beiden Seiten gebotene Magerkost geschickt zu verdecken verstand. Es war wenig berauschend, was beide Teams in einer fast körper- und emotionslos geführten Partie zu zeigen hatten. Bezeichnend dafür auch die Tatsache, dass Hauptschiedsrichter Klau erst in der 19. Minute gegen den Wolfsburger Frenzel die erste Strafe aussprechen musste. Diese konnte von den Seestädtern jedoch nicht genutzt werden konnte, um den aus der 4. Minute durch Wolfsburgs Kostyrev erzielten Treffer zum 0:1 auszugleichen. Deutlich interessanter wurde für die Zuschauer aber der Mittelabschnitt. Hier konnte vor allen Dingen David-Lee Paton im Tor der Seestädter einige Male beweisen, dass er ein wirklich talentierter Torhüter ist. Nach Chancen auf beiden Seiten war es in der 30. Minute Bremerhavens Alexander Janzen, der einen Schuss von Kerry Ellis-Toddington unhaltbar für Münster zum Ausgleich abfälschen konnte. Machtlos war aber auch Paton in der 36. Minute, als die Grizzly Adams durch einen Treffer von Todd Simon, er hatte platziert von der blauen Linie aus abgezogen, den erneuten Führungstreffer bejubeln durften. Nachdem Sergej Janzen und Peter Boon in den Schlussminuten an Münster gescheitert waren, mussten die Pinguine mit einem knappen Rückstand zum letzten Pausentee fahren. Den Schlussabschnitt begannen die Gäste von der Aller in Überzahl, da Dave Reid noch die Reste einer Strafzeit aus dem Mittelabschnitt auf "seiner Uhr" zu stehen hatte. Diese Strafe blieb aber ohne Folgen. Folgenschwerer dagegen zwei Aussetzer der Bremerhavener Verteidigung, die dazu führten, dass die Gäste aus Wolfsburg durch Treffer in der 46. und 51. Minute mit 4:1 deutlich in Front gehen konnten. Die Tore für die Gäste markierte Jan Zurek. Ruppig wurde es in der 56. Minute, als Wolfsburgs Fibiger nach einem bösen Ellenbogencheck gegen Marvin Tepper mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe das Eis verlassen musste. In Folge konnten die Pinguine in der 58. durch Kozhevnikov und Gyori in der 60. Minute noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Insgesamt gesehen geht der Sieg der "Grizzly Adams" in Ordnung, da die Mannschaft über sechzig Minuten den frischeren Eindruck machte und an diesem Abend scheibensicherer spielte.

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01.10.2022 10:38 Uhr


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