
Tigers stolpern beim Auftakt in Bremerhaven
Peter Boon verdirbt Ex-Coach Peter Draisaitl den Auftakt
Bremerhaven. Vor 2050 Zuschauern (ausverkauft) besiegten am heutigen Abend die Fischtown Pinguins den Meisterschaftsfavoriten aus der niederbayerischen Gäubodenstadt Straubing. Nach einem nervös geführten ersten Drittel und einem daraus resultierenden berechtigten 0:1 Rückstand kamen die Pinguine zum Mittelabschnitt entschlossen auf das Eis und dominierten von diesem Zeitpunkt ab die Partie. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Elvis Beslagic in der 37. Minute war es Peter Boon, der in der 49. Minute den Siegtreffer zum insgesamt verdienten 2:1 (0:1/1:0/1:0) Sieg für die Hausherren markieren konnte.
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Samstag, 17.09.2005, 02:27 Uhr
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Im ersten Abschnitt gaben die Gäste von der Donau ein Paradebeispiel dafür, was man normalerweise in Trainerlehrgängen unter der Rubrik Routine zu vermitteln versucht. Sicherlich, die Pinguine bemühten sich, rackerten und kämpften um jede Scheibe, wirkten dabei aber oft zu überhastet und hektisch. Selbst nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Borberg, er hatte Boon mit dem Stock im Gesicht verletzt und einer weitern Strafe gegen Batherson, konnten die Hausherren die daraus resultierende 5/3 Überzahl nicht nutzen. Obwohl die Pavlov Schützlinge gute Gelegenheiten durch Cullen, Baxter und erneut Cullen zu verbuchen hatten, ein Tor gelang nicht, weil Bales in allen gefährlichen Situationen auf der Hut war. Besser machten es da schon die Tigers, die ihr erstes Powerplay in der 11. Minute durch Dietrich erfolgreich abschließen konnten. Der "Youngster" hatte dabei mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie ins Herz der Seestädter getroffen. Bis zum Ende des ersten Abschnitts spielten die Straubinger weiterhin unterkühlt und routiniert ihr Pensum, vergaßen dabei aber ein weiteres Tor zu schießen. Nennenswerte Chancen auf beiden Seiten waren nur noch durch Dunham (12.) und Reid (14.) zu notieren.
Die von Trainer Igor Pavlov zur Pause ausgegebene Parole, einfach mehr zu schießen wurde von den Pinguinen im Mitteldrittel konsequent umgesetzt. Zwar war es Trew, der in der 21. Minute die erste Chance für die Gäste verbuchen durfte, danach aber musste er mit ansehen, wie die Seestädter mehr und mehr das Spiel übernahmen. Gute Gelegenheiten durch Cullen, Toddington und Krestan blieben zunächst ungenutzt. Man merkte aber nun deutlich, dass die Pinguine mit zunehmenden Körperspiel sich immer mehr Respekt verschaffen konnten und zweifelsohne das gesamte Mitteldrittel dominierten. Die Belohnung folgte in der 37. Minute, als Elvis Beslagic nach Vorlage von Krestan, mit einem Schuss wie ein Strich, Bales keine Chance ließ. Als der gut leitende HSR Reik van Gameren zur Drittelpause bat konnten die Tigers zufrieden sein, dass es nach weiteren Chancen durch Gyori und Reid noch immer ein Remis auf der Anzeigentafel zu lesen war.
Dies änderte sich erst in der 49. Minute, nachdem Peter Boon einen eigenen "Rebound" zum Führungstreffer für die Hausherren verwandeln konnte und das Stadion am Wilhelm Kaisen Platz in einen wahren Hexenkessel verwandelte. Zuvor waren es bereits Baxter und Janzen, die eigentlich die Führung hätten erzielen müssen, doch erneut in Bales ihren Meister gefunden hatten. Nach der Führung der Pinguine wurde die Partie verbissen und um jeden Meter Eis kämpfend geführt. Die besseren Chancen lagen aber auch jetzt auf Seiten der Fischtown Pinguins. Mit etwas mehr Glück hätte Alexander Janzen bereits in der 55. Minute dem Spiel die Vorentscheidung geben können. Da Bales aber erneut überzeugend parieren konnte, musste die Fangemeinde der Seestädter bis zur letzten Sekunde bangen, wobei dann aber der Jubel um so frenetischer durch den alt ehrwürdigen Bau hallte.
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