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EV Landshut

Zwei Matchbälle für Altmeister Riessersee

3:2-Erfolg nach 0:2 Rückstand in Landshut

Mit einem schwer erkämpften 3:2-Auswärtssieg bei den Landshut Cannibals sicherten sich die Garmischer Gäste zwei Matchbälle im Halbfinalduell mit den Niederbayern.

Im Gegensatz zum ersten Spiel in Garmisch konnten beide Teams diesmal zeigen, dass es sich hier um ein Play-Off-Duell ha ndelt. Ein ausverkauftes Haus und eine entsprechende Stimmung animierten beide Teams zu einem spannenden Spiel.

Roger Trudeau war es vier Minuten vor Schluss der abwechslungsreichen Partie vorbehalten, den glücklichen Sieger zu küren.

Dabei mussten die Gäste einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen. Eine furiose Anfangsminute mit drei 100-prozentigen Chancen, dann hatten die Gäste ihr Pulver erst einmal verschossen. Mit der fulminanten Unterstützung der Zuschauer im Rücken konnte die junge Truppe von Trainer Englbrecht dem Favoriten aus Oberbayern diesmal einen offenen Kampf liefern.

Dennoch fiel die Landshuter Führung durch Aniket Dhadphale (10. min) etwas überraschend. Danach hätten die Gastgeber in ihren Powerplaychancen allerdings bereits die Vorentscheidung herbeiführen müssen, konnten aber beste Chancen nicht nutzen. Dies schienen sie dann jedoch mit dem frühen 2:0 im zweiten Drittel erfolgreich nachzuholen  (David Kedelka, 22.min) .

Danach bekamen die Fans beider Teams vor ausverkauften Haus Play-Off-Eishockey vom Feinsten zu sehen, bei dem sich die Gäste über weitere Gegentreffer nicht hätten beklagen dürfen. Es war nun jedoch an Jayson Meyer, den Anschluss für Riessersee herzustellen (27. min). Und noch vor Ende des zweiten Drittels wurde der Garmsicher Mut belohnt. Einmal mehr war es Aaron Fox, der am schnellsten schaltete und aus kurzer Entfernung im Nachschuss traf.
Haarsträubendes Auslassen von besten Torchancen auf beiden Seiten sorgte dafür, dass sich am Schluss der Sieger dieses Duells nicht als der Bessere, sondern als der Glücklichere bezeichnen lassen musste. «Es tut mir fast leid um Landshut, dass sie dieses Spiel heute verloren haben» meinte denn auch ein sichtlich gezeichneter Gästetrainer Gailer.
Knapp vier Minuten vor Schluss konnte er sich erstmals über eine Führung seines Teams freuen, als Roger Trudeau flach an Nolan McDonald ins lange Eck einschieben konnte.

Dass dies der Siegtreffer war, lag aber erneut an Landshut Stürmern: Allein in diesen letzten Minuten gelang es ihnen gleich mehrmals nicht, den Puck im Garmischer Gehäuse unterzubringen - obwohl Torwart Cinibulk bereits geschlagen war. Bereits vorher half schon der Pfosten mit, dass es bei zwei Treffern gegen die Oberbayern blieb.

Folgerichtig wehrte Riessersees Trainer Gailer vorzeitge Glückwünsche ab. Das dritte Spiel am Sonntag werde sicher schwerer als das erste Heimspiel am Dienstag.

Stimmen aus der Pressekonferenz

Peter Gailer (Riessersee):

Wir haben heute den heißen Tanzz gehabt, den uns der Bernie am Dienstag versprochen hat. Landshut hat sehr sehr stark begonnen, war im ersten Drittel auch besser wie wir und  ist deshalb auch verdient in Führung gegangen. Meine Mannschaft hat eine riesen Moral, einen riesen Charakter gezeigt. Wir haben zurückgekämpft, zurückgearbeitet - ich glaube, was wir da dann gesehen haben, das war Play-Off-Eishockey pur. Besser kann man eigentlich nicht Eishockey spielen.

Beide Mannschaften haben alles gegeben. Was letztendlich vielleicht ausschlaggebend war, war die überragende Leistung unseres Torwarts. Ich muss auch ganz ehrlich gestehen, wir haben heute einfach mehr Glück gehabt als Landshut - wenn ich alleine an den Pfostenschuss im letzten Drittel denke. Aber so ist der Sport, er ist manchmal bitter für den Verlierer.

Ich muss sagen, ich bin heilfroh, das wir gewonnen haben. Bei beiden Manschaften hat jeder restlos alles gegeben und am Schluss war das Quentchen Glück eben auf unserer Seite.

Bernie Englbrecht (Landshut):

Ja, es ist schon so wie dr Peter das gesagt hat. Ich glaube, bis auf die ersten drei, vier Minuten, in denen wir etwas geschwommen sind, waren wir zwei Drittel mindestens die bessere Mannschaft. Wir haben unsere klaren Chancen gehabt, aber leider nicht mehr getroffen. Der Torwart der Garmsicher hat sehr stark gehalten, aber trotzdem hatten wir auch im letzten Drittel ganz klare Chancen gehabt und hätten diese verwerten müssen.

Dann hatten wir einen kleinen Wechselfehler und in diesen hat Trudeau dann das entscheidende Tor geschossen, das war natürlich bitter zu diesem Zeitpunkt.

Aber trotzdem muss man sagen Hut ab vor der Mannschaft. Sie haben sich ganz anders präsentiert wie am Dienstag
und wollten unbedingt das Spiel gewinnen.

Jetzt fahren wir aber trotzdem nach Garmisch. Wir haben ja noch eine kleine Chance und Aufgeben werden wir erst, wenns ganz vorbei ist und nicht vorher. Und wir werden uns am Sonntag zerreissen um vielleicht doch noch den Sieg einzufahren, auch wenns in Garmisch ist.
Stand: 12.04.2003, 00:54 Uhr
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13.06.2026 15:48 Uhr


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