
Zwei Matchbälle für Altmeister Riessersee
3:2-Erfolg nach 0:2 Rückstand in Landshut
Mit einem schwer erkämpften 3:2-Auswärtssieg bei den Landshut Cannibals
sicherten sich die Garmischer Gäste zwei Matchbälle im Halbfinalduell
mit den Niederbayern.
Im Gegensatz zum ersten Spiel in Garmisch konnten beide Teams diesmal zeigen,
dass es sich hier um ein Play-Off-Duell ha
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Samstag, 12.04.2003, 00:54 Uhr
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ndelt. Ein ausverkauftes Haus und
eine entsprechende Stimmung animierten beide Teams zu einem spannenden Spiel.
Roger Trudeau war es vier Minuten vor Schluss der abwechslungsreichen Partie
vorbehalten, den glücklichen Sieger zu küren.
Dabei mussten die Gäste einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen. Eine
furiose Anfangsminute mit drei 100-prozentigen Chancen, dann hatten die Gäste
ihr Pulver erst einmal verschossen. Mit der fulminanten Unterstützung
der Zuschauer im Rücken konnte die junge Truppe von Trainer Englbrecht
dem Favoriten aus Oberbayern diesmal einen offenen Kampf liefern.
Dennoch fiel die Landshuter Führung durch Aniket Dhadphale (10. min)
etwas überraschend. Danach hätten die Gastgeber in ihren Powerplaychancen
allerdings bereits die Vorentscheidung herbeiführen müssen, konnten
aber beste Chancen nicht nutzen. Dies schienen sie dann jedoch mit dem frühen
2:0 im zweiten Drittel erfolgreich nachzuholen (David Kedelka, 22.min)
.
Danach bekamen die Fans beider Teams vor ausverkauften Haus Play-Off-Eishockey
vom Feinsten zu sehen, bei dem sich die Gäste über weitere Gegentreffer
nicht hätten beklagen dürfen. Es war nun jedoch an Jayson Meyer,
den Anschluss für Riessersee herzustellen (27. min). Und noch vor Ende
des zweiten Drittels wurde der Garmsicher Mut belohnt. Einmal mehr war es
Aaron Fox, der am schnellsten schaltete und aus kurzer Entfernung im Nachschuss
traf.
Haarsträubendes Auslassen von besten Torchancen auf beiden Seiten sorgte
dafür, dass sich am Schluss der Sieger dieses Duells nicht als der Bessere,
sondern als der Glücklichere bezeichnen lassen musste. «Es tut
mir fast leid um Landshut, dass sie dieses Spiel heute verloren haben»
meinte denn auch ein sichtlich gezeichneter Gästetrainer Gailer.
Knapp vier Minuten vor Schluss konnte er sich erstmals über eine Führung
seines Teams freuen, als Roger Trudeau flach an Nolan McDonald ins lange
Eck einschieben konnte.
Dass dies der Siegtreffer war, lag aber erneut an Landshut Stürmern:
Allein in diesen letzten Minuten gelang es ihnen gleich mehrmals nicht, den
Puck im Garmischer Gehäuse unterzubringen - obwohl Torwart Cinibulk
bereits geschlagen war. Bereits vorher half schon der Pfosten mit, dass es
bei zwei Treffern gegen die Oberbayern blieb.
Folgerichtig wehrte Riessersees Trainer Gailer vorzeitge Glückwünsche
ab. Das dritte Spiel am Sonntag werde sicher schwerer als das erste Heimspiel
am Dienstag.
Stimmen aus der Pressekonferenz
Peter Gailer (Riessersee):
Wir haben heute den heißen Tanzz gehabt, den uns der Bernie am Dienstag
versprochen hat. Landshut hat sehr sehr stark begonnen, war im ersten Drittel
auch besser wie wir und ist deshalb auch verdient in Führung gegangen.
Meine Mannschaft hat eine riesen Moral, einen riesen Charakter gezeigt. Wir
haben zurückgekämpft, zurückgearbeitet - ich glaube, was wir
da dann gesehen haben, das war Play-Off-Eishockey pur. Besser kann man eigentlich
nicht Eishockey spielen.
Beide Mannschaften haben alles gegeben. Was letztendlich vielleicht ausschlaggebend
war, war die überragende Leistung unseres Torwarts. Ich muss auch ganz
ehrlich gestehen, wir haben heute einfach mehr Glück gehabt als Landshut
- wenn ich alleine an den Pfostenschuss im letzten Drittel denke. Aber so
ist der Sport, er ist manchmal bitter für den Verlierer.
Ich muss sagen, ich bin heilfroh, das wir gewonnen haben. Bei beiden Manschaften
hat jeder restlos alles gegeben und am Schluss war das Quentchen Glück
eben auf unserer Seite.
Bernie Englbrecht (Landshut):
Ja, es ist schon so wie dr Peter das gesagt hat. Ich glaube, bis auf die
ersten drei, vier Minuten, in denen wir etwas geschwommen sind, waren wir
zwei Drittel mindestens die bessere Mannschaft. Wir haben unsere klaren Chancen
gehabt, aber leider nicht mehr getroffen. Der Torwart der Garmsicher hat
sehr stark gehalten, aber trotzdem hatten wir auch im letzten Drittel ganz
klare Chancen gehabt und hätten diese verwerten müssen.
Dann hatten wir einen kleinen Wechselfehler und in diesen hat Trudeau dann
das entscheidende Tor geschossen, das war natürlich bitter zu diesem
Zeitpunkt.
Aber trotzdem muss man sagen Hut ab vor der Mannschaft. Sie haben sich ganz
anders präsentiert wie am Dienstag
und wollten unbedingt das Spiel gewinnen.
Jetzt fahren wir aber trotzdem nach Garmisch. Wir haben ja noch eine kleine
Chance und Aufgeben werden wir erst, wenns ganz vorbei ist und nicht vorher.
Und wir werden uns am Sonntag zerreissen um vielleicht doch noch den Sieg
einzufahren, auch wenns in Garmisch ist.
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