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Von der Kabine aufs Eis: Wie Nachwuchsteams mit ihrer Ausrüstung und Kleidung für Zugehörigkeit und Ordnung sorgen können
Im Nachwuchs entscheidet nicht nur das Training über Fortschritt. Die Rahmenbedingungen rund um die Eiszeit spielen eine große Rolle. Pünktlich umziehen, das Material schnell finden und als starkes Team auflaufen. Gerade bei wechselnden Gruppen, Turnieren und engen Kabinen wird Organisation zum Leistungsfaktor. Einheitliche Details in der Ausrüstung können dabei helfen, weil sie Verwechslungen ausschließen und Abläufe vereinheitlichen.
Ausrüstungsstandard als Organisationshilfe: weniger Chaos, mehr Konzentration Viele Probleme im Nachwuchs entstehen vor dem ersten Wechsel. Die einen vertauschen ihre Schienbeinschoner, anderen fehlt das Tape, oder die Socken passen nicht. Einzelne Spieler kommen zu spät aufs Eis. Wer als Team einen einfachen Standard definiert, reduziert diesen Reibungsverlust. Das muss nicht teuer oder kompliziert sein. Es geht darum, dass alle die einheitlichen Regeln kennen. Eine praktische Möglichkeit ist eine Checkliste, die vor jeder Eiszeit gleich bleibt. Schlittschuhe, Schoner, Handschuhe, Helm, Halsschutz, Tape und Trinkflasche.
Einheitliche Socken sind auch eine schöne Sache, denn sie erhöhen die Wiedererkennung, verhindern, dass ständig verschiedene Modelle durcheinandergehen und erleichtern die Sockenvergabe an neue Mannschaftsmitglieder. Wenn ein Verein oder eine Mannschaft das so handhaben möchte, ist es problemlos möglich, die Sportsocken mit dem Logo bedrucken zulassen. Der Menge an Ausrüstung wird damit nicht hinzugefügt. Was Socken im Eishockey können müssen: sitzen, Feuchtigkeit und Reibung Im Hockey sind Socken keine Dekoartikel. Sie müssen mit Schienbeinschonern und Schlittschuhen funktionieren. Rutschen die Socken, so bilden sich Falten. Falten bilden Druckstellen. Druckstellen werden Blasen oder Scheuerstellen. Das kostet Trainingszeit und wird die Beweglichkeit der Spieler nicht verbessern. Wichtig sind Materialmix, Nahtführung und Dehnverhalten. Synthetische Materialien transportieren Feuchtigkeit im Schnitt besser als reine Baumwolle. Eine gute Passform hält den Schoner an Ort und Stelle, das gilt umso mehr, wenn die Spieler beim Anziehen noch unsauber arbeiten oder wenn Tape nicht optimal gesetzt ist. Die Länge ist auch wichtig. Zu kurz wird der Schoner an offenen Stellen "arbeiten", zu lang kann sich der Schoner im Schlittschuh stauen. Bei jüngeren Spielern kommt dann noch hinzu, dass die Ausrüstung meist "mitwächst". Das erhöht das Risiko von schlecht sitzenden Kombinationen. Ein einheitliches Sockenkonzept kann hier sehr helfen, weil wenigstens ein Teil der Kette stabil bleibt. Trainer und Betreuer sehen schneller, ob das Problem am Schoner, am Schlittschuh oder am Socken sitzt. Teamgefühl ohne Show, klare Signale, bessere Verbindlichkeit Teamgefühl im Nachwuchs entsteht nicht durch große Gesten, sondern durch einfache Routine. Ein einheitliches Bild gibt Struktur. Es zeigt, dass alle zu dieser Gruppe gehören, egal, wer da gerade neu dazukommt und egal, wer im Turnier aufläuft. Wichtig ist, dass solche Dinge dann nicht als Ausschlusskriterium eingesetzt werden. Ein Standard soll helfen, nicht ausgrenzen. Sinnvoll wird einfach eine Regel sein, die sagt: dort, wo die einheitliche Ausrüstung die Organisation und Funktion verbessert, dort ist sie einheitlich. Es wird kein Zwang für alles geben. Keine unnötige Individualisierung, die dann am Ende wieder Chaos produziert. Für die Vereine hat die Standardisierung ebenfalls Vorteile. Die Materialausgabe wird planbarer. Nachbestellungen sind einfacher zu bündeln. Ersatzteile sind schneller verfügbar. Bei Turnieren oder Sichtungsmaßnahmen wirkt ein Team viel geschlossener, ohne dass es wie Marketing aussieht.
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