Marcel Müller zu Besuch in Deutschland
All-Star-Game für Heimaturlaub genutzt
Vier Tage lang war Ex-Hai Marcel Müller zu Besuch in der Heimat. Am heutigen Donnerstag ging es für dem Nationalspieler zurück nach Toronto, wo er nach drei Spielen in der NHL für die Maple Leafs zuletzt wieder ins Farmteam geschickt wurde. Dabei blieb auch Zeit für ein kurzes Interview im DEL-Büro in Köln.
Marcel, wie kommt es, dass du mitten in der Saison in Deutschland bist?
Wir hatten aufgrund des NHL Allstar Games, was in Nordamerika ja das totale Highlight ist, ein paar freie Tage. Und da der Flug nach Deutschland nur so sechs bis sieben Stunden dauert, wollte ich die Zeit nutzen, mal in meiner Wahlheimat vorbei zu schauen und ein paar Kumpels zu besuchen.
Bist du gemeinsam mit deinem Teamkameraden Korbinian Holzer angereist?
Nein, Korbi ist drüben geblieben, er hat Besuch von seiner Familie bekommen.
Hast dir in dieser Zeit auch Spiele deiner Marcel Müller (Toronto Maple Leafs) alten Kameraden angeschaut?
Ja, klar. Ich war natürlich in Köln am Dienstag, als sie gegen Wolfsburg gespielt haben. Bei meiner Ankunft am letzten Sonntag bin ich aber erst nach Herne zum NRW-Pokalendspiel gefahren, um dort meinen Kumpel Nick Bovenschen spielen zu sehen, der für Duisburg spielt und bei dem ich auch gewohnt habe.
Du warst jetzt drei Mal für die Maple Leafs im Einsatz. Wie war dein Gesamteindruck von der NHL?
Das ist schon der Wahnsinn, wie professionell das da alles ist. Neben der Teamkabine zum Beispiel gibt es einen Raum nur für Eishockey-Schläger. Da geht man rein und staunt nur. Da sind teilweise rund 80 Schläger der Starspieler gelagert. Klar ist die NHL schon eine ganz andere Welt. Da musst du dich um nichts kümmern.
Was ist - rein spielerisch gesehen - der größte Unterschied zu DEL?
Das Spiel ist schneller, geradliniger. Ich würde nicht sagen, dass die Jungs drüben jetzt unbedingt besser skaten können, aber sie machen halt keinen einzigen Fehler. Selbst im Training kommt jeder Pass haargenau auf deinen Schläger.
Toronto ist ja auch eine Eishockeystadt. Wie ist das Publikum dort?
Die Spiele der Maple Leafs sind natürlich richtig voll besetzt. Es ist eine andere Fankultur als hier, wobei die Euphorie schon groß ist. Bei den Marlies in der AHL sind dagegen immer nur so rund 2000 Fans beim Spiel. Ohnehin liegt der Schnitt in der AHL nur so bei vielleicht 5000 Zuschauern. Selbst College-Sport ist in Nordamerika höher angesehen.
Im Gegensatz zur DEL müssen die Spieler in Nordamerika für Wohnung und Auto selber sorgen, oder?
Stimmt. Und Toronto an sich ist auch sehr teuer. Man sagt sogar, dass Toronto teurer als New York ist. Ich habe Glück gehabt, meine Wohnung ist zwar nicht allzu groß, aber sie ist mitten in der Stadt und kostet nicht allzu viel.
Verfolgst du die DEL?
Ja, klar. Jeden Tag schaue ich, was es Neues gibt. Natürlich drücke ich meinem Ex-Team Köln ganz fest die Daumen, dass es noch mit der Playoff-Qualifikation klappt.
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