Saisonauftakt in der NHL rückt näher
Erfahrene Free Agents noch zu haben
Ein langer, eishockeyfreier Sommer in Nordamerika neigt sich langsam dem Ende entgegen. Nach den äußerst spannenden Playoffs und dem NHL-Entry-Draft im Juni, haben viele Spieler ihren Verein gewechselt. Hochkaräter wie Zdeno Chara (29) oder Chris Pronger (32) sind da nur zwei Beispiele. Was bleibt d
a für Teams, die noch Lücken im Kader zu füllen bzw. Schwachstellen auszumerzen haben? Schaut man sich den Free-Agent-Markt einmal etwas genauer an, fällt auf, dass nach wie vor gestandene NHL-Profis zu haben sind. Junge Topstars sucht man zwar vergeblich, aber auch die verfügbaren Spieler können, wenn richtig eingesetzt, ihrem etwaigen, neuen Arbeitgeber noch gute Dienste erweisen. Hier die Top 5:
1. Anson Carter (32): War mit 33 Toren Toptorjäger der Vancouver Canucks und bildetet mit den Sedin Zwillingen eine gefürchtete Angriffsformation. Für sein letztjähriges Schnäppchen-Gehalt von einer Million US-Dollar wird Carter aber künftig seine Schlittschuhe nicht mehr schnüren.
2. Brian Leetch (38): Wenn Brian sich dazu entscheidet ein weiteres Jahr zu spielen ist er sicher für Teams interessant, die einen Powerplay-Quarterback suchen. Mit reduzierter Verantwortung und etwas weniger Eiszeit kann man von Leetch noch einiges erwarten.
3. Radek Dvorak (28): Ist sehr verletzungsanfällig, aber noch relativ jung. Er konnte sein Talent bisher nie richtig ausschöpfen, ist aber immer für ein Tor oder eine gelungene Offensivaktion gut. Durch seine enorme Schnelligkeit ist Dvorak auch ein hervorragender Unterzahl-Spieler.
4. Jason Allison (31): Jason hat eine sehr enttäuschende Saison in Toronto hinter sich. Seine Fähigkeiten sind nach wie vor unbestritten. Vielleicht schafft er es, seine alte Form in einer verantwortungsvolleren Rolle, als er sie bei den Maple Leafs hatte, wieder zu finden. Im Powerplay ist er in jedem Fall eine Waffe.
5. Peter Bondra (34): 21 Tore in der vergangenen Saison war nicht das, was man sich von Bondra in Atlanta erhofft hatte. Für seine Eiszeit von durchschnittlich knapp 16 Minuten aber auch kein schlechter Wert. Akzeptiert Peter ein Gehalt, welches deutlich unter seinem bisherigen von $3,4-Millionen liegt, kann man von ihm sicher noch einige Tore erwarten.
Man darf gespannt sein, welcher von diesen Spielern noch unter den Salary Cap des ein oder anderen Vereins passt. Das hinter den Kulissen heftigst verhandelt wird, davon ist auszugehen. Vereine, die ev. bei ihren Wunschspielern zu kurz gekommen sind, werden sich diese Kandidaten sicherlich ganz genau ansehen. (tos)
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