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Selber Wölfe 25.02.2002, 21:20

ERC Selb schlägt sensationell Spitzenreiter Landshut

Überragender Trevor Jobe erzielt alle Tore

Sensation durch die Selber ,,Wölfe'' in der Eishockey- Oberliga: Mit einer tollen spielerischen und kämpferischen Leistung zwangen sie am Sonntag den souveränen Tabellenführer EV Landshut vor 1500 begeisterten Fans knapp aber völlig verdient mit 3:2 (2:1, 1:0, 0:1) in die Knie und feierten damit nac h drei Niederlagen den ersten Sieg über den Spitzenreiter. Aus der vollauf überzeugenden Selber Truppe ragten der dreifache Torschütze Trevor Jobe sowie Matt Turek noch heraus. Bereits am Freitag hatte es im Derby in Bayreuth einen 3:2-Erfolg gegeben. So brachten die wackeren Selber an diesem Wochenende die Maximal-Punktzahl von sechs Zählern auf ihr Konto, und damit konnte vorher wirklich niemand rechnen.

ERC Selb - EV Landshut 3:2

ERC Selb: Schmidt (Wegmann) - Porzig, Hanft, Beslagic, Jonak, von Trzcinski, Cotè (Sommerer) - Turek, Scott, Petrozza; Jobe, Gaudet, Rau; König, Popek, Jaworin.
Schiedsrichter: Oswald (Bad Wörrishofen) - Zuschauer: 1500

Tore: 8. Min. Jobe (Jonak) 1:0, 11. Min. Hammer 1:1, 13. Min. Jobe (Porzig) 2:1, 40. Min. Jobe (Gaudet) 3:1, 56. Min. Kaufmann 3:2.
Strafminuten: Selb 14; Landshut 18.

Die ,,Wölfe'' zeigten keinerlei Respekt vor dem Spitzenreiter, gingen forsch zum Angriff über und hatten gleich die ersten Tormöglichkeiten. So prüfte Petrozza den Landshuter Torhüter Pethke bereits nach 20 Sekunden. Auf der Gegenseite verpufften Warnschüsse von Halloun und Brittig dagegen wirkungslos.

Dann der erste große Auftritt von Trevor Jobe, der einen Abpraller reaktionsschnell zum 1:0 in die Maschen setzte. Selb hatte den Spitzenreiter weiter gut im Griff, agierte selbst in Unterzahl diszipliniert, wobei Turek ein Riesenpensum leistete. Die einzige Unachtsamkeit von Jaworin bescherte den Gästen aber den Ausgleich durch einen Hammer- Schuss.
Doch die ,,Wölfe'' ließen sich dadurch nicht aus dem Rhythmus bringen. Niemand anderer als der überragende Jobe setzte mit einem Knaller von der blauen Linie zum 2:1 das zweite Glanzlicht dieser Begegnung. Die ERC- Fans staunten nicht schlecht, als die ,,Wölfe'' auch im zweiten Drittel den Ton angaben. So rückte Pethke in den Brennpunkt des Geschehens und konnte sich mehrfach auszeichnen, hatte aber auch Glück, als ihm die Scheibe nach einem Kracher von König noch knapp an den Beinschoner ging.

Die wenigen Landshuter Chancen machte der aufmerksame Schmidt zunichte, meisterte Schüsse von Kaufmann, Meier und Brittig. Das zweite Drittel war fast vorbei, da sah Gaudet nach Bullygewinn den gut postierten Jobe, und der krönte seine famose Leistung mit dem 3:1.

Zu Beginn des letzten Drittels saßen Jonak und Turek auf der Strafbank, doch überstanden die Selber selbst dieses 3:5-Unterzahlspiel ohne Schaden. Landshut versuchte nun alles, um das Baltt noch zu wenden. Zwar schwanden den ,,Wölfen'' langsam die Kräfte, doch sie hielten weiter bravourös dagegen. Härte und Hektik nahmen zu.

Nur ein einziges Mal waren die ERC-Cracks nicht auf dem Posten, und schon klapperte es: Kaufmann spazierte an drei Selbern vorbei und erzielte das 2:3. Mit Glück und Geschick retteten die ,,Wölfe'' aber den vollauf verdienten Sieg über die Zeit. M.S.
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16.05.2026 09:36 Uhr


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