ERC Selb: Trevor Jobe gibt sein Debüt
Neuer Hoffnungsträger im Kampf um einen Playoff-Platz
Groß, bärtig, breite Schultern - ein Mann wie ein Tier: Auf ,Wölfe''-Neuzugang Trevor Jobe, der in den vergangenen 15 Jahren in den verschiedenen amerikanischen Eishockey-Ligen in 967 Spielen 721 Tore und 708 Assists verbuchte, werden am Freitag (20 Uhr) im Heimspiel gegen den TuS Geretsried alle Au
gen gerichtet sein. Vor dem Debüt des 34-jährigen Kanadiers versucht ERC-Trainer Roland Schneider die hohe Erwartungshaltung der Fans etwas herunter zu schrauben. ,,Trevor hat im Moment noch Umstellungsprobleme, schläft zwischen den Trainingseinheiten sehr viel, und braucht etwas Zeit. Diese Zeit müssen wir ihm aber auch lassen.''
Der neue Hoffnungsträger der Selber ,,Wölfe'' im Kampf um einen Playoff-Platz in der Eishockey-Oberliga wird morgen gegen das Tabellen-,,Schlusslicht'' aus Geretsried an der Seite von Gaudet und Rau in der zweiten Reihe spielen. Nicht verändern wird Schneider die erste Sturmreihe mit Turek, Scott und Petrozza. Die Qual der Wahl hat der ERC- Coach für den dritten Block. Neben Jaworin werden voraussichtlich Popek und König stürmen. Die Bank werden Rich und - nach überstandener Grippe - Grögor drücken müssen. In der Verteidigung hat sich von Trzcinski wieder zurück gemeldet. Ein Fragezeichen stand gestern noch hinter dem Einsatz von Cotè, der am Dienstag zwar mittrainierte, anschließend aber wieder über starke Schmerzen klagte, und gestern den Arzt aufsuchen musste.
Keine Frage gibt es darüber, was die Fans nach dem verpatzten Start ins neue Jahr morgen von ihrer Mannschaft erwarten: Einen überzeugenden Heimsieg. Auch Roland Schneider redet da nicht lange um den heißen Brei herum. ,,Gegen Geretsried sind drei Punkte Pflicht.'' Mit vielen Zweikämpfen im Training hofft Schneider die zuletzt schwächelnde Defensivarbeit der ERC-Cracks verbessern zu können. ,,Wir müssen vor allem im eigenen Drittel härter an den Mann gehen.'' Und so fahrlässig wie jüngst gegen Dresden sollte am Freitag auch nicht mit den Torchancen umgegangen werden.
Die Oberbayern kommen übrigens mit einer ,,stolzen'' Empfehlung nach Selb: 21 Niederlagen setzte es zuletzt in Folge. Kein Wunder, dass die Nerven in Geretsried blank liegen. ,,Es werden einige Herren ihre Koffee packen müssen'', kündigte TuS-Vereinsboss Hans Nitsch an. Bislang aber haben alle eingeschlagenen Wege, wie die Neuverpflichtung von Torhüter Malek und des Ex-Selbers Opulskis, oder Abmahnungen an lustlose Profis nicht aus der Sackgasse geführt. In die Kritik geriet nach dieser wohl beispiellosen Niederlagenserie natürlich auch Trainer Vladimir Kames, der vielleicht sogar selbst das Trikot wieder überziehen wird.
Um einiges schwieriger dürfte für den ERC Selb die Aufgabe am Sonntag (18 Uhr) beim EV Füssen werden. Die Allgäuer haben sich nach einigen deftigen Pleiten kurz vor dem Jahreswechsel am vergangenen Wochenende mit Siegen in Dresden (2:1) und gegen Bayreuth (5:1) eindrucksvoll zurückgemeldet. Schneider peilt dennoch drei Punkte an. ,,Wenn wir unter die ersten Acht in der Tabelle kommen wollen, müssen wir gewinnen.''
VON ANDREAS PÖHNER
Quelle Frankenpost Online
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