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Fischtown Pinguins 03.01.2004, 17:17

REV eine Nummer zu groß für die Alligatoren

Pethkes "Shut Out" 27 Sekunden vor Ende der Partie "vermasselt"

Bremerhaven. Nach vier Niederlagen in Folge, konnten am heutigen Abend die ?Fischtown Pinguins? ihre, für das neue Jahr vorgenommenen guten Vorsätze auch in die Tat umsetzen. Nach einem auch in dieser Höhe verdienten und folglich nie gefährdeten 7:1 (2:0/4:0/1:1) Heimsieg gegen die Höchstadt Al ligators, konnten die Seestädter die Tabellenführung vor den Dresdner Eislöwen behaupten. Dennoch gab es am Ende der Partie auch Lob für die Gäste aus dem Frankenland. Im vierten Aufeinandertreffen der laufenden Saison hinterließen diese einen durchaus stark verbesserten Eindruck und sollten in dieser Form den Klassenerhalt in der Oberliga durchaus realisieren können.

Dritte Reihe sehr überzeugend Wer erwartet hatte, die Seestädter würden im ersten Abschnitt eine Fortsetzung des gerade erloschenen Neujahrs-Feuerwerk abbrennen, der sollte sich zunächst eines besseren belehrt sehen. Erst in der 3. Minute war es Stephan Kraft, der die erste Gelegenheit für den REV verbuchen durfte. Höchstadts Fredriksson war, wie noch in eineigen weiteren Szenen der Partie auch jetzt auf Höhe des Spielgeschehens. Der REV ließ zu diesem Zeitpunkt wenig organisiertes Spiel erkennen, spielte ohne Forechecking und ließ die Höchstädter, die nun immer frecher wurden, teilweise sogar im eigenen Drittel gewähren. Die Folge waren gute Gelegenheiten für Kukacka, Oeser und Rosa. Überhaupt, die Franken zeigten sich entgegen den bisherigen Auftritten gegen die Pinguine stark verbessert und wussten in vielen Szenen der Partie durchaus zu gefallen. In der 5. Minute machten die "Pinguine" wieder auf sich aufmerksam, als Ahrens mit einem Distanzschuß nur knapp das Ziel verpasste. Zu diesem Zeitpunkt war die 3. Reihe mit Janzen, Kraft und Reader die wohl effektivste. Beim REV fehlte das kongeniale Zusammenspiel das notwendig ist, um bei der vorhandenen Überlegenheit mehr aus den vorhandenen Chancen zu machen. Bis zur 16. Minute wurde die letzte Konsequenz einfach vermisst. Dann aber, in einer 5/3 Überzahlsituation, war es Jeremy Stasiuk, der auf Vorlage von Streu und Caudron den Führungstreffer erzielen konnte. Man merkte man den "Pinguinen" an, dieser Treffer schien wie eine Erlösung auf das Team gewirkt zu haben. Nur zwei Minuten später war es J.F. Caudron, der auf Pass von Streu den vorerst zweiten Treffer des Abends markieren konnte. Mit diesem Vorsprung wurden zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

REV dominiert den Mittelabschnitt Zu Beginn des Mittelabschnitts verzettelte sich der REV zunächst erneut in Einzelaktionen. Die Alligatoren blieben in dieser Phase nicht untätig und hatten zunächst durch Rosa (27.) sowie kurze Zeit später durch Pasticka (29.) gute Einschussmöglichkeiten - doch beide Male war Marc Pethke erneut auf seinem Posten. In der 30. Minute fasste sich Alexander Janzen ein Herz und erzielte auf Vorlage von Daniel Sevo das 3:0. Nun wurden die Aktionen des REV immer flüssiger und die Gäste aus dem Frankenland kamen nur noch gelegentlich zu Entlastungsangriffen. Das 4:0 war die Folge einer weiteren Überzahlsituation, die Streu auf Pass von Pysz in der 31. Minute zum 4:0 nutzen konnte. Nur drei Minuten später konnte Pysz einen Schuß von Bronilla geschickt abfälschen und Fredriksson blieb erneut ohne Eingriffschance. Noch in der gleichen Minute schlug die Stunde von Jarkko Varvio, der auf Vorlage des bis dahin besten Bremerhavener, Alexander Janzen, in der 35. Minute seinen zweiten Treffer in dieser Partie markieren konnte. Auf den Rängen freute man sich auch darüber, dass mit Stephan Kraft auch heute ein wieder unermüdlicher Arbeiter den Lohn seiner Bemühungen mit einem Assist Punkt versüßt bekam. Bereits zu diesem Zeitpunkt schien die Partie entschieden, da die Gegenwehr der Höchstädter fast erlahmt schien. Selbst beste Gelegenheiten konnten die Alligatoren nicht nutzen konnten. Bezeichnend dafür die 37. Minute, als Rosa einen Puck nicht im verwaisten Tor unterbringen konnte. In dieser Gelegenheit war es schwieriger den Puck vorbei zu schießen, als letztlich einzunetzen. So durften sich die Schützlinge von Trainer Lukes dann auch nicht beschweren, dass sie mit einem in dieser Höhe überaus deutlichen Rückstand zum zweiten Pausentee fahren mussten.

?Shut out? in letzter Minute vergeben Der Schlussabschnitt brachte für die erneut 1600 Fans des REV Bremerhaven wenig neue Erkenntnisse. Die Draisaitl Schützlinge dominierten auch im Schlussabschnitt die Partie eindeutig. Schon in der 41. Minute hätte Rich Bronilla ein weiteres Tor erzielen müssen, doch wieder einmal war es der Pfosten, der den Defender am Jubel hinderte. In der 48. Minute durften die Fans dann aber wieder jubeln. In Überzahl hatte soeben Patryk Pysz auf Vorlage von "Professor" Craig Streu das 7:0 erzielt. Bei so einem klaren Vorsprung war es dann auch nicht weiter schlimm, dass die Draisaitl Buben ab der 53. Minute für fast zwei Minuten die Gelegenheit bekamen einmal das 3/5 Unterzahlspiel zu üben. Als sie auch diese Situation schadlos überstanden hatten, schien einem "Shut Out" ihres Goalies Marc Pethke nichts mehr im Weg zu stehen. Doch es sollte nicht sein. Nach einem unnötigen Querpass in der 60. Minute war es Jakub Volek, der den Seestädtern das Sahnehäubchen auf der Siegestorte stahl.
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