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EHC Neuwied

SC Mittelrhein: Besser kann man nicht ausscheiden

Bären unterliegen Kaufbeuren mit 3:4

Die Bären haben sich ehrenvoll aus den Play-Offs verabschiedet. Die Zuschauer, auch die Kaufbeurener, zogen ihren Hut vor der Leistung und Moral dieser Mannschaft.

Zum Spiel Vor 3000 Zuschauern begann die Partie wie erwartet mit stürmischen Angriffen der Joker. Es brannte schon früh vor
  Freitag, 29.03.2002, 20:26 Uhr
dem Kasten von Marc Gronau. Aber die Bären waren nicht etwa darauf bedacht nur abzuwehren, sie konterten geschickt. Und in den ersten 15 Minuten war das Spiel weitgehend ausgeglichen. Dann ließen sich Otto Keresztes und Harry Schäfler zu zwei Fouls hinreissen, die beide zur 5-3-Unterzahl der Neuwieder führten. Und es kam, wie es kommen musste, die Kaufbeurener nutzten diese Überzahl gnadenlos aus. Und kaum waren die Deichstädter wieder vollzählig, hatten sogar Überzahl, kam der dritte Schlag durch das Unterzahltor von Masek. Mit 3:0 pfiff Schiedsrichter Kowalczik, der sehr gut leitete, allerdings zwei sehr schwache Linesman an seiner Seite hatte zur Pause.

Wie ausgewechselt präsentierten sich die Neuwieder am Beginn des zweiten Drittels. Das Spiel wogte hin und her. Die Mannschaft kämpfte und fand dadurch auch zu ihrem Spiel. Nun waren die Bären die bestimmende Mannschaft auf dem Eis. Dreimal liefen die Stürmer allein auf das Tor von Alexander Lerchner, der zu diesem Zeitpunkt allerdings seinen Kasten sauber hielt. Erst in der 35. Minute machte er seinen ersten Fehler, den Jaroslav Majer dann auch prompt zum Anschlusstor ausnutzte. Nun wurde das Spiel einseitig, denn die Bären bedrängten nur noch das Tor der Kaufbeurener. Aber ein weiteres Tor wollte nicht gelingen.

Mit noch mehr Moral kamen die Mittelrheiner zurück zum dritten Drittel. Als nach 46 Minuten Marcel Pavlovsky der Anschlusstreffer glückte, nach einem schweren Fehler von Lerchner, stand das Spiel auf der Kippe. Als Harry Schäfler nach einer zweifelhaften Strafe auf der Strafbank saß, glückte den Kaufbeurenern das 4:2. Wer nun glaubte, das Spiel wäre entschieden, sah sich getäuscht. Wo namen die Bären nur diese Moral her? Schon zwei Minuten später spielte Jaroslav Majer den Torwart der Kaufbeurener aus und schoss das Anschlusstor. Was dann folgte war selbst für die Zuschauer kaum zu fassen. Spiel auf ein Tor, Trainer Dahlem ließ nur noch zwei Reihen spielen und die setzten die Joker unter Druck. Angriff auf Angriff lief auf das Kaufbeurener Tor. Als bei 19:42 Gronau seinen Kasten verließ hatten 2-3 Sekunden vor Schluß die Bären noch zwei Riesenchancen zum Ausgleich. Aber der letzte Schuss von Robert Kwiatkowski ging um Zentimeter am leeren Tor vorbei.

Der ESV Kaufbeuren war im Halbfinale. Beiratssprecher Rudolf Kröll und Vorstandmitglied Rüdiger Fuchs bedankten sich in der Mannschafts-Kabine für die tolle Leistung der Mannschaft über die gesamte Saison und für dieses Spiel besonders bei den Spielern. Besser hätten sich die Bären nicht verkaufen können. Nun hoffen Spieler und Vorstand, das bei der Saisonabschließenden Party am 6. April in der Wiedhalle die Fans reichlich erscheinen, um mit der Mannschaft die rundum gelungene Saison zu beschliessen.
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10.09.2026 10:04 Uhr

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