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CHL

Eisbären setzen weitere Duftmarke in der CHL

2:1-Sieg über Halbfinalist Magnitogorsk

Sicher: Am Ende gehörte auch etwas Glück dazu, doch die Berliner Eisbären haben sich in das abschließende und sportlich bedeutungslose Gruppenspiel der CHL gegen Metallurg Magnitogorsk förmlich reingebissen. Nach verhaltenem Beginn und zwei Lattenknallern der Russen im Auftaktdrittel gewannen die Eisbären am Ende vor gut 13.500 Fans in der O2-World mit 2:1.
  Mittwoch, 03.12.2008, 21:46 Uhr


Lauter gute Nachrichten für die Berliner gab es vor dem Spiel. Eine Doping-Sperre für Nationalspieler Florian Busch kam nicht zustande (EISHOCKEY INFO berichtete) und mit Steve Walker und Nathan Robinson kehrten zwei ganz wichtige Stürmer der Paradereihe ins Aufgebot zurück. Die Gäste aus Magnitogorsk, denen der Endrunden-Einzug nicht mehr zu nehmen war, kamen dagegen schon zu Beginn ins Straucheln. Zunächst blieb das noch folgenlos, denn Metallurg-Keeper Proskuryakov stolperte beim Einlauf nur etwas unbeholfen, aber gute 20 Minuten später unterlief dem groß gewachsenen Goalie der möglicherweise spielentscheidende Fehler. Nachdem sich beide Teams fast im gesamten ersten Durchgang statisch nur den Puck zugeschoben hatten, zog Berlins Andy Roach einfach mal ab. Der Schuss verfehlte das Tor zwar meilenweit, mogelte sich aber als Bandenabpraller schlingernd hinter Proskuryakov in den Torkreis. Und der russische Goalie beförderte im Rückwärtsgang die Scheibe tatsächlich selbst ins Tor - da stand es etwas glücklich 1:0 für Berlin.

Wer im Mittelabschnitt drückende Russen erwartete, sah sich allerdings getäuscht. Beide Mannschaften zeigten nun zwar attraktiveres Hockey, doch die Gäste hielten allenfalls ein leichtes Übergewicht und die Eisbären hatten weiterhin mit Rob Zepp den sichereren Keeper. Und dann passierte es erneut: Denis Pederson hatte plötzlich an der blauen Linie freistehend die Scheibe vor den Füßen und schoss mit Hammergewalt zum 2:0 ein (27.). Da waren die zahlreichen, in der Halle verstreuten russischen Fans schon etwas verdutzt und die Berliner Fans umso erfreuter. In der 30. Minute standen die Berliner mit einem Mann weniger auf dem Eis. Bei einem Konter wagten die Berliner dann jedoch zuviel und standen plötzlich hinten mit zwei Spielern gegen vier russische Angreifer allein. Rolinek vollendete eine sehenswerte Kombination ganz osteuropäisch zum 2:1 und alles war wieder offen.

Im letzten Drittel zeigten die Eisbären, wie man mit taktischer Linientreue, Kampfgeist und hoher Konzentration auch gegen technisch versiertere Teams aus dem Ausland bestehen kann. Clever verwaltete die Jackson-Truppe die 2:1-Führung und zwischendurch hatten die Hausherren sogar noch einige ordentliche Chancen. Am Ende blieb es beim 2:1-Sieg, der vom Veranstalter IIHF immerhin mit 50.000 Euro Siegprämie belohnt wird. Auch für die gut betuchten Eisbären ist das wichtiges Geld.

Magnitogorsk wird sich in der Endrunde gegen den Ligakonkurrenten Salavat Ufa steigern müssen. Die Eisbären haben die DEL würdig vertreten und den Zuschauern auch an diesem nasskalten Dezemberabend wieder viel Spaß gemacht.
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24.09.2026 00:36 Uhr

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