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DEL

DEL-Wochenendrückblick: Rheinischer Frohsinn

DEG atmet durch, Köln weiterhin souverän

Bis zur Karnevalszeit am Rhein ist es noch eine Weile hin, doch während die Kölner Haie im Grunde schon seit Saisonbeginn Karneval an der Tabellenspitze feiern, war es für die Düsseldorfer EG zuletzt ein Trauerspiel in der DEL. Doch seit dem Wochenende hat sich die Stimmung auch in Düsseldorf merklich aufgehellt. Sechs Punkte haben Wunder gewirkt.

Nachdem die junge Mannschaft von Trainer Christian Brittig am Freitag in Straubing ein 3:2 erkämpft und erzittert hatte, gab es am Sonntag in eigener Halle einen in der Höhe überraschenden 6:2-Erfolg gegen die Hamburg Freezers. Dabei wussten insbesondere die ganz jungen Spieler wie Manuel Strodel und Bernhard Ebner zu überzeugen. Das Team hat es an diesem Wochenende verstanden, mit Kampf zum Erfolg zu kommen. Die Defizite die die Mannschaft insgesamt aus wirtschaftlichen Gründen selbstredend hat, wurde durch Einsatz und Leidenschaft wettgemacht. Das kann auch für die Restsaison ein Erfolg versprechendes Konzept sein.

Auch wenn es wohl kein Kölner offen zugeben wird, aber insgeheim dürfte man sich in der Domstadt auch über die jüngsten Erfolge des Erzrivalen aus der "verbotenen Stadt" gefreut haben. Denn eine DEG am Boden macht auch den Haien keinen Spaß, zumal die Mannschaft von Ex-Bundestrainer Uwe Krupp ganz ohne NHL-Stars weiterhin alles platt walzt, was ihr vor den Schläger kommt. Meist müssen die Haie dabei an die Leistungsgrenze gehen - sowohl das 3:1 gegen die Adler vor fast ausverkaufter Traumkulisse, als auch beim 5:4 in Nürnberg war dies der Fall - doch am Ende stehen eben meist drei Punkte und so haben die Kölner nun schon sechs Punkte Vorsprung auf den momentanen Zweiten Mannheim.

Da wird es die Haie auch nicht nervös machen, dass der amtierende Deutsche Meister dank "NHL-Doping" wieder schwer im Kommen ist. Am Wochenende haben die Berliner sechs Punkte und ein beeindruckendes Toreverhältnis von 12:2 herausgespielt. Dabei haben die NHL-Stars Claude Giroux und Danny Briere gar nicht allein den Spielberichtsbogen mit Toren und Vorlagen dominiert - vielmehr durfte fast jeder mal ran. Köln aber kann das vorerst gelassen sehen, schließlich haben die Haie erst neulich auswärts gegen die Berliner gewonnen.

Augsburg hatte am Freitag in der Hauptstadt indes keine Chance. Dafür haben sich die Panther schon am Sonntag wieder gefangen und gegen Straubing einen 2:0-Erfolg geholt. So steht für die Fuggerstädter Platz drei sicher und wegen des noch ausstehenden 13. Spiels könnte man derzeit sogar auf dem zweiten Platz stehen.

Im Norden der Eishockey-Republik herrscht dagegen recht triste Stimmung. In Wolfsburg dürfte dieser Zustand inzwischen bekannt sein, aber neuerdings kränkeln auch die Hamburg Freezers wieder mächtig. "Wieder" schreiben wir deshalb, weil Hamburger Chaostage leider inzwischen so regelmäßig kommen wie der rheinische Karneval. Mit der überraschenden Beurlaubung von Freezers-Geschäftsführer Michael Pfad hatten die schlechten Nachrichten schon in der letzten Woche begonnen, dann kamen Niederlagen gegen Hannover (2:3 n.P.) und Düsseldorf (2:6) hinzu. Gewiss sind die Freezers aktuell auch ersatzgeschwächt, aber trotzdem ist die aktuelle Punktausbeute bei den Hanseaten zu gering.

Krefeld und Iserlohn - immerhin ja auch rheinische Teams im engeren oder weiteren Sinne - befinden sich stimmungsmäßig eher im Niemandsland. Drei Punkte gab es jeweils am Wochenende, doch insbesondere im Fall der Roosters dürfte die 1:7-Packung am Sonntag im Berlin schwer im Magen liegen. Zwar spielt die Höhe der Niederlage bei der Punktvergabe bekanntlich keine Rolle, aber wer 40 Minuten ein 0:0 hält, gute Chancen hat und am Ende 1:7 in der Fremde verliert, der tritt zwangsläufig frustriert die Heimreise an. Zu den Gewinnern des Wochenendes zählen indes einmal mehr die Ingolstädter Panthern. Angesichts von zwei absolvierten Auswärtsspielen war das ja keines wegs selbstverständlich, doch haben die Schanzer Panther jeweils mit einem Tor Unterschied in Krefeld und München gepunktet, da kann man wirklich nicht meckern.
Stand: 22.10.2012, 16:10 Uhr
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Gast
30.06.2026 12:01 Uhr

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Kommentare (5)
23.10.2012, 15:24 Uhr
Wolfgang
@Düsselhenry. Übereinstimmend mit dir assoziiere ich, dass die "eigentliche" Sensation der DEL die "Düsseldorfer" sind. Das dieses neu zusammengewürfeltes Discount-Team bislang noch mit jedem Gegner mithalten konnte, überrascht doch sehr. Insbesondere auch die starken Auftritte der bis dato...
Weiterlesen Bewerten:7 

23.10.2012, 15:17 Uhr
Peedy20
Bakos oha da bekomm ich .... bei diesen Namen :(
Bewerten:3 

23.10.2012, 12:12 Uhr
dschingo (Gast)
@düsselhenry...da wird wohl nichts mehr kommen sowie bei hr. bakos, der seinerzeit denis pederson kaputt gefoult hat und heute immer noch froh und fröhlich zu diversen kniechecks ansetzt...
Bewerten:4 

22.10.2012, 21:45 Uhr
Geografiker (Gast)
Nun, Iserlohn und Rhein ist aber sehr, sehr weitläufig. Da könnte man auch sagen, dass Wolsburg an der Ostsee liegt, oder daß Mannheim mi Alpenvorland ist.
Bewerten:0 

22.10.2012, 21:22 Uhr
Düsselhenry
Ich weiß zwar nicht, woher der Kommentator seine Weisheiten über "Rheinischen Frohsinn" und "Trauerspiel" bezieht, aber wenn eine NO-NAME-Truppe gegen Köln, Mannheim und Ingolstadt auswärts nach 60 Minuten ein unentschieden erkämpft hat, ist das für mich LEISTUNG und verdient Respekt. Der 2. Punkt i...
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