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EHC Red Bull München 15.03.2018, 15:55

Ehemaliger Stürmer wird Verteidiger des Jahres

Interview mit Yannic Seidenberg

Yannic Seidenberg.
Yannic Seidenberg.
Foto: City Press.
Yannic Seidenberg (*11. Januar 1984) lernte das „Eishockey-1x1“ in Schwenningen, bevor er u.a. ein Tiger in Medicine Hat (WHL) wurde. Alles wohlgemerkt als Stürmer. Sein aktueller Trainer in München, Don Jackson, hatte Not in der Defensive, sah bei ihm das größte Potential und jetzt wurde er auf der Eishockey-Gala zum Verteidiger des Jahres erkoren. Ivo Jaschick von EISHOCKEY.INFO sprach mit ihm:

Gratulation! Vom Stürmer zum Verteidiger umgeschult worden – und jetzt zum „Verteidiger des Jahres“ hier auf der Eishockey Gala geehrt worden. Was für ein Gefühl ist es für Sie, jetzt diese Ehrung zu erhalten?

Es ist schon eine schöne Auszeichnung und macht mich auch irgendwie stolz, dass ich sie bekommen habe. Ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet! Aber ich fühle mich inzwischen auch als Verteidiger und bis auf zwei, drei Drittel, als ich aus Stürmermangel diese Saison noch mal in die Offensive beordert wurde, habe ich auch nur in der Verteidigung gespielt! Ich bin natürlich auch sehr dankbar, dass der Don (Jackson) und Matt (McIlvane), unsere Trainer,  mir das Vertrauen geschenkt haben. Es ist einfach unglaublich mit dem Award und überhaupt, wie die letzten Jahre gelaufen sind!

Es kommt halt nicht von ungefähr, dass der gelernte Stürmer Seidenberg so eine gute Skorerpunkteausbeute hat – 8 Tore und 26 Vorlagen in 50 Hauptrundenspielen können sich durchaus sehen lassen!

Klar versuche ich, als gelernter Stürmer, mich wenn immer es geht, mit in den Angriff einzuschalten. Meine tollen Mannschaftskameraden erleichtern mir dann natürlich auch mein Punktekonto, indem sie meine Vorlagen verwerten, oder mir auch super Einschussmöglichkeiten bieten. Aber das geht nur mit einer super guten Mannschaft, wo alle dazu beitragen, dass einzelne Spieler so etwas erreichen können. Deswegen auch ein ganz großer Dank an die Mannschaft!

Ihr Mannschaftskamerad Keith Aucoin ist „Spieler des Jahres“ geworden, Sie Verteidiger des Jahres – führt ein Weg zur Deutschen Meisterschaft an München vorbei?

Wenn wir unsere Leistung abrufen, wird es für die Gegner schwer – jetzt fangen wir erst einmal mit Spiel 1 am Mittwoch an! Es ist immer ein langer steiniger Weg zum Titel, auch wenn es die letzten Jahre deutlicher von den Ergebnissen aussah, als es letztendlich war! Es war ein hartes Stück Arbeit und wir wissen, dass es kein Selbstläufer ist. Deswegen müssen wir unsere beste Leistung abrufen, um auch dieses Jahr wieder ganz oben stehen zu können.

Ihr Trainer Don Jackson war mit den Edmonton Oilers auch Stanley Cup Sieger – man sprach damals von einer Oilers-Dynastie! Könnte man jetzt so langsam auch von einer „Red Bull –Dynastie“ sprechen?

Ja, sicherlich probieren wir so erfolgreich wie möglich zu sein – was wir in den letzten beiden Jahren und auch in der Hauptrunde in dieser Saison gezeigt haben, ist super und das wollen wir natürlich auch wieder mit erfolgreichen Playoffs krönen. Wir haben sehr erfahrene Spieler, aber auch viele junge, die auch die nötige Frische reinbringen! Unser Team ist super, das Umfeld stimmt, Betreuer – wir haben in München eigentlich beste Voraussetzungen durch Red Bull! Dadurch wird so etwas möglich!
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