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ERC Ingolstadt 17.11.2019, 11:17

"Ein gelungenes Spiel in Iserlohn"

Interview mit Ingolstadts Mirko Höfflin

Mirko Höfflin.
Mirko Höfflin.
Foto: City Press.
Mirko Höflin machte seine Anfänge beim Eiskunstlauf, wechselte aber zum Eishockey. In diesem Jahr für die Panther aus Ingolstadt aktiv unterhielt sich der Center nach dem hart umkämpften 3:2 Erfolg am Seilersee mit Ivo Jaschick:

Sie haben am 18. Juni 1992 im Breisgau, genauer gesagt in Freiburg, das Licht der Welt erblickt - nicht gerade eine Eishockeyhochburg - wie kamen Sie da zu diesem Sport?

Im Freundeskreis meiner Eltern waren mit Eishockeyspielern befreundet und eine enge Freundschaft verband sie mit einer Familie, die eine Eiskunstlaufschule betrieb. Also habe ich meine ersten Versuche dort gemacht, aber irgendwann waren die "weißen Schlittschuhe" nicht mehr cool! Damals sagte ich: "Ich gehe mit den weißen nicht mehr aufs Eis!" - gesagt, getan, ich bekam Eishockeyschlittschuhe, die waren schwarz, und es ging los! 

Sie wurden Stürmer! Jeder hat ja ein Vorbild, ein Idol - wer war das Ihre?

Ich muss sagen, dass ich damals Pavel Bure (Canucks, Panther, Rangers) ganz cool fand. Er hat den für mich damals perfekten Eishockeyspieler verkörpert: er war schnell, trickreich und hat auch viele Tore geschossen.

Warum wurden Sie also Stürmer und kein Verteidiger?

Tore schießen macht mir effektiv mehr Spaß und wie gesagt, Pavel Bure ("The Russian Rocket") war damals mein Idol!

Sie machten aber auf sich aufmerksam und wurden 2010 von den Chicago Blackhawks in der 6. Runde an 1. Stelle gedraftet. Warum bekamen Sie keine Chance?

Ich war natürlich total happy, richtig glücklich und habe es auch zweimal ins Trainingscamp geschafft, muss aber offen zugeben, dass ich damals körperlich noch nicht so weit war. Ich brachte damals circa 75 Kilo auf die Waage. Und damit zieht man halt den Kürzeren gegen all die großen Jungs! Dann im dritten Jahr, als ich dachte, dass es dieses Mal hinhauen könnte, kam zu meinem großen Pech der Lockout und das Camp fiel aus!

Sie waren in der Organisation der Adler, ein Jungadler - wechselten 2009 zu den Heilbronner Falken, wo Sie Ihr Debüt als Profi gaben!

Ja, ich absolvierte dort einige Spiele (23 Spiele - 3 Vorlagen), bevor ich meine beiden Lehrjahre in Kanada antrat! 

Sie wechselten in die kanadische Juniorenliga Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL) und spielten dort zwei Jahre. Ist Ihrer Meinung nach das Spielen in einer amerikanisch/kanadischen Juniorenliga ein MUSS für jeden, der in Nordamerika Fuß fassen will?

Ja, ich würde jedenfalls sagen, dass jeder, der die Chance hat, in der CHL (Canadian Hockey League - WHL, OHL & QMJHL) oder im College zu spielen, diese wahrnehmen sollte. Es ist auf jeden Fall ein guter Übergang. Zu der Zeit konnte man in der DNL bis 18 Jahre spielen und dann war der Sprung in die DEL doch schwierig! In der CHL konnte ich dann den nordamerikanischen Eishockeystil lernen, die Härte und den Spielrhythmus - wir hatten 68 Vorrundenspiele und die Playoffs. Ja, und dann mit 20 Jahren zurück in die DEL.

Als Sie zurückkamen, landeten Sie wieder im Mannheimer Horst. Nach drei Jahren kamen die Stationen Straubing, wieder Mannheim, Schwenningen und jetzt Ingolstadt im Jahresrhythmus!

Es war mein Weg, um Stammspieler zu werden! Ich war lange in Mannheim, wo es wegen der vielen Topspieler sehr schwierig ist, ins Team reinzukommen, sich durchzusetzen. Da ich dort keine großen Chancen sah, bat ich darum, mich auszuleihen. Ich kam zu den Straubing Tigers, wo ich auch gleich eine für mich gute Rolle bekam und die Adler die Option zogen, mich zurückzuholen. Es lief aber nicht wie gewünscht bei uns, also ging ich wieder weg nach Schwenningen, wollte dann aber doch zu einem Verein, der die Chance hat, mit um die Meisterschaft zu spielen! Ja, und so bin ich in Ingolstadt gelandet!

Die Rückennummer 92 - Ihr Geburtsjahr - hat Sie noch eine bestimmte Bedeutung?

Ich hatte seit 2010 immer die "61" - die hatte ich in Chicago bekommen. Es bedeutet, sechste Runde, erster Pick! Aber hier ist diese Nummer bereits an David Elsner vergeben, da musste ich halt ausweichen. Mein Geburtsjahr ist ja auch nicht schlecht.

Kommen wir noch zum letztendlich doch etwas schmeichelhaften Sieg hier in Iserlohn! Wie sahen die Erwartungen aus?

Wir wollten nach der Länderspielpause wieder gut anfangen, einfach spielen und wieder unseren Spielrhythmus finden. Das ist uns, so glaube ich, auch ganz gut gelungen! Wir haben zweimal einen Rückstand wettgemacht, die Führung erzielt und dann hinten dicht gemacht - von unserer Seite ein gelungenes Spiel.

Was war Ihrer Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg? 

Ich denke, dass wir uns nicht haben unterkriegen lassen. Dass wir nach den zweimaligen Rückständen zurückschlagen konnten, die Special Teams haben auch gut funktioniert haben und wir alle gekämpft haben. 

Sie waren 3:2 in Führung, noch 1:57 Minuten zu spielen und Sie bekommen eine Strafzeit - was für ein Gefühl ist das?

Das ist schon ärgerlich, sehr ärgerlich! Klar, die Strafe war schon gerechtfertigt, aber ich hatte volles Vertrauen in die Jungs, dass sie das durchziehen! Mir war auch klar, dass Iserlohn den Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler tauscht und es extrem schwierig wird. Aber mein Vertrauen ins Team war so groß, dass ich meinen Mundschutz schon weggetan hatte! Auf jeden Fall muss ich mich beim Team auch bedanken!

Vielen Dank für das nette Gespräch! 
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